Fanfic: Song For You
hast du es bemerkt?" Doch der Hyuuga schüttelte den Kopf und meinte: "Ich hab nicht wirklich darauf geachtet, keine Ahnung."
Sakuras fröhliche Laune verflog mit einem Mal, und sie starrte nachdenklich auf das halbvolle Glas in ihrer Hand. Sakura konnte es verstehen, warum ihre Freunde Sasuke nicht sofort wiedererkannt hatten. Während sie, Naruto und Sasuke früher in eine gemeinsame Klasse gingen; besuchten Ino, Hinata und die anderen die Nebenklasse, somit hatten sie den Uchiha nur selten zu Gesicht bekommen. Im Gegensatz zu Sakura. Erst als Sasuke mitte der fünften Jahrgangstufe fortging, kamen alle zusammen.
"Oh, und nicht zu vergessen.", plapperte Ino los, hängte das alte Poster einer Boyband ab, und rollte diese zusammen. "Naruto hat einen Bruder." Hinatas Augen weiteten sich; die Hyuuga drehte sich zur Blonde um und starrte diese ungläubig an. "Einen... Bruder? Aber seit wann..." Bei der Vorstellung, dass es noch einen Naruto geben könnte, färbten sich Hinatas Wangen leicht rötlich. Sowohl Tenten, als auch Neji starrten Ino mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Erstaunen an. "Is nich wahr?? Naruto hat doch keinen..."
"Was hab ich nicht?" Alle fuhren herum und sahen, wie ein blonder Junge mit Shino im Schlepptau durch die Hintertür des Lokal eintrat.
"Naruto!"
Der Blonde grinste und blickte mit seinen blauen Augen in die Runde. "Hi Leute! Also, was habt ihr gerade über mich geredet?", fragte Naruto neugierig und setzte sich dazu. "Hi Hinata!", begrüßte er die Hyuuga neben sich noch kurz und lächelte. Das Mädchen errötete und schaute verlegen auf den Tresen. "Hi... Naruto."
Neji, der dies bemerkte, blickte zu Naruto und hob eine Augenbraue. Nicht das er etwas gegen diesen Uzumaki hatte, aber das sich seine Schwester ausgerechnet in Naruto verliebte...
Ino, die sich jetzt auf den anderen freien Hocker neben Naruto niederließ, starrte ihn durchdringlich an.
"Naruto", sagte Ino ruhig, woraufhin der Angesprochene seinen Kopf zu ihr drehte. "Eh, ja?"
"Ich habe gestern jemanden getroffen."
"Ok... und wen?" Der Blonde kratzte sich an den Kopf; er schien nicht recht zu verstehen, worauf die Yamanaka hinaus wollte.
"Deinen großen Bruder."
Naruto starrte Ino unverständlich an. "Meinen Bruder!? Aber ich hab doch gar keinen Bruder!!"
"Ich hab erwartet, dass du das sagst. Dein Bruder hat das auch gemeint."
Ino trippelte mit ihren Fingern am Bartresen und sah den Uzumaki erwartungsvoll an. "Also, was verheimlichst du uns?"
Naruto, dem es für einen Moment die Sprache verschlagen hatte, schien angstrengt darüber zu grübeln, was hier eigentlich vor sich ging.
"Ihr wart doch nicht bei "Moon Star Entertainment", oder??", fragte er, und es sah so aus, als ob es dem Uzumaki langsam dämmerte.
"Oh doch, das waren wir. Sakura war bei einem Vorsingen und wir hatten die Ehre deinen großen Bruder Yondaime persöhnlich zu treffen."
Jetzt ging dem Blonden ein Licht auf. "Moment mal, Yondaime ist mein Vater."
"Jaja, er ist dein... Wie bitte, Yondaime ist dein Vater?!?"
Auch Sakura klappte der Mund auf. Narutos Vater war wirklich der Präsident von "Moon Star Entertainment"!?
"Dafür, dass er dein Vater ist, sah er verdammt jung aus.", meinte Ino kritisch. Sie schien an Narutos Worten zu zweifeln.
"Mein Vater ist 36 Jahre!! Warum erzählt er euch so was überhaupt?? Das ist wieder mal typisch...", grummelte Naruto und war sichtlich aufgebracht. Sein Vater war ja immer gern auf solche Scherzchen auferlegt. Aber irgendwie brachte das im Moment auch nichts.
"Du warst bei einem Vorsingen?", sagte er zu Sakura gewandt, um das Thema zu wechseln.
"Ja, dein Vater hat mir gleich daraufhin einen Plattenvertrag angeboten."
"Das ist ja toll, Sakura-chan!" Mit einem Mal war seine Aufregung über Yondaime wie weggeblasen und er grinste.
Sakura spürte schon eine ganze Weile eine brennende Frage auf ihrer Zunge, traute sich aber nicht, diese Naruto zu stellen. Einerseits interessierte es sie sehr, anderseits war das wahrscheinlich der falsche Zeitpunkt. Ob Naruto auch darüber Bescheid wusste?
