Fanfic: Sol et Scelus

Untertitel: Dämon des Lichts

Kapitel: Kapitel 29: ...und wie man wieder glücklich wird

Kapitel 29: ... und wie man wieder glücklich wird
„Äh, Teiga.... also, äh... w... w... w-w-w-w-willst du mit mir... Gucken wir uns zusammen den Sonnenuntergang an?“, fragte Sky mit ganz rotem Gesicht. Vor Schreck über diese Frage vergaß die Angesprochene irgendwie komplett, warum sie eben noch traurig war und antwortete überrascht: „Hehe, äh... hmm... also, sicher doch! Warum nicht?“
„Ach, sieh dir die beiden an! Ist das nicht süß?“, sagte Yuna zu Kenji, die aufmerksam alles beobachteten. Kenji nickte lächelnd und so leise wie möglich folgten sie dem Liebespärchen. Das war komischerweise viel spannender, als sich über den nächsten Angriff der Dämonen Gedanken zu machen.
Es lief am Anfang alles noch ziemlich verklemmt, da beide keine Ahnung hatten, wie man sich in so einer Situation verhalten sollte. Zuerst saßen sie eine Weile schweigend nebeneinander und die beiden heimlichen Beobachter warteten gespannt darauf, dass irgendwas geschah. Die konnten ja nicht die ganze Zeit da rum sitzen und sich anschweigen! Es dauerte aber sicher ungefähr eine halbe Stunde, bevor Teiga endlich sagte: „Ich mag keine Sonnenuntergänge.“
Na toll, dachte Sky. Das ist ja schon mal ein guter Anfang.
„Die haben so was... endgültiges“, fügte sie hinzu und Sky fragte sie: „Warum etwas endgültiges? Die Sonne geht doch immer wieder auf!“
Teiga antwortete: „Na ja, normalerweise schon. Nur einmal wird sie es nicht tun. Wenn Lenya es endlich geschafft und mich getötet hat. Dann seh ich die Sonne nie mehr untergehen. Ich habe echt gedacht, diesmal schafft sie es.“
Sie ließ sich nach hinten ins Gras fallen und streckte alle viere von sich. Zwar war sie immer noch traurig wegen der Vampire, die wegen ihres dummen Fehlers gestorben waren, doch man sah ihr an, wie sie diesen Abend mit Sky genoss.
Sky ging es genauso nur war er immer noch unsicher, wie er sich verhalten sollte. Teiga war eine... ziemlich schwierige Person und hatte gewissermaßen eine... gespaltene Persönlichkeit (wenn sie sich verwandelt). Wie geht man mit solchen Menschen um? Beziehungsweise Halbdämonen...
„Erzähl mir mal ein bisschen was von dir. Außer das du ein Halbdämon bist, weiß ich so gut wie nichts über dich“, meinte er und Yuna und Kenji verloren irgendwie die Lust an der ganzen Sache. Sie hatten auf einen Kuss oder so was gewartet, aber das schien hier wohl nicht mehr zu kommen.
„Etwas bestimmtes, was du wissen willst?“, fragte Teiga und Sky antwortete: „Warum gibst du dir die Schuld am Tod der Vampire?“
Jetzt hörten Kenji und Yuna doch wieder zu. Das interessierte sie nun doch wieder. Teiga versuchte sich am Anfang noch herauszureden, kam dann aber ziemlich schnell zum Punkt: „Na ja, also... weil ich meine Licht-Technik nicht einsetzen konnte. Lenya hat mir gesagt, was ich tun soll, aber... ich pack das einfach nicht.“
„Aber wenn du doch weißt was du tun musst, warum hat es dann nicht funktioniert?“, wollte Sky wissen. „Ganz einfach ich muss... starke... Gefühle für irgendwen empfinden, nur so kann ich... das packen“, erklärte Teiga und wurde gefragt: „Und.... wo ist das Problem dabei?“
Kenji und Yuna beugten sich in ihrem Versteck weiter nach vorne, um ja kein Wort zu verpassen. Das war für sie wieder eine interessante Stelle. Die beiden lagen hinter einem Busch an einer Seite des Berges, nur gut sechs Meter von Teiga und Sky entfernt.
„Ich... ich darf, nein, ich kann nichts... wirklich großartiges fühlen. Mal ein bisschen hier und da, aber mehr nicht. Ganz egal für wen, ist also nichts gegen dich“, fügte sie hinzu als sie merkte, wie Sky das deprimierte.
„Warum denn nicht? Also, wenn du ein Dämon wärst könnt ich das verstehen, ich tue mich manchmal auch schwer mit Gefühlen, aber du... du bist doch zum Teil ein Mensch.“ Teiga wusste nicht, was sie darauf erwidern sollte. Also sagte sie einfach: „Also, ich woll-“, und wurde unterbrochen, als Yuna sich plötzlich an der steilen Bergseite nicht mehr halten konnte und hinunterrollte. Sie blieb genau zwischen Teiga und Sky liegen.
„Wo kommst du überhaupt her?! Was machst du hier!“, rief Teiga wütend und wurde rot, als sie ihre Freundin sah.
Kenji kam nun auch freiwillig zu ihnen und versuchte zu erklären: „Na ja, außer ein paar Kämpfen passiert hier ja nicht viel. Wir haben uns gedacht, heute würde endlich mal was zwischen euch passieren und, na ja..., hier sind wir jetzt.“
Auch er wurde nun von seiner Schwester angeschrieen und er lief lieber schnell weg, bevor sie noch anfing, ihn zu schlagen.
„Komm zurück, ich bin noch nicht fertig mit dir!“, rief sie und rannte ihm hinterher.
Ja, dachte Sky, jetzt ist alles wieder beim alten. Kenji und Yuna müssen uns nachspionieren, Teiga flippt wieder mal total aus und ich werd hier einfach stehen gelassen. Es ist zwar nicht der romantische Abend geworden, wie ich es mir gewünscht hatte, aber... Teiga kann wieder lachen. Und das ist alles, was zählt.

:;:;:;:;:;:; Juchhu! Mein drittes Kapi, das ich heute, an einem Tag gemacht habe! Ich hab zu viel Freizeit... Egal, dafür mach ich jetzt erst mal eine ganze Woche Pause. War nur ein Witz. Geht natürlich gleich morgen weiter... vielleicht.:;:;:;::;: