Fanfic: Sol et Scelus
Kapitel: Kapitel 30: War das jetzt `ne Anmache?
Kapitel 30: War das jetzt `ne Anmache?
„So! Ich finde, wir sollten uns diesmal ERNSTHAFT Gedanken darüber machen, wie wir Lenya besiegen können. Ihre Krieger werden immer stärker und so langsam läuft uns die Zeit davon...“, meinte Yuna zu ihren drei Begleitern, die ihr allerdings überhaupt nicht zuhörten.
Sky war noch immer deprimiert wegen dem gestrigen Abend, Teiga war deswegen verwirrt und Kenji war noch immer am Schlafen.
Die sind manchmal so nutzlos, dachte Yuna verzweifelt.
Die Gruppe war immer noch bei den Vampiren und schlug dort die Zeit tot. Da Yuna von ihren Freunden wohl keine Hilfe erwarten konnte, überlegte sie sich selbst eine Strategie, die Dämonen zu vernichten: „Wir sollten so schnell wie möglich mit unserer gesamten Armee angreifen, mit Menschen und Vampiren, bevor Lenya noch bessere Leute auftreibt. Mal überlegen, wir haben so ungefähr... dreihundert Menschen zur Verfügung?“, fragte sie an Alex gewandt, der auch bei ihnen saß. Er war eigentlich nur wegen Teiga weiter bei den Vampiren geblieben, die ihn immer noch verspeisen wollten. „Nein, leider nicht. Hatten wir mal, aber wir haben bestimmt schon hundert verloren. Leilani und ihre Leute haben so viele Krankheiten in unsere Stadt gebracht, dass uns jetzt täglich mindestens zehn Leute wegsterben“, erwiderte der enttäuscht.
Yuna begann zu rechen: „Hmm... dann sollten wir möglichst bald angreifen. Mal nachzählen: Wir haben 250... nein, 200... äh, okay, ein PAAR Menschen. Dazu noch ungefähr sechs oder sieben Vampire, die überlebt haben. Ein paar Leute und sechs machen insgesamt...?“
„Ich weiß nicht. Ein bisschen?“, fragte Teiga verwirrt, die gerade aus ihren Tagträumen geschreckt und von der Frage leicht überfordert war.
„Idiot“, antwortete Yuna knapp und verließ ohne ein weiteres Wort die Höhle. „Mann, die ist aber mies drauf. Ich finde, einer von uns sollte mal mit ihr reden“, schlug Sky vor und Teiga erwiderte: „Ja. Und ich weiß auch schon genau, wer von uns das übernehmen sollte!“ Sie lächelte und deutete sichtlich amüsiert auf ihren schlafenden Bruder.
Wie soll man es denn mit denen aushalten, fragte sich Yuna wütend. Alles was die tun ist fressen und schlafen. Zwischendurch blamieren sie sich auch noch öffentlich. Verstehen die denn nicht, wie wichtig es ist, Lenya zu besiegen? Vielleicht hätte ich doch besser zu den Dämonen gehen sollen... Die haben wenigstens nicht so einen Scheiß gemacht.
Nein, ich kann nicht mehr zurück. Lenya würde mich sofort töten, wenn sie mich wiedertrifft. Hmm... aber sie wird uns doch eigentlich sowieso alle töten. Teiga wird niemals in der Lage sein, ihre Mutter zu stoppen. Wir könnten genauso gut gleich aufgeben. Da ist kein wirklicher Unterschied... Verdammt! Ich kann es einfach nicht fassen, das meine einzige Hoffnung diese... diese...
„Alles okay mit dir?“, fragte Kenji verschlafen und gähnte laut. Mit den Worten `Mit Yuna stimmt was nicht` hatte seine Schwester ihn aufgeweckt und aus der Höhle geschmissen. Er gab sich große Mühe, nicht sofort wieder im Stehen einzuschlafen.
