Fanfic: Mondschein Besäufnis

Untertitel: Sake mit ienem Schuss Sojasoße...

Kapitel: Rauch ist...

Mondschein Besäufnis
eine Ranma ½ ff von Sojachan

[i]Als ich ein Kind war gehörte die Welt mir. Dies war so und nichts und niemand hätte mich davon abringen können.
Alles war mein, und jeder dazu da mir Freude zu bereiten.
Mein Königreich war dass schönste, und ich als legitimer Besitzer konnte auf alles andere hinab sehen.
Als ich älter wurde schlossen sich jedoch die Türen meines Königreiches und ich wurde knall hart mit der Tatsache konfrontiert dass ich nur ein unwürdiges kleines Teil dieser Welt war.
Nicht dass es mich sonderlich schockierte…[i]

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Es Regnete.
Die Sonne hatte sich gut hinter den tristen, grauen Wolken versteckt und eine Eisige Kälte
Lies meine Gliedmaßen gefrieren.
Prüfend hauchte ich gegen meine Hände, ich hatte recht gehabt, sämtliche Nerven schienen Abgestorben, ich spürte gar nichts.
Zitternd presste ich mich näher an die Hausmauer und lies mich auf den Boden sinken.
Wenn ich wenigstens Handschuhe mitgenommen hätte…
Wärend ich leise die nächste Zigarette aus der Schachtel zog wurde der Regen stärker.
Rabiat stopfte ich sie zwischen meine Lippen und zückte mein Feuerzeug.
»Hör auch damit« hatte Ranma gesagt und mich dabei streng angeschaut.
Ich pfiff auf seine Meinung,
`Wer früher Stirbt ist länger Tod´ heißt es, und dass war doch schon erstrebenswert.
»Willst du dir wirklich die Lunge verpesten? « ermahnte er mich noch mal in Gedanken.
Ja, genau dass wollte ich, ich wollte hier sitzen, hinter dem Dōjo, an einem meiner Glimmstängel ziehen und in Frieden gelassen werden.
`Auch von dir Ranma!´

Innerlich verfluchte ich ihn weil er Recht hatte, wie so oft in letzter Zeit.
»Sei doch kein Kind mehr, denk nach, du vergiftest dich nur selbst! «
Aber warum durfte ich mich, verdammt noch mal, nicht einfach wie ein Kind benehmen:
Dummheiten machen und nicht vernünftig sein.
Ich beschloss ab jetzt Kind zu sein, ein unverantwortliches, 17 Jähriges Kind, das momentan beinah apathisch auf dem nassen Steinboden hinter dem Dōjo saß und sein 12. Zigarette in einer Stunde qualmte.
Ich nahm einen tiefen Zug.
Mit den Fingern klopfte ich auf meine halbleere Gauloises Schachtel und blies den Rauch wieder aus.
Die beruhigende Wirkung von Nikotin vernebelte leicht meine Sinne und ich legte meinen Kopf genüsslich in den Nacken.
„Willst du nicht aufhören oder tust du es nicht weil ich es dir geraten habe?“
Ohne ein Wort zu sagen nahm ich einen weiteren Zug und starrte auf meine überaus interessanten Füße.
Ranmas durchdringender Blick brannte auf meiner Haut, es war als konnte er in mir lesen wie aus einem offenen Buch.
„Hör endlich auf mit dem Mist!“ sprach die Stimme der Vernunft erneut.
Ich wollte ihn nicht sehen, ich wollte nicht mit ihm reden, ich wollte nicht dass er hier war und auch nicht dass er ging.
Ich spürte seinen Regelmäßigen Atem immer näher kommen und SCHWUPS, landete meine
Nikotinquelle auf dem Boden wo sie vom dichten Regen sofort zum Tode durch ertrinken verdammt war.
Widerwillig wand ich mich zu ihm, in seinem besorgten Gesicht konnte ich spuren von Zorn erkennen… von Angst.
„Ranma du brauchst die keine Sorgen um mich zu machen, verdammt, lass mich mein Leben, Leben!“ flüsterte ich unscheinbar.
„DEIN LEBEN? Es tut mir leid, aber auch wenn es dir nicht passt bin ich Teil von `deinem Leben´, und lasse nicht zu dass du dich selbst zerstörst… und… wer sagt dass ich mir Sorgen mache?!“
„dein Gesicht…“
Er schwieg, ich bemerkte wie sich in sein fahler Gesichtsausdruck zu einem Lächeln wandelte.
Ich zog meine gefrorenen Beine nah an meinen kalten Körper und stierte meinen Verlobten wie besessen an. „Du hast recht… aber…“ sein mattes grinsen zerfetzte meine Körperbeherrschung und ich lies den Kopf etwas zu ruckartig sinken „…wir haben einen Gewinner, mal wieder.“
Ranma nickte hastig, bevor er nach meiner Kippenschachtel griff und schon beinahe `zärtlich´, den ersten Glimmstängel zerbrach.
Zögernd tat ich es ihm gleich, ein grässlich fusseliger Acht der Zerstörung begann und endete erst als der letzten Zigarette brutal das Genick gebrochen wurde.
„Hah, es lebe das Chaos!“ sagte Ranma triumphierend „… und lässt es ab jetzt bleiben?!“
Ich nickte.
„Sicher?“ „Ganz sicher!“ mit der linken Hand wuschelte er mir liebevoll durchs Haar.
„Geh duschen, du stinkst nach Rauch!“ war das letzte was ich vernahm bevor sich mein so genannter `Retter´ wieder ins Haus begab.
Einen letzten Blick widmete ich meiner leeren Schachtel.
Er hatte ja so recht gehabt.

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