"Ich jedenfalls, habe es gewusst, Sakura." Die Angesprochene fuhr erschrocken zusammen. Shino, der sich von hinten an Sakura rangeschlichen hatte, flüsterte ihr leise zu: "Sasuke scheint sich nicht sehr verändert zu haben." Die Haruno schluckte. Irgendwie fand sie es unangenehm, wie Shino so leise und mit einer äußerst mysteriösen Stimmlage wisperte. Aber was sie noch mehr störte: Warum war Shino der Meinung, dass Sasuke sich nicht sonderlich verändert hatte? Als Sakura sich gerade umdrehen wollte, um ihn das zu fragen, war er auch schon verschwunden.
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An diesem Morgen beschloss die Haruno ausnahmsweise Mal auf die Wettervoraussage im Radio zu hören, und ging somit ohne Regenschirm aus dem Haus, obwohl es ziemlich danach aussah, dass es bald heftig regnen würde.
Ino hatte schon als Erste das Haus verlassen; sie musste schon am frühen Morgen im Blumenladen ihrer Eltern aushelfen.
Etwas in Gedanken überquerte Sakura die Kreuzung. Es war an diesem Tag schon das zweite Mal, dass sie über Sasuke nachdenken musste. Immer noch grübelte sie über das seltsame Verhalten des Uchihas; weshalb hatte er es plötzlich so eilig gehabt, nachdem sie gesungen hatte?
Als Sakura das Gebäude von "Moon Star Entertainment" betrat, wurde sie sogleich von Shouta empfangen, der anscheinend schon auf sie gewartet hatte. Wieder trug er eine Mappe bei sich, wie am vorigen Tag. "Willkommen Sakura-san. Wie geht es Ihnen heute?" Ein klein wenig davon überrascht, dass der junge Mann Sakura siezte, antwortete sie: "Danke, mir gehts gut! Ach ja..." Die Haruno kramte den Vertrag aus ihrer Tasche und gab sie Shouta in die Hand. "Meine Eltern haben eingewilligt."
Der Sekretär sah sich die zwei Papiere genau an, dann nickte er zufrieden und legte die Blätter ordentlich in die Mappe hinein. "Bevor ich es vergesse, wie willst du heißen?" Sakura blickte Shouta unmissverständlich an. "Was meinen Sie mit, wie will ich heißen?"
"Deinen Künstlernamen.", sagte Shouta lächelnd. "Willst du vielleicht einen Künstlernamen haben?"
Sakura überlegte. Sie hatte letzte Nacht schon darüber nachgedacht, war sich aber nicht sicher gewesen, ob sie "diesen" Namen nehmen sollte.
"Cereza.", sagte sie schließlich entschlossen.
"Cereza?"
Sakura drehte sich zu der Person um, die eben gesprochen hatte. Dieser stand, nicht mal ein Meter weit weg von ihr, an einer der Marmorsäulen gelehnt und hatte ein belustigtes Lächeln auf den Lippen.
Sasuke Uchiha.
"Hmpf." Ohne dem Jungen weiter Beachtung zu schenken, wandte sich Sakura wieder an Shouta, doch dieser schien über Sasukes auftauchen erfreut zu sein. "Ah, Sasuke-kun, gut dass Sie hier sind! Yondaime-sama hat Sie nämlich um einen Gefallen gebeten, den ich Ihnen ausrichten sollte."
"Und der wäre?", fragte der Uchiha sichtlich lustlos und vergrub seine Hände nun in den Hosentaschen seiner schwarzen Jeans.
"Da ich leider gleich zu einer Konferenz muss und mich heute nicht um Sakura-san kümmern kann, müssen Sie das an meiner Stelle tun."
Was war im Augenblick schlimmer? Die Tatsache, dass es gerade anfing wie aus dem Kübeln zu schütten (Sakura verfluchte innerlich den verdammten Radiomoderatoren), oder dass sie kurz davor stand den halben Tag mit dem ehrenwerten Sasuke Uchiha - der ja so heißbegehrte Sänger Cloud Noir - verbringen zu müssen? Letzteres war eindeutig schlimmer, das stand für Sakura schon mal fest.
Statt etwas darauf zu erwidern, starrte Sasuke nur stumm auf die Haruno ("Oh Gott, was soll wieder dieser Blick!?", schoss es dem rosahaarigen Mädchen durch den Kopf), stieß sich dann wortlos von der Säule ab und ging.
Sakura schaute dem Uchiha ein wenig verblüfft nach. "Ehm..." Auch Shouta sah ziemlich verwirrt drein. Doch dann blieb Sasuke, zur Verwunderung der beiden, stehen, sah sich um und rief sichtlich ungeduldig: "Na wirds bald?"
"Was sollte das??", fragte sich Sakura jetzt irritiert; erst Sekunden später, realisierte die Haruno, dass sie damit gemeint war.
"Wir sehen und sicher bald wieder. Ich werde Ihren Namen bei uns registrieren. Wiedesehen!" Shouta hob eine Hand zum Abschied.
Sakura nickte und lief unfreiwillig Sasuke, der sich inzwischen wieder in Bewegung gesetzt hatte, hinterher.
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Special! A Little Love