Fanfic: Shadow

Shadow sah ihn hoffnungsvoll an.
„Jetzt weiß ich was ich mach“, dachte Kim derweil, „Hoffentlich klappt es, es ist in Wirklichkeit zwar unmöglich, aber dies ist ein Traum, hier ist nichts unmöglich.“
Er konzentrierte sich scharf auf das, was er vorhatte und endlich spürte er, wie sich etwas in ihm veränderte, er hörte Shadows Stimme in seinem Kopf.
„Kim, was hast du getan?“
„Ich habe deine Seele in mich verpflanzt, später gebe ich dich wieder frei. Nur so kannst du zu Ken und mit ihm reden, ich bringe dich zu ihm und überlasse dir dann die Kontrolle über meinen Körper, aber du hast nicht viel Zeit, es strengt mich sehr an, dieser Seelentausch.“
„Danke Kim“, hörte er Shadows Stimme.
Kim schlug die Augen auf und stand auf, Shadows seelenlose Körperhülle lag bewegungslos auf dem Boden.
Er schenkte ihr einen kurzen Blick und konzentrierte sich dann auf Ken, er fühlte sich auf einmal sehr leicht.
Er schloß die Augen, als er sie wieder öffnete stand er vor Kens Unterkunft.
„Darin wohnt er, ich überlasse dir jetzt die Kontrolle“, Kim zog sich zurück, Shadow sah auf Kens Haus.
„Nicht übel“, sagte er und ging dann hinein, Ken saß auf dem Boden und starrte teilnamslos vor sich hin.
„Ken“, Shadow setzte sich, Ken schluchzte leise, sah aber nicht auf.
„Ken“, sagte Shadow wieder, endlich hob Ken den Kopf, der Anblick der rotgeweinten Augen schmerzte Shadow, Ken schluchzte.
„Ken, erkennst du meine Stimme?“, Shadow sah ihn abwartend an, Ken machte im nächsten Augenblick große Augen.
„Shadow“, hauchte er, Shadow nickte, Ken schluchzte auf und warf sich wimmernd um seinen Hals, wo er dann hemmungslos zu weinen begann.
Shadow streichelte beruhigend seinen Rücken.
„Scht, Scht, ist ja gut, ich bin ja wieder da mein Kleiner“, sagte Shadow leise, „Solange es mich gibt, wirst du niemals allein sein, ich bin immer bei dir, egal wo ich gerade bin, ich beschütze dich und passe auf dich auf.“
Hilflos klammerte Ken sich wie ein kleines Kind an ihn.
„Scht, hör auf zu weinen“, sagte Shadow beruhigend, „Lass dich nicht unterkriegen, ich weiß, dass es schwer ist, trotzdem darfst du die Hoffnung nie aufgeben.“
Ken nickte wimmernd, „Na also“, sagte Shadow und küsste zart seinen Nacken.
„Wir stehen das durch und dann nehm ich mir mal so richtig Zeit für dich“, Ken lächelte.
„Dann kuscheln wir mal wieder im Bett, das haben wir schon lange nichtmehr gemacht und ich bleib die ganze Nacht über da“, lächelte Shadow, Ken schmiegte sich dankbar an ihn.
„Danke“, hauchte er, Shadow küsste seinen Nacken, „Ist doch ehrensache, mein Kleiner, du bist das wichtigste auf der Welt für mich.“
„Ich wäre kaputt gegangen, wärest du nicht gekommen“, flüßterte Ken, „Jetzt hab ich wieder hoffnung und neuen Lebenswillen, du hast mir wieder geholfen, wie so oft schon.“
Shadow lächelte, „Dafür bin ich schließlich da.“
Ken schniefte und wischte sich dann die Tränen weg.
„Tschüß Ken, ich muß gehen, Kim kann nicht mehr“, Ken nickte schniefend, „Tschüß“, Shadow zog sich zurück.
Kim sah Ken an, „Danke Kim, vielen dank“, sagte Ken, Kim lächelte, „Gern geschehen, ich bring Shadow jetzt wieder zurück“, Ken nickte.
Kim verschwand und gab Shadow frei.
Der Vampir erhob sich, „Danke Kim“, Kim nickte, „War doch selbstverständlich.“

In diesem Augenblick schellte sein Wecker, er wachte auf.

