Black-Wolves
Kuss und Verfolgung
Als ich dieses Mal wach wurde, wurde ich durch etwas Warmes geweckt. Ich öffnete die Augen und erschrak. Oskar küsste mich. Sofort drückte ich ihn weg. „Was sollte denn das?“ kreischte ich. Er zuckte lässig mit den Schultern. „Ich konnte nicht widerstehen.“ Sagte er und fuhr wieder an, erst jetzt bemerkte ich, dass wir bis jetzt auf einem kleinen Parkplatz in der Pampa gestanden hatten. Ich schüttelte den Kopf. „Wo sind wir?“ fragte ich eisig und bemüht meine Fassade zu bewahren. Er seufzte. „Wir sind jetzt kurz vor der Grenze zu Alaska. Ich bin ziemlich schnell gefahren. Und es tut mir Leid.“ Meinte er beschwichtigend. Ich verdrehte die Augen und setzte mich entspannt hin. „Ich glaube wir sollten wieder tauschen.“ Meinte ich, nun etwas milder gestimmt. „Ich hatte auch schon ein paar Stunden schlaf.“ Meinte er verschmitz und lächelte mich frech an. Ich schlug ihn leicht auf den Hinterkopf. „Seit wann bist du so frech.“ Sagte ich kichernd. Meine Wut oder mein Entsetzten war verflogen. Er lachte. Es stand ihm wirklich gut, er wirkte so frei. „Du bist unglaublich.“ Meinte ich lachte mit ihm. Wir fuhren weiter und die Landschaft veränderte sich. Aus den Laubwäldern wurden Nadelwäldern, aus dem grünen Gras wurde mattes Moos. „Wie weit noch?“ fragte ich nach einer gewissen zeit quengelig. „Noch zwei tage, dann haben wir das unbeschädigte Alaskaquartier erreicht, übrigens unser Boss ist auch schon dort.“ Meinte er und lächelte.
Er konnte regelrecht aus meinem Gesicht ablesen, das ich mich fragte wo er diese Informationen her hatte. „Wir haben da unsere Mittel.“ Antwortete er amüsiert. Ich zog eine Augen braue hoch. „Unsere Mittel?“ fragte ich. „Naja, bestimmte Funksequenzen die man nicht abhören kann.“ Sagte er. Ich nickte. Zja die Mafia war eben unbesiegbar. Ich schloss die Augen und genoss die Ruhe. Ich hörte ihn atmen und dieses Geräusch hätte mich fast wieder ins Land der Träume gezogen. „Halt an, lass uns wieder tauschen. Ich bin total ausgeruht.“ Meinte ich energisch und schloss Widerrede damit aus. Also hielt er an und ich stieg aus. Ich lief um das Auto rum. Oskar stieg erst aus als ich ankam. Seine Hände legten sich an meine Hüfte. „Was soll das-“ weiter kam ich nicht, da hatte er schon seine Lippen auf meine gepresst. Vor schreck öffnete ich meinen Mund, schon drang seinen Zunge in diesen. Ich fand es angenehm, auch wenn sich alles in mir dagegen sträubte das überhaupt zu denken. Schließlich ergab ich mich, schloss die Augen und schmiegte mich an ihn. Als wir den Kuss wegen mangelnder Luft beendeten. Legte sich ein rosa Schimmer auf meine Wangen und ich schaute weg, irgendwie war mir das total peinlich. „Hey.“ Flüsterte er und drehte mein Gesicht in seine Richtung. „Das ist jetzt irgendwie peinlich.“ Sagte ich schließlich, nachdem er mir ein paar Minuten fragend ins Gesicht geschaut hatte. „Peinlich? Also so schlecht sehe ich jetzt auch nicht aus.“ Meinte er jetzt schon lachend. Automatisch lachte ich mit. Es war ein ansteckendes lachen. So wie immer bei ihm. „So und jetzt husch, husch auf den Beifahrersitz.“ Meinte ich und schubste ihn leicht.
