Nie wieder!

Kapitel 3

Auf dem Planeten Xenox senkte sich nun langsam auch die letzte der vier Sonnen und der blutrote Halbmond war am dunklen Nachthimmel zu sehen. Nur noch die Wachen tummelten sich auf den Gängen des Raumschiffes, die anderen hatten sich bereits in ihre Betten begeben. Nur der kleine Saiyajin-Prinz Vegeta lag nicht in seinem Bett. Er war aufgeblieben bis er wusste, dass alle übrigen Soldaten in ihren Zimmern waren. Nun konnte seine Rache gegen den Tyrannen beginnen. Er hatte sich seinen Plan ganz genau durchdacht und war sich sicher, dass alles reibungslos ablaufen würde, sofern der Tyrann nicht früher wach werden würde. Die Wahrscheinlichkeit das genau das passierte war jedoch nicht sehr hoch, da der Ice-Jin einen sehr festen Schlaf besaß und einem bestimmten Tagesablauf nachging, welcher ihm nicht erlaubte früher aufzustehen. Einen ähnlichen Ablauf mussten auch die Soldaten über sich ergehen lassen, doch Vegeta störte dies nicht weiter, da er mehr für das Kämpfen und Töten lebte. Leise schlich Vegeta auf den dunklen Gang und die elektronische Tür hinter ihm verschloss sich mit einem kaum wahrnehmbaren Surren. Nun konnte es losgehen! Auf Zehenspitzen bewegt sich der kleine Schatten durch den Gang hinweg und machte erst ein paar Meter vor Freezers privatem Raum halt. Da Vegeta zur Eliteklasse gehörte war es ihm erlaubt in der gleichen Etage wie der Meister ein Zimmer zu beziehen und wie sich herausstellte war das auch das beste was einem passieren konnte. Denn Meister Freezer ließ seine Aggressionen lieber an den Unterklassekriegern aus, da diese meist zu nichts zu gebrauchen waren.
Vegeta begutachtete die Tür. Sie war dreifach gesichert, damit Freezer in seinem Schlaf nicht gestört werden konnte. Man brauchte ein Passwort um in den Raum zu gelangen, welches Vegeta natürlich nicht kannte. Nur Freezer selbst und seine beiden Handlanger Zarbon und Dodoria kannten dies. Die beiden bewohnten zwei Zimmer unmittelbar in der Nähe Freezers.
Vegeta betrachtete die für ihn riesige Tür genau. Wie sollte er dort nun rein kommen? Der Prinz legte die Stirn in Falten und dachte angestrengt nach. Diesen Faktor hatte er übersehen, doch ihm kam eine Idee. Freezer hatte bei der Planung jedes Raumschiffes darauf bestanden eine Belüftung für seine Räume zu bekommen und da dies immer mit Schächten in Verbindung stand hatte der Architekt diese durch die Flure legen müssen. Sie waren sehr gut gesichert und nur sehr flach an der Decke angebracht worden, doch ein ohnehin zu klein geratener Saiyajin hatte dort Platz, so vermutete Vegeta jedenfalls.
Er hob also den Kopf und suchte die Decke nach dem Belüftungsschacht ab. Durch das schwache Licht konnte Vegeta den Schacht erkennen. Sein Blick folgte diesem und machte Halt an einem kleinen Spalt an der Wand. Dort verschwand der Schacht wohl in die Kellerräume zu den Triebwerken. Der kleine Prinz grinste hämisch in sich hinein. Schnell lief er zu der Wand und inspizierte die Stelle an der der Schacht im Boden verschwand. Er kam schnell zu dem Entschluss, dass er wohl zu den Triebwerken marschieren müsste – gut, dass er als Elitekrieger zu allen Räumen des Schiffes Zugang hatte.