Herzblut trinkt man nicht
entdeckte, schleppte sich Aimi regelrecht am Boden entlang. „Aimi!“ Neyo klang sehr besorgt. „Es geht mir gut!“ presste Aimi hervor und knirschte grässlich mit den Zähnen.
„Du brauchst uns nicht zu verarschen!“ griff Kai ein. „Tu ich nicht!“ fauchte Aimi bedrohlich und Kai beschloss sie in Ruhe zu lassen, bevor sie womöglich noch aggressiv wurde. Kai stieß eine Tür des Turms mit der hand auf und hielt sie für Neyo und Aimi offen. Kaum hatte das Mädchen den Turm betreten, wurden ihre Knie weich und sie brach zusammen. Neyo fing sie auf. Immer wieder rief er ihren Namen, aber sie hörte es nicht.
Ein junger Chunin erschien. Verwundert und besorgt blickte er zu Aimi, inzwischen in Neyos Armen. „Soll ich einen Medi-Ninja holen lassen?“ Neyo nickte. „Bitte.“ Erwiderte Kai. Er verschwand erneut.
Und erschien ein zweites mal, diesmal hatte er zwei in weiß gekleidete Männer im Schlepptau. Sofort legten sie, die schwer atmende Aimi auf eine Trage und verschwanden mit ihr in das innere des Gebäudes.
„So …“ begann der Chunin. „Die Schriftrollen?“ Kai stockte und eilte Aimi hinterher. Wenige Minuten später, kam er mit den zwei Rollen wieder bei Neyo und dem jungen Mann an.
Zusätzlich nahm er noch Neyos Himmelsschriftrolle und reichte die drei Exemplare dem wartenden Chunin.
„Gut … folgt mir bitte …“ meinte er und marschierte los. Die beiden Shinobi folgten ihm durch einige Flure und Gänge. Kai, etwas bedrückt und Neyo, mit unglaublich schlechter Laune.
„Hier stehen bleiben …“ meinte der Chunin und wies auf einem Platz in der Mitte einer großen, beinahe menschenleeren halle. Dort, wo Kai uns Neyo angewiesen wurde sich einzufinden, standen noch zwei andere Gruppen.
Zum einen Neji, Tenten und Rock Lee. Außerdem noch drei andere Ninja, die sich als Klangninja herausstellten. Aber diese waren nicht besonders gesprächig. „Wo ist Aimi?“ fragte Tenten schnell. „Keinen Schimmer.“ Antwortete Kai wahrheitsgemäß. „Was ist passiert?“ fragte Lee und setzte eine neugierige Miene auf, was bei seinen riesigen und noch dazu schrecklich buschigen Augenbrauen einfach zu Brüllen aussah.
Wahrscheinlich hätte das Kai – unter anderen Umständen – auch getan. „Sie wurde verletzt …“ meinte Kai, doch Neyo blieb still.
Nach und nach trafen verschiedene Shinobi ein. Unter ihnen auch das Team aus Suna. Neyo würdigte Gaara keines Blickes. Kai jedoch starrte ihn stetig finster an.
Unbeteiligt bekam Kai einen Streit mit. Ohne Zweifel hörte er deutlich Sakuras flehende Stimme daraus hervor. „Sasuke …“ sagte sie ungeduldig bittend. „Sei still, Sakura!“ entgegnete er unfreundlich.
Nachdem ein Mann, der sich als Gekkou Hayate vorstellte, ihnen die regeln für das Auswahlverfahren erklärt hatte, das nun zusätzlich stattfinden müsse, sollten sich die Shinobi auf den Tribünen verteilen. Kai machte sich auf den Weg.
Als er von hinten eine Stimme vernahm blieb er stehen. Die Frauenstimme klang ernst und etwas gereizt. Sie erinnerte Kai an seine verhasste Tante, am ersten Tag ihrer Periode.
Ganz plötzlich stand das blonde Mädchen, das gerufen hatte vor ihm. „Kai!“ Er sah sie an „Ino.“ Antwortete er, weil ihm nichts anderes einfiel.
„Beantwortest du mir eine Frage, ganz ehrlich?“ fragte sie und Kai nickte, als Antwort. Abschätzend sah as Mädchen an sich hinab. „Bin ich fett?“ fragte sie mit einem weinerlichen Unterton in der Stimme. „Nein!“ Kai klang müde, erschöpft und genervt. Ganz und gar nicht so charmant wie sonst …
Zufrieden drehte Ino ab. Seufzend ließ Kai sich neben Neyo gegen die Wand fallen. Mehr oder weniger im Halbschlaf beobachtete Kai die Entscheidungskämpfe. Er bekam keinen so richtig mit, aber es interessierte ihn auch nicht, bis Neyos Name fiel. Neyo richtete sich auf und sah ganz und gar nicht mehr mitgenommen aus.
Der Junge der sich Kai Kameraden in den Weg stellen sollte, war Gaaras großer Bruder. Kankuro sah ihn an, stur, gleichgültig, aber auf irgendeine Weise ehrfürchtig.
Kaum hatte Hayate das Zeichen für den Kampf gegeben, lag Kankuro auf dem Boden.