„Willst du mich schon wieder los werden?“ fragte er leichthin. Sofort verstärkte sich der rosa Schimmer. Er lachte und umrundete das Auto und stieg ein, so wie ich. Wir fuhren wieder los. Oskar starrte mich die ganze Zeit an. „Was ist los?“ fragte ich ihn als es mir zu blöd wurde. Der rosa Schimmer war ja Gott sei Dank in der Zwischenzeit verschwunden. „Mir ist langweilig.“ Meint er und blickte weg. „Und da musst du gerade mich anschauen?!“ fragte ich gespielt empört. Er lachte. So ging es weiter. Um die Mittagszeit war alles wieder normal. Doch dann sah ich Polizei hinter uns. Ich machte mir keine Gedanken und fuhr ganz normal weiter. Sie überholten uns und hielten das Schild heraus, was uns bat rechts ran zu fahren. Misstrauisch wurde ich erst als weiter Polizei Wagen in Sichtweite kamen.
„Shit, die haben uns entdeckt.“ Fluchte Oskar. „Was soll ich machen?“ fragte ich gespannt und krallte mich praktisch an das Lenkrad. „Es bleibt uns nicht anderes übrig als Gas zu geben.“ Knurrte er. Also fuhr ich auf die linke Fahrbahn und gab Gas. Natürlich vollgten uns die Polizeiwagen, mit Sirenen und Geheul, doch wir gewannen schnell an abstand. „Die werden bestimmt eine Sperre aufgebaut haben. Blöd sind die Ja nicht.“ Knurrt er und griff nach hinten. Er holte mehrer Waffen hervor. „Hier.“ Er drückte mir eine Pistole in die Hand. Ich gab noch mehr Gas und hoffte das ich den wagen nicht überforderte, doch er machte mit und wurde schneller. Die Polizei wagen fielen noch weiter zurück. Und dann erreichten wir die Sperre. Kurz dahinter ging die erste Abzweigung ab um von dieser Autobahn runter zu kommen. „Was jetzt?“ zischte ich. „Durchfahren und schiesen.“ Kam es mir zur antwort. Ich lies die Fenster herunter. Dann packte ich die Waffe in der linken Hand fester. Ich hielt auf die Absperrungen zu. „Halten sie an, ansonsten sind wir gezwungen Gewalt anzuwenden.“ Ertönte es aus einem Lautsprecher. Für was hielten die uns, für den Kindergarten. „Gezwungen Gewalt anzuwenden“ das ich nicht lache, wir sind Mörder. „Langsamer.“ Sagte Oskar. Ich ging ein Stück vom Gas. Dann feuerte Oskar, gezielt. Natürlich feuerte die Polizei zurück, doch sie hatte keine Chance gegen uns. Dann durchbrachen wir die Absperrung. Ich gab wieder Vollgas und wir preschten davon. Es vielen noch Schüsse, doch bald verstummte das Feuer.
„Wo hin?“ fragte ich ihn sofort als er sich wieder in den Wagen zog. „Die nächste abfahrt runter, und dann brauchen wir einen neuen wagen, eine schnellen wagen, denn jetzt sind wir offenes Futter.“ Sagte Oskar. Also fuhr ich die Abfahrt hinab. Wir hatten wirklich Glück, denn auf dem Parkplatz eines Imbisses stand ein Porsche. Schnell knackten wir ihn und stiegen ein. Dann fuhren wir wieder weiter. Ich gab gas, und spürte den starken Motor unter mir. Das Auto war auch noch vollgetankt. Hatten wir so viel Glück verdient? Wir preschten über Landstraßen und fuhren viele Umwege. Oskar war voll konzentriert und lotste mich. Als es dunkel war entspannten wir uns ein wenig, wir waren noch keiner Polizei begegnet, was vielleicht auch daran lag, das wir uns wieder total verändert hatten. Kontaktlinsen raus. Perücke auf, andere Klamotten. Und wir fuhren Richtung Norden. Jeder Kluge Mensch wäre Richtung Süden nach Amerika gefahren, wo man für die nächsten tage halbwegs sicher war, aber darin lag der Hacken. So machten wir etwas anderes was sie erwarteten, obwohl Oskar davon ausging, das sie bald durchschauen würden, wohin wir fuhren. Der schlief mittlerweile Seelenruhig. Ich beneidete ihn darum, denn ich war müde, aber wir hatten es so ausgemacht, wir würden erst wieder wechseln bis ich zu müde war um zu fahren. Momentan war ich hellwach, ich war voll mit Adrenalin, das durch meine Adern raste. So kam es das ich Oskar erst in der Morgendämmerung weckte um mit ihm zu tauschen, ich war Hundemüde und sobald ich wieder saß, war ich eingeschlafen, Während Oskar fuhr.