Fanfic: Sag mir, warum du mich leiden sehen willst

dem hintersten Raum. Noch zwei Minuten und er würde sie zur Rede stellen. Langsam legte er die Hand auf den Knauf, wobei die Geräusche von innen immer lauter wurden. Eins, zwei, drei….
Seto blieb der Atem stehen. Was er da sah, ließ seine Eingeweide zerreisen und ihm wurde übel. Vor ihm war ein großes, blutrotes Bett zu sehen, auf dem Chikaja lag und der Mensch, dem er am meisten vertraute.
„Seto, es ist nicht so wie du denkst!“, sprach Mokuba aus und drückte sich die Decke an den Unterleib. Chikaja war starr vor Schreck und drückte sich noch mehr in die Kissen.
„Du verstehst nicht!“
Seto riss der Geduldsfaden. Noch nie war er so enttäuscht worden. Mit schnellen Schritten war er bei seinem Bruder angelangt und hob diesen an der Gurgel hoch. Mokuba krächzte und Chikaja nahm ängstlich eine Hand vor den Mund. So wütend hatte sie den Braunhaarigen noch nie gesehen.
„DU MISTGEBURT!“, schrie Seto seinem Bruder entgegen und warf ihn gegen die Wand. Mokuba erzitterte, doch Seto nahm ihn wieder. Der Wunsch einen Mann umzubringen war nie stärker in ihm gewesen. Einen Anderen als ihn leiden zu sehen. Sein eigener Bruder hatte ihm mit dieser Aktion unweigerlich klar gemacht, dass er nur bei ihm geblieben war, da Seto Geld hatte. Geld, um das zu schaffen, was Mokuba wohl niemals erreichen würde. Mit aller Kraft schleppte er seinen Verwandten an den Haaren nach draußen und schmiss ihn in den Innenhof.
„Verschwinde.“
Er bemerkte wie ein Stich sein Herz durchfuhr, als er seinen Bruder dort liegen sah. Dieser rieb sich den Kopf und starrte auf ihn hinauf. Als könne er nicht glauben, was er da grad gehört hatte. (Kein Wunder, Seto konnte es ja selbst kaum glauben.) Nun war Chikaja dran. Die Blondine hatte sich schnell angezogen und tippte wie wild auf ein Telefon. Auf dem Display erkannte Seto die Nummer der Polizei. Als sie ihn bemerkte, trat sie einen Schritt zurück und blickte ängstlich auf den Geschäftsmann. Sie ließ das Telefon sinken und biss sich auf die Oberlippe.
„Pack deine Sachen und hau ab.“, sagte Seto mit ernster Stimme und verließ den Raum.
In seinem Büro angekommen, verriegelte er die Tür. Tränen flossen unentwegt über seine Wangen und Leere trat in seine Augen. Wie sehr er sich doch Liebe gewünscht hatte, doch anscheinend gab es keinen, der sie ihm geben konnte. Nicht einmal Mokuba. Er fühlte sich allein, so allein wie er sich nie in seinem Leben gefühlt hatte. Mit letzter Kraft zog er sein Oberteil aus und warf es achtlos in eine Ecke. Sein Blick fiel auf das 5 Meter entfernte Messer. Langsam zog er es in seine Hand, prüfte den Griff und ließ es seine Brust zerfleischen. Blut spritzte durch den Raum, als eine große rote Schnittwunde auf seinem Oberkörper erschien und mit jeder Bewegung des Messers tiefer und schmerzhafter wurde. Ein Schrei durchdrang das Büro. Seto keuchte. Sein Körper pulsierte. Er strich mit einer Hand die Wunde entlang, bis seine Handfläche voller Blut war.
Was ist so anders an meinem Blut, das man mich so leiden lässt? Ich will es nicht mehr! Soll ich etwa den Rest meines Lebens zusehen, wie ich verlassen werde?
In diesem Moment klopfte es an der Ebenholztür. Ohne darauf zu achten, wartete Seto, bis der Jenige eintrat. Ein Mann mit einem grauen Bart schob zunächst seinen Kopf hindurch, bis ein schriller Schrei zu hören war und es Seto schwarz vor Augen wurde.

Wie an diesen zwei Tagen hatte es auch heute Nacht wieder geregnet. Stumm stand Seto in seinem Innenhof und ließ jeden Tropfen auf sich nieder kommen. Er besah sich den Flur, in dem Chikaja gewohnt hatte und seufzte. Es hatte lange Zeit gedauert, bis er Mokuba verzieh. Obwohl immer noch ein Stück des damals Empfundenen in ihm war, fand Seto sich damit ab, dass Frauen ihm kein Glück brachten. Dies würde auch eine Satorishi nicht ändern. Eine Kältewelle rauschte seinen Körper hinab und er wendete seinen Blick gen Himmel. Sein Hemd klebte förmlich an seiner Haut und seine feinen Strähnen fielen ihm tropfend ins Gesicht.
Christin. Auch wenn du es versuchen wirst, ich lasse nicht zu, dass du mich gewinnst. Du bist wie Chikaja und Ayane. Eine Frau, die mich wieder im Stich lassen wird und mich leiden lässt. Nie wieder! Eher wirst du leiden. Dafür werde ich sorgen….

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So, das war´s. Das vierte Kapi. Und es ging fast nur um Seto "drop". Na ja, das wird sich aber noch ändern. Hoffe es hat euch gefallen und ihr seht mal bei den Kommis vorbei "ganz lieb guck"

lg, Ashley