One Piece - One Shots on air ^^

One Piece - Begegnung der unglaublichen Art

Oh Gott, ich bin so aufgeregt! Deria nuckelte am Strohhalm ihres Crush-Eis’. Seit sie diesem Typen begegnet war, war nichts mehr wie vorher. Es war zwei Wochen her. Damals war sie gerade auf dem Weg ins „Peach Surround“ gewesen, dem Stammcafé ihrer Clique. Und plötzlich war er gekommen. Na ja, eigentlich war er an ihr vorbei gegangen. Doch dann hatte er sich umgedreht, sie angesehen und gelächelt. Er hatte sich extra wegen ihr noch einmal umgedreht. Wegen ihr! Seitdem war er ihr nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Deria lächelte verträumt vor sich hin. Er war ein absoluter Traumtyp, das war sicher. Groß, muskulös, kurze Haare, wunderschöne grüne Augen und ein Lächeln, bei dem selbst die Polkappen schmelzen würden. Sie seufzte leise auf. Sie schätzte ihn auf 27, vielleicht auch 28 Jahre, nicht älter. Bestimmt war er Student, zumindest wirkte er so. Sie überlegte. Er war ziemlich leger gekleidet gewesen. Jeans, weißes Hemd und eine beigefarbene Jacke darüber. Auf jeden Fall war er Student! Oder?

„Wir wollen Beweise!“ Ihre Freundinnen hatten ihr nicht geglaubt. Als Beweis sollte sie ein Foto von diesem Typen machen. Als ob das so einfach wäre. „Hey, du. Kann ich dich mal fotografieren? Meine Freundinnen wollen mir nicht glauben, dass es dich wirklich gibt.“ So ein Mist! Wie sollte sie ihn nur ansprechen? Geschweige denn ein Foto von ihm machen?
Die Türglocke ging. Deria schreckte aus ihren Träumen auf und drehte sich um. Erleichtert atmete sie auf. Nur irgendein Gast. Sie blickte aus dem Fenster. Plötzlich stockte ihr der Atem. DA! Da war er! Er ging gerade am Café vorbei. Schnell schob sie ihren Stuhl zurück und rannte hinaus. Doch ihr Traumtyp war verschwunden. „Suchst du was?“ Erschrocken drehte sie sich um. Und da stand er. Lächelte sie an. Wie damals. Ihre Knie wurden weich wie Butter. „Ähm, ja, also eigentlich…“ Oh Gott, ich kann es nicht! Derias Stimme zitterte. „Hm, also ja, äh, ich hab dich gesucht.“ Jetzt war es raus. Sie lief rot an, schaute auf den Boden und hoffte nur, dass sie sich jetzt nicht all zu sehr blamiert hatte. „Oha.“ Das war das einzigste was er ihr zur Antwort gab. Sie schaute auf, blickte in seine wunderschönen smaragdgrünen Augen. Sie musste es ihm einfach sagen. „Oh Gott, das ist mir echt peinlich.“ Es war, als ob sie gezwungen war die Wahrheit zu sagen. „Also, ich soll dich fotografieren. Meine Freundinnen wollen mir nicht glauben, dass ich dich gesehen hab. Sie sagen, so toll kannst du nicht aussehen, wenn du mir zugelächelt hast. Ähm, also, na ja, vor zwei Wochen, also da haben wir uns mal gesehen. Na ja, und da hast du mich angelächelt. Und ich blöde Kuh hab das meinen Freundinnen erzählt. Weißt du, weil du mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen bist.“ Die letzten Worte waren nur noch ein Flüstern gewesen. Ihr Gesicht sah aus, als würde sie gleich platzen. Rot in seiner intensivsten Nuance. Er lächelte noch immer. „So, ein Foto also?“ Deria nickte. Er nahm ihr die Kamera aus der Hand und warf sie einem Freund zu, der die ganze Zeit hinter ihm gestanden und gewartet hatte. „Du weißt wie das funktioniert?“ Sein Kumpel nickte. „Klaro. Alles stillgestanden.“ Deria konnte nicht fassen, was in diesem Moment passierte. Ihr Traumtyp zog sie an sich. Seine Wange berührte die ihre. Er lächelte in die Kamera. Sie lächelte auch, völlig verwirrt, aber glücklich. BIEP. Das erste Foto war geschossen. Doch er ließ sie nicht los. Er blickte ihr tief in die Augen, sah ihren verwirrten, und doch total verliebten Blick. „Hey, was machst du denn da? Soll ich das auch fotografieren?“ Der Freund bekam keine Antwort. Also drückte er noch einmal auf den Auslöser. Und fotografierte die beiden. Sich innig küssend. Deria bekam kaum Luft. Das war einfach unglaublich. Sie stand hier vor dem Café. Mit ihrem absoluten Traummann. Den sie eigentlich überhaupt nicht kannte. Und er küsste sie. Aus heiterem Himmel. Er mochte sie tatsächlich. Oder?

„Hier, deine Kamera.“ Deria nahm vorsichtig ihr neues Heiligtum entgegen. Da waren Fotos drauf, die den heutigen Tag unvergesslich machten. Sie würde diesen Tag sowieso nicht vergessen. NEIN! Aber diese Fotos machten diese Momente auch für ihre Freundinnen unvergesslich. Sie lächelte. „Kommst du?“ Während sie die Fotos gemacht hatten waren noch andere Freunde von Derias Traumtypen dazu gekommen. Er nickte, drehte sich noch einmal zu ihr und küsste sie zärtlich auf die Wange. „Bis bald mal. Ich hoffe doch, wir sehen uns wieder?!“

„Mensch, seit wann machst du dich denn so offensichtlich an Mädels ran?“ – „Ich hab mich nicht an sie rangemacht, du blöder Sack!“ – „Klar haste, wir haben es alle gesehen. Oder hast du sie etwa nicht geküsst?“ – „Ich habe mich NICHT an sie rangemacht!“ – „Also magst du sie?“ – „SCHNAUZE, Kochlöffel!“ – „Ey, du Lackaffe, ich wollt nur nett sein!“ – „Zorro, Sanji, haltet endlich die Klappe. Die Leute gucken schon!“ – „Ja, Nami-Schätzchen! Alles was du willst!“ – „War ja wieder klar, Sanji. Du bist echt nicht mehr zu retten.“

Zorro? Deria blickte den sieben Freunden nach. Zorro. ZORRO!