Nie wieder!

Kapitel 4

Ein Geräusch hatte den ansonsten so fest schlafenden Ice-Jin aus seinen Träumen gerissen. Es hatte sich angehört, als ob ein kleiner Gegenstand von einem Schrank hinunter gefallen sei, jedoch machte der kleine Gegenstand keine Anstalten liegen zu bleiben, sondern tippelte über den Boden. Freezer war sich ganz sicher, dass jemand hier in seinem Zimmer war. Aber wer könnte es wagen den Tyrannen zu stören, während dieser seinen erholsamen Schlaf genoss?
Er saß schon längst nicht mehr in seinem Bett, sondern war aufgestanden und hatte sich hinter die Tür geschlichen, um abzuwarten. Er hatte von seinem Vater einmal gelernt, dass man niemals sinnlos drauflos ballern sollte, sondern lieber auf den Feind warten solle. So hatte man das Überraschungsmoment auf seiner Seite und der Gegner war zunächst verwirrt.
Freezer verengte seine Augenlider. Seine roten Augen glühten in der Dunkelheit und sein weißer Körper schien wie ein Gespenst zu schweben. Was er jedoch dann sah, war ganz und gar kein Gespenst. Der kleine Prinz Vegeta schlich in das Schlafzimmer des Meisters und hatte bereits Energie für einen Ki-Blast in der Hand gebündelt. So schlich er zum leeren Bett hinüber und bemerkte erst den fehlenden Tyrannen, als er die Energiekugel bereits abgefeuert hatte. Verdutzt blieb er vor dem nun zerstörten Bett stehen und kratzte sich am Kopf. Hatte er sich doch im Zimmer geirrt? Völlig unmöglich! Kein anderes Zimmer im Raumschiff war so groß wie dieses und kein anderes hatte ein Doppelbett. Warum Freezer ein solches brauchte wollte Vegeta gar nicht wissen. Aber wo war denn nun der Tyrann? Die ´weiße Echse´ wie er auch gerne unter den Kriegern genannt wurde. Allerdings nur im Flüsterton, denn Freezers Augen und Ohren waren überall.
Der kleine Prinz fing an zu knurren, als Freezer hinter ihm auftauchte. Er schnappte sich wieder seinen Affenschwanz und zog ihn daran hoch. „Habe ich dir zu solchen Dingen nicht schon einmal was gesagt, Affe?!“ Augenblicklich wurde der Prinz still und starrte mit großen ängstlichen Augen zu seinem Meister hoch. „Ach. Jetzt hast du Angst ja? Was glaubst du wohl, was ich mit dir gemacht hätte wäre ich noch im Bett gelegen?! Dieses Energiechen hätte mir wahrscheinlich nicht einmal einen Kratzer verpasst und dann wäre ich richtig sauer, mein Herzchen.“ Bei dem Wort Herzchen fing Vegeta wieder an zu knurren. Er hasste es, wenn man ihn mit Verniedlichungen ansprach. „Hör auf zu Knurren! Du kannst froh sein, dass ich dich nicht hier und jetzt umbringe!“ Freezer hielt kurz inne. Er erinnerte sich an die Wette mit seinem Bruder Cooler. Augenblicklich fing er an zu grinsen und seine Augenlider verengten sich wieder zu schmalen Schlitzen aus denen die roten Augen leuchteten wieder einmal bedrohlich in der Dunkelheit. „Aber, mein Süßer, ich habe heute ein gutes Herz für dich zur Seite gelegt. Du kannst froh sein. Ich erwarte dich morgen im Punkt sechs Uhr in der früh hier in meinen Gemächern. Hast du mich verstanden?!“ Der Prinz zuckte kurz zusammen und nickte dann eilig. „Sehr schön. Jetzt darfst du gehen.“ Er warf das Bündel Richtung Tür und wartete bis der Prinz den Raum verlassen hatte. Er wusste ganz genau, was er am nächsten Tag mit ihm anstellen würde. Er würde ihn sich gefügig machen.
Doch als er den Blick von der Tür abwandte erkannte er zunächst sein erstes Ziel: Ein neues Bett. Leise knurrte er. Auf diesem Bett lag gerade noch sein Lieblingskissen aus echtem Saiyajinpelz. Er hatte einem Saiyajin die Haut abgezogen, als dieser in Form eines Riesenaffen durch die Hauptstadt Vegeta-sei´s gelatscht war. An jenem Tag war Freezer zum ersten Mal auf dem Planeten und sah auch zum ersten Mal diese Affen. Er fand das Fell schön und brachte ihn so also zur Strecke. Vorher hatte er vom König selbst erfahren, dass sie nur ihre Gestalt zurückwechseln, wenn man ihnen den Schweif abschnitt. Freezer wollte aber das ganze Fell. Also zog er dem Affen zuerst das Fell ab und brachte ihn dann um. Er hatte sich aus dem Fell eine Decke, zwei Kissen und ein paar Socken machen lassen. Socken trug er zwar nicht, aber er fand den Gedanken lustig auf Saiyajinpelz rumzulaufen. Das erste Kissen wurde von Dodoria zerstört. Er hatte es versehentlich für ein Tier gehalten und nun war auch das zweite Kissen dahin.
Freezer seufzte leise. Er war müde. Er brauchte seinen verdienten Schönheitsschlaf, sonst konnte er sich am nächsten Tag auf nichts konzentrieren. Aber er kannte die Lösung. „Zarbon!!!!“