Anders

Frei

So hier mal das erste Kapi!
Hoffe es gefällt euch!

Es heißt, dass Füchse in Menschengestalt, auch Kitsune genannt, friedliche Wesen sind.
Menschen die sie gut behandeln, werden in ewiges Glück getaucht, doch Menschen die sie schlecht behandeln, werden durch schreckliche Katastrophen sterben, so sagen es die Mythen.
Die Götter gaben ihnen besondere Gaben, doch welche, weiß keiner so genau.
Ob diese Mythen wohl stimmen?

"Wer bietet mehr für dieses Prachtexemplar?Höre ich mehr?" Schrie der Sklavenhändler.
Er hielt ein Seil in der Hand, mit dem die Hände eines Mädchens gefesselt waren.
Ängstlich sah sie in die Menge rein, die vor ihr stand, in der Hoffnung jemand würde ihr helfen.
Sie trug ein zerissenes, graues Kleid, dass ihr gerademal über die Knie reichte und eine schwarzes Band mit einem Glöckchen um den Hals.
Alle Blicke waren auf sie gerichtet.Die einen fragten sich, was sie überhaupt darstellen soll und die anderen überelgten sich, für was sie nützen würde, wenn man sie dem Sklavenhändler abkaufen würde.
Andere reagierten mit einen spöttischem Lachen und sahen vergnügt zu, wie das Mädchen versuchte sich unbemerkbar zu machen.
"Kommt schon Leute!Wer bietet mehr?" Schrie der Sklavenhändler noch mal.
Mehr Leute kamen und sahen zu.
Ihre Angst stieg und sie wurde nervöser als zuvor.
"Wozu soll diese Missgeburt denn schon nützlich sein?" Fragte einer und der Sklavenhändler kam ins Grübeln.
"Sie macht das was alle Sklaven machen!Für uns arbeiten!" Sagte er lachend und schlug mit der Peitsche, die er in der anderen Hand hielt auf das Mädchen ein.
Ein kleiner Schrei entwich ihr und sie krümmte sich auf dem Boden.
"Seht ihr?Diese Bestie ist so zahm, wie ein Lämlein!Sie gehorcht Einem aufs Wort!Lasst euch von ihrem Aussehen nicht abschrecken!" Sprach der Händler mit einem dreckigem Grinsen.
Sie saß auf den Knien und starrte den Boden an.
Ihre Augen waren feucht und jede einzelne Träne tropfte auf den kalten Boden und hinterlies einen dunkelen Fleck.
Plötzlich stieg in der Nähe Rauch.
Die Menschen drehten sich verwirrt um und sahen wie die Flammen alles niederbrannten.
Sie fingen an zu schreien und liefen weg.
Das Grinsen des Sklavenhändlers verschwand und er sah entsetzt zu, wie die Menschen flüchteten.
Das Mädchen blickte hoch und sah sich das Geschehen mit an.
Das Feuer war bereits dabei alle Häuser des kleinen Dorfes abzubrennenen.
Hektisch lies der Sklavenhändler das Seil los und lief auch weg, ohne sich umzudrehen.
Trotz der Schreie verstand sie nicht sofort was passierte.
Sie merkte, dass der Händler verschwunden war, rapelte sich schnell auf und rannte ebenso weg, wie die Dorfbewohner.
Es war eine Möglichkeit, die sich für sie noch nie gebietet hatte, es war die Möglichkeit, wieder frei zu leben.
Ein letztes Mal drehte sie sich um, sah wie der Brand alles zerstörte und verlies das Dorf.

Kaumhörbar tapste sie über den Waldboden.
Sie lies ihren Kopf hängen und ihr Glöckchen war das einzige was die Stille durchdrang.
Ihr Körper schmerzte von den Wunden der Peitschen.
Ihre Lippen waren trocken und sie sehnte sich nach einem einzigen Schluck Wasser.
Das Seil um ihre Handgelenke hatte sie abgemacht, aber man sah noch wie fest das Seil gebunden war.
Wie lange lief sie denn schon durch den Wald?Zwei Stunden oder doch zwei Tage?
Erschöpft setzte sie sich unter einen Baum und schloss die Augen.
Aufeinmal hörte sie Schritte, doch sie machte die Augen nicht auf, sie war zu müde.
Obwohl sie wusste, dass da jemand vor ihr stand, schlief sie ein...

Das wars vorerst!
Wer auf die PM-Liste will, bittte Bescheid sagen!! ;)

LG Xelaa