In der darauffolgenden Nacht richtete Shadow sich in der Höhle schon häuslich ein.
„Wieso kann ich nicht auch auf einer Insel gelandet sein, aber nein, ich komm in so eine blöde Ebene und das wo ich den Menschen immer nur geholfen hab.....IMMER NUR GEHOLFEN HAB, DAS IST ES!“
Shadow strahlte, „Ken ich habs, ich weiß wie wir wieder zusammen können.“
Er schritt aus der Höhle hinaus, „Hoffentlich klappts, SHIVA, SHIVA, WENN DU MICH HÖREN KANNST, DANN HÖRE MICH AN!“
Eine weile später stand Shiva vor ihm, sie sah ihn ungehalten an, „Was?“, fragte sie übellaunig.
„Ich will Sie etwas fragen und zwar, wann kommt man in die Hölle und wann in den Himmel?“
Shiva sah ihn verdutzt an, „Na, die schlechten, Verbrecher, Mörder und so weiter kommen in die Hölle, hilfsbereite Menschen, gläubige und so weiter in den Himmel.“
„Tja, ich hab seit eh und jeh den Menschen geholfen, selbst als Vampir, fragen sie meine Opfer, wie die von mir denken und bevor ich Vampir wurde war ich gläubig, dass geht nun nunmal nicht mehr, ich bin kein Mörder, höchstens auf Verlangen hab ich getötet, prüfen sie es nach.“
Sie sah ihn lange an, „Hm, du siehst wirklich nicht aus wie die anderen Vampire, gut ich werde es nachprüfen ob du vielleich im Himmel besser aufgehoben wärest.“
Sie verschwand, etwas später erschien sie wieder, „Du kannst in den Himmel, bessergesagt du gehörst in den Himmel, ich habe alles nachgeprüft, das was du sagtest hat gestimmt und das, das du kein Gläubiger bist, dafür kannst du nichts, man kann das nicht von einem Vampir verlangen. Apropos Vampir“, sie legte ihm die Hand auf den Hals, die Bissnarben verschwanden, die Eckzähne schrumpften und seine Haut wechselte von bleich zu sonnengebräunt, außerdem bekam er statt schwarzer, weiße Kleidung.
„So, nun passt du zu uns“, er sah begeistert an sich herab, dann sah er sie wieder an, „Dann wäre da aber noch was, Ken. Er ist ein Engel, ich bin ein Engel, wir haben nichts verbotenes getan, nur durch einen Fehler ihrerseits bin ich auf der falschen Seite gelandet“, sie nickte, „Du hast recht, es spricht nichts gegen diese Liebe.“
Er nickte zufrieden.

Ken lag in seiner Behausung und starrte zur Decke, auf einmal hörte er lautes Flügelschlagen, jemand landete, er seufzte, einer der Engel war anscheinend da, was er auch immer wollte.
„Ken, komm raus“, hörte er eine Stimme, er erhob sich und kam seufzend heraus, er sah sich um, niemand da.
„Ja, wer ist da?“, auf einmal schlangen sich zwei Arme um ihn, „Ich mein Engelchen“, er drehte sich um.
Hinter ihm stand ein junger Mann, „Shadow“, hauchte er und mussterte den anderen eingehend.
„Shadow war ein Vampir, ich bin keiner mehr, so war ich vor dem Biss, da war ich Alexandre.“
Ken sah ihn erstaunt an, „Alexandre, viel zu lang, Alex würd gehen, aber Shadow gefällt mir trotzdem am Besten.“
Shadow lächelte, „Nenn mich wie du willst mein Engelchen, nun komm ich auch in den Himmel und du kommst mit, wir sind wieder zusammen“, Ken umarmte ihn glücklich, Shadow küsste ihn lächelnd.
Kim erschien auf einmal wie aus dem nichts, sie erzähltem ihm den Stand der Dinge, dann hieß es Abschied nehmen, Shiva holte die beiden ab.
Hand in Hand hoben sie ab und flogen hinter Shiva her.
„Siehst du, uns bekommt niemand getrennt“, lächelte Shadow, Ken nickte glücklich.
„Niemand“, er küsste Shadows Wange.