Fanfic: Blutmond (überarbeitet)

ihn. Er hatte vor Integra schon gebettelt, dass er einen neuen Sarg bekommt, aber die war natürlich zu geizig für so was. Obwohl das Teil mittlerweile zu klein war.
Seit seinem Kampf mit Incognito war der gute noch nen Kopf größer, nur Gott wusste warum, und konnte somit nicht mehr ausgestreckt in dem Ding liegen.
Dämliche Integra…er verfluchte sie innerlich und doch war es seine Herrin, die er beschützen wollte und das obwohl sie immer so eisig zu ihm war, ihn behandelte wie einen Schoßhund. Er hatte ja nichts dagegen, dass sie ihn nicht jedes Mal umarmte wenn sie sich sahen, aber so was wie Freundschaft wäre doch nicht zu viel verlangt…
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, denn sein Gast schmiegte sich auf einmal an ihn.
Er versuchte ihn weg zuschieben, aber das misslang. Der Körper des Kleinen war genauso kalt wie sein eigener. Irgendwie fand er ihn faszinierend und strich hauchzart noch einmal die feinen schwingen nach. Sie fühlten sich an wie altes Leder und trotz den Pechschwarzen Häuten sah man die feinen Blutgefäße durchscheinen. Der kleine schlief selig und obwohl Alucard von der Nähe genervt war, ließ er ihn. Er wollte auch schlafen und war kurze Zeit später in der erholsamen Dunkelheit eines tiefen Schlafes.
Drake erwachte am nächsten Morgen alleine und er wusste nicht wo er war. Auf jeden Fall war der Schmerz in seiner Hüfte nicht mehr ganz so stechend.
Er richtete sich langsam auf und verzog wegen der wunde kurz das Gesicht. Er sah sich um, ein spärlich eingerichtetes Zimmer und nur ein Tisch auf dem eine Konserve stand. Hunger hatte er, aber wussten seine Wohltäter, was er war, wo er es selber nicht mal genau wusste?
Ohne zu zögern nahm er sein Frühstück und trank es in einem Zug leer. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er in einem Sarg saß. Er quietschte erschrocken und hüpfte hinaus. Und da bemerkte er auch, dass er bis auf seine Shorts nicht mehr anhatte und lief rot an. Wo zur Hölle waren seine Klamotten, man konnte so ein Monster wie ihn doch hier nicht halbnackt rum rennen lassen. Deprimiert starrte er seine Füße an oder das was von ihnen übrig war. Es war nicht mehr seiner sondern ein, mit drei Klauen besetztes, Ding. Womit hatte er das verdient? Er wäre lieber gestorben statt zu so einem Ding zu werden. Einem geflügelten Monster das von jedem verabscheut wurde. Er hatte immer gehört das Vampire schön waren aber er nicht. Er war eben ein Freak und fand sich mit dem Schicksal ab.
Er wollte nur hier weg. Er hatte keine Lust wieder auf irgendeinem OP-Tisch als Laborratte festgehalten zu werden.
Zögerlich öffnete er die schwere Stahltür. Das Quietschen ließ ihn zusammenzucken und er dachte, dass man das garantiert überall gehört hatte.
Also musste er sich beeilen, nachdem er was zum Anziehen gefunden hatte
Immer den dunklen, muffigen, feuchten und Gang entlang schleichend hielt er Ausschau nach eventuellen Wachen.
Er sah niemanden, auch nicht, als er die Steintreppe hinauf lief und auf einmal in einer großen Empfangshalle stand. Total verdutzt sah er sich um. Er lief in einen der Gänge herein. //Mein Gott hier verläuft man sich ja// dachte er sich. Dann hörte er eine Person, die auf ihn zukam.
Panisch sah er sich um, konnte aber nichts entdecken, um sich zu verstecken. Mit aller Kraft, die wieder in seinen Beinen war, sprang er an die Decke und krallte sich dort mit seinen Klauen in die Betondecke und drückte sich, so eng wie es ging, an sie, um nicht entdeckt zu werden. Jedoch überwog die Neugier und er musterte die Person.
Eine Frau mit weißblonden Haaren und eisblauen Augen, die sich hinter einer Brille verbargen, lief durch den Gang. Dieser eiskalte Blick machte ihm Angst. Durch die Verletzung geschwächt, konnte er sich nicht lange an der Decke halten und purzelte samt einigen kleinen Betonkrümeln direkt vor Integras Füße. Er rieb sich den Hintern und blinzelte dann die Frau unsicher an. Dieser Blick machte einem wirklich Angst, denn aus der Nähe sah er noch Furcht einflössender aus. Unsicher ließ er den Blick sinken, während Integra ihn musterte. Er hasste es, so angesehen zu werden.
„Mitkommen!!!“ Das waren das einzige Wort, das sie sagte und Drake wagte es nicht, dieser Stimme zu widersprechen. Unbeholfen schlich er ihr hinterher in ihr großes Büro. Sie deutete ihm an, sich zu setzten und schob ihm einen kleinen Hocker zu. Dann setzte sie sich in ihren Bürosessel, trank einen Schluck Kaffe, zündete sich eine Zigarre an und atmete tief durch.
„Was zur Hölle bist du…und was willst du hier“
„I…Ich „
„Kannst du nicht reden oder was?“ Integra blies ihm den Rauch ins Gesicht
„Ich hab keine Ahnung was ich hier soll….ich bin einfach hier aufgewacht“ Er stammelte vor sich hin und hustete wegen dem Rauch
„Und das soll ich glauben? Dann lass mal hören, was du bist“
„Was ich bin? Das wüsste ich selber gerne, aber ich bin erst seit ein paar Wochen so“
Unsicher musterte er den edlen Teppich auf dem Boden.
„Na dann lass mal hören Kleiner“ sagte sie schon fast beiläufig, während sie begann auf ihrem Laptop herumzuhacken.
Und er fing an zu erzählen: