Fanfic: Blutrot
Schulter geklopft hätte.
„Ich dachte wir wollten etwas weniger auffallend sein!“ meinte Yume.
„Ach komm! Chris wollte sich auch mal etwas gönnen!“ lachte Mitori, schnappte sich ihren Koffer und hüpfte gut gelaunt, auf das Haus zu.
Kopfschüttelnd nahmen sich auch Yume und Jain ihre Koffer und folgten Mitori. Christina wies die Möbelpacker an, die Möbel einfach ins Haus zu stellen, und folgte den Anderen dann auch.
Von Innen war das Haus noch gewaltiger, als es von Außen erschien. Cremefarbene Tapeten zierten die Flurwände. Das Haus wirkte noch ziemlich leer, so ohne jegliche Möbel, doch das sollte sich bald ändern. Schließlich würden hier bald vier ziemlich unterschiedliche Frauen wohnen und das konnte heiter werden. Der erste Streit kam schon auf, als sie diskutierten welche Farbe, denn die Tapeten für das Wohnzimmer haben sollten.
„Ich möchte gelb!“ flötete Mitori fröhlich.
„Ich will aber lieber mittelblau!“ warf Yume ein.
„Mir ist Orange lieber!“ meinte Christina.
„Ich halt mich daraus!“ meinte Jain und wandte sich ab. „Mein Zimmer hat schon die Farbe die es haben soll und fertig!“
Mit diesen Worten verschwand Jain auf ihrem Zimmer.
Wie durch Zufall, hatten die Tapeten die richtige Farbe. Jain hätte das Zimmer sonst sowieso in schwarz streichen lassen, doch es war schon schwarz, somit hatte sich das erledigt. Es war vollkommen leer. Nicht mal ein Bett stand hier, doch es war ja noch sehr früh am Morgen und so begann Jain gleich damit ihr Zimmer einzurichten. Damit hatte sie Erfahrung. Sie war schließlich schon in so vielen Heimen gewesen und hatte immer darauf bestanden ihre Möbel mitzunehmen. Jain seufzte leise, als sie zum fünften Mal versuchte den auseinander gebauten, großen Kieferholzschrank zusammenzubauen. Es wollte einfach nicht halten. //Gleich kleb ich alles zusammen!// dachte sie missmutig und sah sich noch einmal genau alle Einzelteile an.
~In der Küche~
Ein vollkommen genervtes `MAN` ließ Yume, die schon seit etwas einer halben Stunde wieder in der Küche saß und Zeitung las, zusammenzucken. //Jain hört sich irgendwie genervt an// lachte sie bei sich.
Und siehe da… Zehn Minuten später stapfte Jain auch schon, mit hochrotem Kopf, die Treppe hinunter.
„Was ist passiert?“ fragte Yume beiläufig.
„Ich krieg meinen Schrank nicht aufgebaut!“ brummte Jain.
Yume grinste und entlockte Jain damit einen mörderischen Blick.
„Findest du nicht auch, dass der Garten leer aussieht?“ fragte sie dann um das Thema zu wechseln.
„Stimmt schon. Aber wir sollten erst mal hier im Haus alles Aufbauen!“ bemerkte Yume.
Jain seufzte tief und meinte dann nur noch:
„Um hier schnell fertig zu werden, brauchen wir mindestens noch vierhundert Leute mehr! Wir haben so viel dabei, dass kann man gar nicht schnell aufbauen! Und ich hab die blöde Bauanleitung zu Hause gelassen!“
Fluchend verließ sie die, baldige, Küche.
~Währenddessen nebenan~
„Seht mal! Das zieht jemand ein!“ meinte Omi Tsukiyono und drückte sich zum vierten Mal an diesem Tag, die Nase an der Fensterscheibe platt.
„Das Fenster kann nichts dafür, dass du nicht weißt wer!“ bemerkte Ken Hidaka grinsend.
„Ich weiß!“ seufzte Omi „Man! Ich will wissen wer da einzieht!“
Wieder ein Blick aus dem Fenster, doch alles was man sah, waren diverse Menschen, die quer durch das Haus flitzten.
