Breakaway...
Why do you go?
Erstes Kapi ist fertig *jubel* Ich hoffe ihr schreibt mir viele Kommis *hundeblick aufsetz* Na ja, bevor ich euch hier noch mit meinem Gelaber vergraul... Viel Spaß beim Lesen.
Es war eine graue, verregnete Herbstnacht in Kiri-Gakure. Der Wind rüttelte an den Fensterläden der Häuser und der Regen peitschte gegen die Fensterscheiben. In einem kleinen Haus in der Nähe des Dorfrandes saß ein rothaariges Mädchen auf dem Fensterbrett und starrte in die stürmische Nacht. Mit ihrem Zeigefinger fuhr sie den Weg der Wassertropfen auf dem kühlen Glas nach. Ihr Gesicht war gerötet, kleine Schweißtropfen schimmerten auf ihrer Stirn. Ein trockenes Husten entrang sich ihrer wunden Kehle. Sie schlang die Decke in die sie eingehüllt war, fester um sie. Ihr Kopf pochte und schmerzte. Mit einem gequälten Seufzen presste sie die heiße Stirn gegen das kalte Fensterglas. Ihr warmer Atem ließ das Glas beschlagen. Das Feuer, das im Kamin brannte, warf flackernde Schatten auf die Gestalt des Mädchens. Ihr rotes Haar wirkte fast schwarz im ersterbenden Schein der Flamme. Im Raum war außer dem Knistern des Feuers und dem gelegentlichen Husten des Mädchens nichts zu hören. Von draußen prasselte der Regen gegen das Fenster. Das Mädchen genoss die Stille im Raum. Ihre fiebrig glänzenden Augen, starrten hinaus in die Nacht. Sie hing ganz ihren Gedanken nach.
Plötzlich ging die Tür in den Raum mit einem leisen Quietschen auf. Eine Gestalt huschte in den Raum. Die Rothaarige auf dem Fensterbrett wandte sich nicht um. „Verschwinde Tiffany“, murmelte sie mit heiserer Stimme. Die Jüngere grinste schadenfroh. „Bist du krank, Schwesterherz?“ Das letzte Wort spie sie in den Raum, wie etwas besonders Ekliges. Sie warf ihre braunen Haare mit einer gezierten Bewegung in den Nacken. „Papa hat gesagt, ich soll dich nach unten holen. Er will dir etwas sagen. Oh, es wird dir nicht gefallen!“, frohlockte Tiffany mit boshafter Stimme. Dann schlüpfte sie wieder aus dem Raum. Die Rothaarige glitt langsam vom Fensterbrett. Was wollte ihr Vater ihr wohl sagen? Sie schlang die Decke enger um sich und schlurfte aus dem Zimmer. Mit einem letzten sterbenden Knacken, erlosch das Feuer.
Ihr Vater saß mit dem Rücken zu ihr in einem roten Sessel, als Ajima den Raum betrat. „Was ist los?“, murmelte die Rothaarige mit leiser Stimme. Ihr Vater drehte sich um. „Da bist du ja endlich! Warum hat das solange gedauert?“ „Tut mir Leid.“ Demütig senkte Ajima den Kopf. Ein finsterer Ausdruck huschte über ihr Gesicht, verschwand aber sofort wieder. „Ich habe dich an einen Sklavenhändler verkauft. Morgen wird er dich abholen.“ Ajima starrte ihn mit offenem Mund an, als könne sie nicht glauben, was sie da gerade gehört hatte. „Wie..bite?“, stammelte sie schließlich leise. Ihre braunen Augen waren weit aufgerissen. „Du hast schon richtig gehört. Du bist eine Missgeburt, ein Nichts. Es wird Zeit, dass du dein erbärmliches Leben für etwas Nützliches einsetzt!“ Sie starrte ihn immer noch fassungslos an. Dann glitt ein Schatten über ihr Gesicht. „Du hast nicht das Recht mich an irgendjemanden zu verkaufen! Mutter hat...“ „Deine Mutter ist tot! Sie war genau so ein Miststück wie du!“ „Ma war kein Miststück!“ Ohne es zu wollen, hatte Ajima ihren Vater angeschrieen. Jetzt erhob er sich wütend. Ein harter Schlag ins Gesicht ließ sie zurücktaumeln. Mit Tränen in den Augen hielt sie sich die schmerzende Wange. Blut quoll zwischen ihren Fingern hervor. Sie blickte in die wütenden, hasserfüllten Augen ihres Vaters. „Werd nicht frech du kleine Göre! Tiffany ist viel begabter als du!“ Langsam senkte Ajima den Kopf. Sie hatte furchtbare Kopfschmerzen, so als würde ihr Kopf zerspringen. Ein gequältes Husten entrang sich ihrer Kehle. „Ich habe nicht darum gebeten, so zu sein“, flüsterte sie. Mit Tränen in den Augen wandte sie sich um. Ein Blick aus unendlich tiefen, traurigen Augen streifte ihren Vater. „Ich möchte, dass du mich nur einmal in deinem Leben verstehst.“ Dann schritt sie langsam aus dem Wohnzimmer. Tränen rannen ihr über die Wangen. Auf halbem Weg nach oben begegnete sie ihrer Schwester Tiffany. Schadenfroh grinste diese sie an und setzte zu einem bissigen Kommentar an, doch Ajima schob sich wortlos an ihr vorbei und betrat ihr jetzt stockdunkles Zimmer. Drinnen lehnte sie sich gegen die Tür und sank langsam zu Boden. Heiße Tränen tropften auf ihre Knie. „Mutter, warum hast du mich verlassen...?“
Nach einer Weile stand sie langsam auf und wischte sich zitternd die Tränen aus den Augen. Sie konnte es einfach nicht mehr ertragen. Sie konnte nicht! Es war so hart, so weiterzuleben. Mit zögernden Schritten tappte sie zum Fenster und schaute hinaus in die stockdunkle, verregnete Nacht. Um besser nachdenken zu können, presste sie wieder das Gesicht gegen das Glas. Und plötzlich reifte ein gewagter Plan in ihrem Kopf heran. Sie würde nicht hier bleiben! Sie würde fortgehen, von der verhassten Schwester und dem tyrannischen Vater. Trotz der Krankheit stand sie auf und suchte alle Sachen zusammen, die sie für eine längere Reise brauchen könnte. Es war nicht viel. Eine Decke, ein paar Kunai und Shuriken, Ersatzklamotten und etwas zu essen. Dann öffnete sie vorsichtig und leise das Fenster. Ein eiskalter Wind peitschte ihr unbarmherzig den Regen ins Gesicht. Entschlossen stemmte sie sich gegen den Wind und sprang leise wie ein Phantom nach draußen in die Nacht.
Ihr Vater, der sie zwei Stunden später nach unten holen wollte, um sie weiter zu demütigen, fand nur einen leeren Raum und ein offenes Fenster vor...
So das war´s erstmal. Ich hoffe es hat euch gefallen.
Eure Mirror_Girl