Black-Wolves

Die Bösen

Sleep well.

Ich wachte früh auf. Die Sonne lies gerade ihren ersten Strahlen freien Lauf. Ich drehte mich im Auto zu Oskar. Er schaute mich grinsend an und musste an sich halten um nicht zu lachen. „Was ist so lustig?“ fragte ich ihn verschlafen und streckte mich. „Du siehst aus als hättest du dich Nacht durch gemacht.“ Er kicherte. Ich klappte die Sonnenblende herunter. Jetzt musste auch ich lachen, meine Haare standen in alle Richtungen. Mein Gesicht war verdellt und hatte ein paar abdrücke drauf. „Ok, du hast Recht.“ Meinte kichernd und holte aus meinem Anzug einen Kamm. „Du schleppst einen Kamm mit dir rum?“ sagte er halbfragend mit einem fassungslosen Gesicht. „Was erwartest du von einer Frau?“ Er schüttelte nur den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die Fahrbahn. „Wo sind wir eigentlich?“ fragte ich ihn und Drank Kaffee. „North Dakota. Irgendwo in der Mitte. Wir werden heute noch die Grenze nach Kanada überqueren.“ Sagte er zuletzt hatte er nur noch gemurmelt. Erst jetzt sah ich wie müde er war. Tiefe dunkle Augenringe schienen wie eingebrannt unter seinen Augen. Sein Gesicht war blass und seine Haltung gedrungen. „Halt an.“ „Wieso?“ „Halt an. Du brauchst dringend schlaf.“ Meinte ich bissig und sorgte mit meinem Blick dafür das er rechts ran fuhr und ausstieg. Ich kletterte im Innerraum auf den Fahrersitz und wartete bis er ebenfalls wieder eingestiegen war.

Kurz nachdem ich los gefahren war schlief er schon. Auf seinen Lippen lag ein zufriedenes lächeln, was mich ebenfalls zum lächeln brachte. Ich gab Gas und wir fuhren schneller. Ich wollte endlich in Kanada sein. Aber vorher mussten wir uns noch einen anderen wagen besorgen, aber vorerst konnte er schlafen. Es war still auf der fahrt. So konnte ich ein bisschen über mein Leben nachdenken. Eigentlich hatte es mich nicht so schlecht getroffen. Natürlich bin ich eine Massenmörderin und skrupellos. Doch gleichzeitig habe ich mein lachen wieder gefunden und einen guten Freund. Mein Herz schlug voll in meiner Brust und sorgte für eine unglaubliche Ruhe, Momentan ging es mir einfach gut.

Als wir an der Grenze ankamen, weckte ich Oskar. „Aufstehen, Schatz.“ Sagte ich lachend und schubste ihn an. Er sah wesentlich besser aus. Die Augenringe waren fast komplett verschwunden und er wirkte lebendiger. „Wir müssen uns ein anderes Auto besorgen. Sonst fallen wir auf.“ Meinte ich besorgt. Er nickte nur und auf einem Raststättenparkplatz wurden wir fündig. Ein Nissan Note. Zwar nichts besonderes aber ein Fahrbarere untersetzt. Bevor der Diebstahl überhaupt bemerkt wurde hatten wir die Grenze überschritten. Wir kamen durch die Kontrolle, doch man hielt uns nicht an. Wir waren also relativ schwer zu entdecken in der Masse. So schnell wir konnten fuhren wir durch Kanada. Oskar fuhr und ich holte mir noch eine Portion schlaf für den Abend. Als ich dieses mal aufwachte verliesen gerade die letzten Sonnenstrahlen die Erde. „Halt an, ich fahr diese Nacht, du brauchst mehr schlaf.“ Meinte ich Scharf und brachte ihn dazu mit mir zu wechseln, doch er schlief nicht ein.

„Sag mal, wie fühlst du dich eigentlich momentan, bist du glücklich?“ fragte er mich und schaute mich mit einem nicht zu deutenden Ausdruck in den Augen an. „So blöd es sich auch anhört aber ja momentan bin ich glücklich. Ich habe eine Aufgabe, kann lachen und mich entspannen. Was will man mehr, zu mal ich einen neuen Freund gefunden habe, und ich nicht alleine bin.“ Sagte ich und ein lächeln legte sich auf meine Lippen. „Und du?“ fragte ich zurück. „Naja die Frage habe ich provoziert. Eigentlich auch, wir werden zwar gejagt, aber ich hab meine Ruhe und bin nicht alleine, das Reicht mir schon.“ Flüsterte er. Dann beugte er sich zu mir und küsste mich auf die Wange, sofort nahm mein Kopf die Farbe einer Tomate an. „Du bist süß, wenn du verlegen bist.“ Meinte er lächelnd. Ich schüttelte den Kopf und rang nach Fassung. „Was sollte den das werden?“ fragte ich schließlich bissig aber lächelnd. „Mir war langweilig.“ Antwortete er und grinste übers ganze Gesicht. Ich schüttelte den Kopf. So einer. „Schlaf jetzt oder ich sorge dafür.“ Knurrte ich aber immer noch mit einem lächeln.
Der konnte einen wirklich auf die Palme bringen. „Ne ich denk nicht mal dran.“ Neckte er mich. „Hey du hast dich aber ziemlich verändert. Wo ist der überhebliche eiskalte Typ hin, denn ich so mochte.“ Ich streckte ihm die Zunge raus. „Keine Ahnung.“ Meinte er lachend. „Ich fühl mich einfach bei dir total wohl, es ist als würdest du das Eis schmelzen das sich um mein Herz gelegt hat. Aber du doch auch.“ „Ja schon. Ich fühle mich wohl so. Ich habe eine Aufgabe und musste vor allem nicht die Starke markieren, sondern kann so sein wie ich mal war. Du hättest mich vor zwei Jahren sehen sollen. Da war ich ein fröhliches und manchmal schüchternes Mädchen, aber ich war warm.“ Meinte ich und überlegte warum ich ihm das jetzt erzählte. „Das hätte ich gern gesehen.“ Meinte er lachend.

Dann schwiegen wir, es war ein angenehmes schweigen. Uns machte das nichts aus. Erst als die Atmung neben mir Ruhiger wurde bemerkte ich, dass Oskar eingeschlafen war. Den Rest der Nacht hatte ich also für mich. Ich fasste mir an die Wange, an der Stelle wo er mir einen Kuss verpasst hatte. Ich schämte mich für den Gedanken, doch mir war dieser Kuss nicht unangenehm gewesen, im Gegenteil, ich hatte ihn genossen auch wenn er nur für zwei Sekunden währte. Als die Sonne aufging tauschten wir unsere Plätze und ich schlief wieder.

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Ich weis, es ist nicht so gut geworden. Mir fällt nichts mehr ein. Ich weis noch nicht ob ich pause mach oder weiter schreib.
Naja wie immer halt,
Grins Koka