„Geh doch rüber und guck nach!“ meinte Ken schulterzuckend.
„Was, bitte?! Das fällt dann auch total nicht auf!“
„Du wolltest es doch unbedingt wissen!“ grinste Ken und warf auch Mal einen Blick nach draußen.
Vier riesige Möbelwagen standen, vor dem Zaun, der das Haus umschloss.
„Du wirst es nie rausfinden, wenn du nicht nachschauen gehst!“ meinte er daraufhin.
„Hey! Sieh mal, da kommt wer raus!“
Omi deutete auf die Eingangstür, die sich gerade öffnete.
~Wieder bei Jain~
Als Jain es schließlich doch geschafft hatte, diesen total blöden Schrank, zum stehen und zum halten zu bringen, sodass sie auch endlich ihre Sachen hineinräumen konnte, beschlossen Yume und sie, mal die Gegend unsicher zu machen.
Es war eher Yume gewesen, die Jain dazu gedrängt hatte mitzukommen. Mit zu Sätzen wie: `Und was ist wenn mich jemand blöde anmacht?`
Und dann, zu allem Überfluss noch dieser dreiste `Bitte-Bitte` Blick. Doch Yume konnte es beinahe so gut wie Mitori und so war Jain schnell umgestimmt.
Jain konnte nur den Kopf schütteln, als Yume sich über ihren kleinen Erfolg freuend, die Schuhe anzog und nach draußen hüpfte. Gelangweilt folgte Jain ihrer Freundin, die ihr schon ein bisschen peinlich wurde. Wie sie da so durch das Tor hüpfte und rumsprang, als wäre sie ein Känguru. //Wenn mich einer fragt… die kenn ich nicht!// dachte Jain sich und folgte Yume in gebbürtigen Abstand. Doch das mit dem `die kenn ich nicht` wurde nichts, da Yume Jain ununterbrochen zutextete.
Dabei hatte sie gerade erst den Vorgarten verlassen und sich entschloss nach links zu gehen. Vorbei an einem Blumenladen, der, komischer Weise, voll mit Schulmädchen war, die nicht den Anschein machten, etwas kaufen zu wollen. //Die Armen!// dachte Jain etwas mitleidig, als sie die beiden schuftenden Verkäufer sah. Sie grinste jedoch dabei.
„Komm schon Jain!“ meinte Yume plötzlich und zog ihre Freundin weiter „Und hör auf die Jungs anzusabbern!“
„Das hab ich gehört!“ fuhr Jain Yume an und riss sich los „Ich sabber niemanden an!“
Yume lächelte.
„Warum gleich so heftig?“
Yumes Lächeln wurde zu einem zierenden Grinsen. Genervt schüttelte Jain den Kopf. Über so was wollte sie sich nun wirklich nicht unterhalten.
So schlenderten die Beiden eine ganze Zeit lang, nebeneinander her. Eher schweigend. Das jedoch nur von Seiten Jains, denn Yume sprach ununterbrochen. //Womit kann ich ihr nur den Mund stopfen?// dachte Jain immer wieder.
Gelangweilt lief sie neben ihrer Freundin her, ohne dieser auch nur ein bisschen zuzuhören, als sie plötzlich ein seltsames Gefühl hatte. Sie wurden verfolgt, das spürte sie ganz genau. Sie waren mittlerweile schon im Park angekommen. Bäume, Büsche und Gras überall. Jain hielt an und sah sich genau um. Hier war irgendwas.
„Jain! Was ist denn?“ fragte Yume, die erst nach ein paar Schritten bemerkt hatte, dass Jain ihr nicht folgte.
Noch einmal blickte Jain sich um, doch sie sagte dann:
„Nichts schon gut!“
Sie drehte sich zu Yume um und ging mit schnellen Schritten auf sie zu. Yume zuckte mit den Schultern und schlenderten aus dem Park heraus.