„Tja, kommt davon in einem schwarzen Anzug rumzurrrennen …“ murmelte Kai. Eine Minute später kam Neyo wieder neben ihm an. „Schwächlinge.“ Sagte er entschlossen und lehnte sich ans Geländer.
Kai döste wieder eine weile vor sich hin, da rief Hayate seinen Namen, kombiniert mit einem anderen, „Kai Arimoto und Tenten …“ rief er laut genug, sodass alle es hörten. Kai hatte weniger, als keine Lust gegen ein Mädchen zu kämpfen, außerdem war es noch dazu Tenten.
Aber um jetzt noch vorsichtig mit ihr umzugehen fehlte Kai die Geduld.
Er stand ihr gegenüber. „Anfangen!“ rief Hayate mit hallender Stimme. Mit großen schnellen Schritten war Kai direkt neben Tenten und schlug ihr in den Magen.
Sie keuchte, Kai sprang wieder ein Stück von ihr weg. „Aber ich dachte …“ meinte sie leise. Kai lief erneut auf sie zu, seine Lippen waren nun ganz nah bei ihrem Ohr.
„Hör auf zu denken und vergiss mich, Neji ist auch noch da!“ sagte Kai leicht unfreundlich und schlug sie zu Boden. Schwer schnaufend stand sie auf, warf mit beeindruckender Genauigkeit ein Kunai in den Oberschenkel. Aber Kai war es egal.
Etwas gereizt zog er das Wurfmesser aus seinem Bein und warf es unachtsam auf den Boden.
Ganz kurz schloss er die Augen und als er wieder geradeaus sah, fand Tenten sich in einer erschreckenden Illusion wieder. Verängstigt sank sie auf die Knie.
Als Kai die Augen nicht mehr so schnell schloss, tippte ihm Hayate kurz auf die Schulter und beendete das Duell. Zufrieden und leicht gelangweilt nahm Kai neben Neyo, auf dem Boden Platz. „Du hast Recht.“ Meinte Kai nur. Noch einige Kämpfe betrachteten Neyo und Kai so.
Als sie endlich erlöst wurden, wuselte ein pummeliger Kerl zu Kai und seinem Kameraden heran. „Ihre verletzte Kameradin kann nun im Krankenhaus besucht werden …“ sagte er kurz angebunden und watschelte hastig weiter. Kai und Neyo gingen sofort hin. Auf dem Weg zu Aimi überrannte Neyo seinen Freund schon fast. „Hey! Jetzt pass doch mal auf!“ keifte Kai, als Neyo ihn zum 100sten Mal anstieß. „’tschuldigung ...“ murmelte Neyo schnell.
Als die Tür geöffnet wurde, konnte man ein leises Piepsen hören, es ging schnell und hoch.
Aimi lag in Bett und starrte mit leeren Augen an die Decke. Neyo und Kai traten ein und das Mädchen wandte leicht den Kopf, sie lächelte sanft.
Neyo setzte sich auf einen der Stühle neben ihrem Bett. Kai lehnte sich an die wand. „Und? Wie geht’s dir?“ fragte Kai und man hörte eine leichte Besorgtheit heraus.
„Pr …“ sie hustete und räusperte sich. „Prima!“ sagte sie, doch ihre Stimme klang immer noch rau und heiser. Erschöpft schloss sie die Augen. Neyo schwieg und Kai lauschte dem monotonen Piepsen des Gerätes.
Immer dasselbe, „Piep … piep … piep …“
Kai horchte auf, das Signal veränderte sich. Die hohen Töne verloren das Schrille und der Abstand dazwischen vergrößerte sich. Zögernd legte Neyo eine Hand an ihre Halsschlagader.
Er zog die Hand schnell weg und eine Schwester kam angelaufen, wechselte alle mögliches Flüssigkeiten, die Aimi verabreicht wurden und wies den Jungen an, sofort zu gehen.
Stockend erhob sich Neyo und die beiden verließen das Zimmer. Kai sah Neyo fragend an, obwohl er die Antwort schon mehr als nur ahnte, stellte er trotzdem die Frage dazu. „Was ist mit ihr?“
„Ihr Puls ist …“ fing Neyo an „Sie liegt im Koma.“ Sprach Neyo aus, was in Kais Kopf rumschwirrte.
Betrübt starrte Kai seine Füße an, lehnte sich an die Wand und schwieg wie ein Grab. Die Tür wurde von Innen geöffnet. „Sie können wieder reinkommen.“ Gestattete die Schwester den Shinobi mit einer hohen Minnie Maus Stimme, wieder einzutreten. Kai und Neyo lehnten ab und verkrümelten sich aus dem Krankenhaus.
„Es wird wieder!“ °Oder? ° Neyo nickte unsicher. „Es ist nicht so schlimm!“ °Oder?° Neyo schwieg.
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Hey Leute,
entschuldigut, dass es so lange gedauert hat,
aber ich habe eigentlich computerverbot ^^°
Im Moment denkt meine Mutter ja auch gerade, ich schreibe ein Referat über Orlando Bloom für Englisch, ... naja ...
Hoffe es gefällt euch weiterhin ...