Yuna war ziemlich überrascht, als er plötzlich hinter ihr stand und nuschelte: „Ähm, ja sicher... mit mir ist nichts... es ist nur...“
„Es ist nur was?“, hakte er blitzschnell nach und sie bereute schon, überhaupt geantwortet zu haben. Na ja, jetzt wo er schon mal hier war, konnte sie ihm auch gleich erzählen, was sie so an der Gruppe nervte. „...Ist Teiga eigentlich immer so? Ich meine, sie gibt sich irgendwie gar keine Mühe, Lenya aufzuhalten: Sie sitzt einfach nur rum und benimmt sich wie eine Dreijährige! Hältst du es wirklich für richtig, ihr das Leben so vieler Menschen anzuvertrauen?“, begann sie und Kenji musste innerlich lachen. Genau dieselbe Frage stellte er sich auch jeden Tag. Er überlegte eine Weile, wie er antworten sollte, dann: „Hmm, das ist nicht richtig. Okay, teilweise schon aber... sie gibt sich große Mühe. Ich kenne sie schon sehr lange und ich weiß, wie sehr es sie verletzt, wenn sie jemanden sterben sieht. Sie... versucht das zu verstecken, hinter dieser kindischen Fassade. So ist es für sie einfacher. So muss sie ihre Gefühle nicht zeigen und von jedem bemitleidet werden.“
„Das glaub ich dir nicht. Teiga denkt nicht so viel“, erwiderte Yuna ungläubig. Sie betrachtete Teiga immer sehr gern als ein nerviges Anhängsel, das ein wenig Kämpfen kann. Sie glaubte nicht, dass es diesem Halbdämon wirklich wichtig war, wer und ob jemand stirbt.
„Es ist aber so. Sie ist eben zum Teil doch ein Mensch und ist ziemlich sentimental, auch wenn man ihr das nicht ansieht. Kannst du dir das vorstellen?“, meinte Kenji und Yuna fragte überrascht: „Was vorstellen?“
„Immer deine Gefühle zu verstecken, überhaupt niemals etwas zu empfinden?“, fuhr Kenji fort.
Nach kurzer Zeit bekam er die Antwort: „Nein. Das braucht man doch. Hin und wieder seine Gefühle zeigen und getröstet werden...“
Eine zeitlang saßen sie noch schweigend da und blickten sich gegenseitig in die Augen. Nach wenigen Minuten wurde das Yuna aber zu langweilig und sie ließ sich zur Seite fallen... direkt in Kenji`s Arme.
„Wa-wa-wa-wa-wa-wa-wa-wa-was machst du da?!“, reagierte der überrascht und versuchte sie wegzuschieben. „Ach, lass mich doch.“, antwortete Yuna und kuschelte sich an ihn...
„Was machen die denn da so lange?!“, rief Teiga wütend und war kurz davor hinauszustürmen und ihre beiden Freunde endlich wieder reinzuholen. „Hey, du solltest deinem Bruder etwas mehr vertrauen, findest du nicht? Außerdem sind sie ja auch erst... zehn Minuten draußen“, versuchte Sky sie zu beruhigen. Doch Teiga wollte sich nicht beruhigen lassen. „Ich hatte vor von hier zu verschwinden, nachdem wir Yuna ein bisschen aufgebaut haben. Sie hat ja schon irgendwie recht, wir müssen so bald wie möglich gegen Lenya kämpfen. Also erst mal zurück in die Stadt, alle unsere Krieger sammeln und einen Dämon auftreiben, den wir über Lenya`s Versteck ausfragen. Ich hab auch nicht ewig Zeit!“, antwortete sie enttäuscht. Sky zuckte mit den Schultern und schlug vor: „Hmm, wenn du willst, könnten wir ja schon mal mit Alex und den Vampiren vorgehen. Die kommen schon irgendwann nach.“ Teiga gefiel diese Idee und sagte den Vampiren, sie sollten sich auf eine etwas längere Reise vorbereiten.
„Weißt du wo die hingehen?“, fragte Kenji Yuna, die sich immer noch an ihn kuschelte und sich friedlich zusammengerollt hatte. „Sollten wir da nicht hinterher?“, fügte er hinzu. Als Yuna die Augen wieder öffnete, deutete er auf eine Gruppe Vampire in der Nähe der Höhle, die von Teiga und Sky angeführt wurde.
Fünf Minuten später liefen die beiden mit den Armen winkend und laut schreiend hinter der Gruppe hinter her.
:;:;:; Bei diesem Kapi hab ich mir mal wieder gedacht: Hey, ich hab ja noch ein zweites Liebespaar! Da muss man sich ja auch drum kümmern...
Jetztr die Widmung: Dieses Kapi widme ich... mir selbst! Nein, war nur Spaß, beruhigt euch wieder. Na ja, es gibt einige Leute (die sich meine Freunde schimpfen), die mir tatsächlich eine Widmung für mich selbst zutrauen! Mit denen muss ich erstmal ein ernstes Wort reden...:;:;:;