„Sag mal, Jain. Was hattest du gerade?“ fragte Yume nach einiger Zeit.
Sie sah Jain nicht an, sondern blickte zu Boden.
„Nichts Besonderes. Ich hatte nur so ein seltsames Gefühl!“ meinte Jain.
Yume beschloss nicht weiter nachzufragen. Jain würde wohl ihre Gründe haben.
~Wieder zu Hause~
„Wir sind wieder da!“ rief Yume durchs Haus, kaum dass die Beiden es betreten hatten. Die Antwort darauf war ein `Hm`, das aus dem Wohnzimmer kam und ein `Hallo`, das ebenfalls von dort kam.
„Wo wart ihr überhaupt?“ fragte Christina, als Yume und Jain das Zimmer betraten.
„Och! Wir haben uns die Gegend angesehen!“ meinte Yume „Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viel es hier gibt!“
Ihre Augen begannen zu leuchten und sie erzählte direkt los. Niemand hörte wie sich Jain schließlich verabschiedete und auf ihrem Zimmer verschwand. Es war noch früh, doch im Winter wurde es ziemlich früh dunkel, sowie jetzt. In ihrem Zimmer angekommen, warf Jain direkt einen Blick auf ihren Funkwecker. 21:00 Uhr, stand dort in grellgrünen Ziffern. Seufzend setzte Jain sich auf ihr Bett. Was für ein Tag. Wenigstens würde jetzt alles wieder normal sein. Normale Tage, normale Schule, normale Aufträge… Moment Aufträge? Jain sah erschrocken auf und stürzte aus ihrem Zimmer.
„Chris? Chris?“ rief sie schon, ehe sie überhaupt unten war.
„Was denn?!“
Christina hörte sie wirklich genervt an.
„Haben wir schon einen Auftrag?“
Jain betete, dass es nicht so war. Sie hatte keine Lust heute schon irgendwen abzuknallen.
„Oh… das habe ich ja vollkommen vergessen! Ja haben wir. Ist so ein komischer Firmenboss!“ meinte Chris kühl und stand auf „Hier!“
Sie schaltete den Laptop ein und zeigte den drei Anderen die E-Mail, die sie letzte Nacht bekommen hatte.
„Muss das sein?“ nörgelte Mitori. „Ich hab überhaupt keine Lust, heute schon einen Auftrag anzunehmen!“
Sofort wurde sie von Christina mit einem vielsagenden Blick gestraft.
„So was können wir uns nun mal nicht aussuchen!“ meinte sie und schaltete den kleinen Computer wieder aus.
Das musste Mitori wohl oder übel einsehen. Ändern konnte sie sowieso nichts mehr.
„Dann lasst uns für heute schlafen gehen, damit wir nachher ausgeschlafen sind!“ meinte Christina und verschwand in ihrem Zimmer.
Yume, Mitori und Jain blieben noch einige Momente stehen, doch sie gingen dann schweigend auf die Zimmer.
Jain schloss leise die Tür hinter sich und ging dann in das Badezimmer, dessen Tür sich neben ihrem Kleiderschrank befand. Sie wusch sich das Gesicht und blickt in ihr Spiegelbild, das seltsam aussah. Sie war müde. Richtig müde. Die tiefen Ränder unter ihren Augen, verrieten wie wenig sie doch in den letzten Tagen geschlafen hatte.
Wieder seufzte Jain, so wie sie es oft tat. Das seltsame Gefühl vom frühen Abend beschlich sie wieder. Das Gefühl verfolgt zu werden. Nachdem Jain sich bettfertig gemacht hatte, verließ sie das Bad und warf einen misstrauischen Blick aus dem Fenster. //Da ist nichts!// dachte sie und wandte sich zum Bett um. Langsam schlug sie die Decke zurück und ließ sich auf das Bett fallen. Der morgige Tag würde wohl nicht weniger anstrengend werden, als der heutige. Müde drehte Jain sich auf die Seite und schlief schließlich ein.
So was soll cih sagen? ganz schön lang ne? *lol* also für meine verhältnisse voll