Fanfic: The Path
hinterher- das war nicht die junge Frau die er kannte und so schätzte. Das war ein Tier...
*/Flashback Ende/*
"Stimmt, ich erinnere mich ebenfalls.“, sagte Mariah und richtete sich auf.
„Da ihre Beziehung zart und vorsichtig begann und vor allem zwischen zwei so in sich gekehrten Menschen entstand, reichte schon etwas Kleines aus um Großes zu zerstören. Als Kai am Lagerfeuer zu uns stieß und dann Leylan bemerkte, brach der Sturm los.
Sie hatten sich nicht mehr unter Kontrolle und warfen sich allerhand Dinge an den Kopf- es war furchtbar. Es war das erste Mal, dass
ich Kai und Leylan so emotionsgeladen erlebte. Bei Leylan kann man sich derartiges Verhalten möglicherweise noch vorstellen, aber Kai...Tags darauf war Leylan verschwunden. Wie ein verletztes Tier war sie geflohen, kopflos und intuitiv. Doch Kai fühlte sich in seinen Vorwürfen bestätigt und ich denke da war der Punkt, wo er die Liebe zum Sondermüll warf. Na ja, man sieht was daraus geworden ist.“, schloss Mariah.
„Ja, ein intoleranter, rücksichtsloser Playboy!“, fuhr Tyson plötzlich auf.
Er ignorierte Talas scharfen Blick und sagte: „Ist euch nicht aufgefallen, dass er noch kälter und noch gleichgültiger geworden ist? Auf einen Unbekannten mag das vielleicht anziehend wirken, doch ich finde es nur noch zum verzweifeln- Kai ist doch nicht als Schneemann geboren, oder?“
„He Tyson, er hat viel durchgemacht, da ist es schwer über seinen Schatten zu springen.“, warf kühl ein.
Bevor Tyson etwas erwidern konnte, ertönte die Stimme von Max: „Er hat viel durchgemacht, ok, aber wir sind seine Freunde und schätzen ihn. Als Leader sowie als Freund. Er soll ja nicht zum Sonnenscheinchen mutieren, ein wenig weniger kalt wäre schon fantastisch. Also um eines klarzustellen: Leylan bleibt, selbst wenn die beiden komplett verrückt werden sollten- hey, it´s ment to be guys! Die sind für einander geschaffen. Als Ergebnis halten wir mal fest: Wenn ich zurück komme, will ich zwei lachende Menschen sehen, die sich verliebt im Arm halten, klar?“
„Glasklar!“, kam einstimmig als Antwort, ging dann jedoch in allgemeinem Gelächter unter.
„Darf ich mitlachen?“, fragte in diesem Moment eine zarte Frauenstimme von der Tür her.
Dort stand eine kurvige, blonde Frau mit einem geradezu herzerwärmenden Lächeln. In der einen Hand die Aktentasche in der anderen ein Paar Absatzschuhe.
„Eve!“, rief Tala aus, die Kälte seiner eisblauen Augen schien wie fort geweht, und winkte seine Freundin zu sich. Eve nahm seufzend auf Talas Schoß Platz und löste den Knoten der ihre blondes Haar zusammenhielt.
„Hey Eve.“, grüßte auch Max und verabschiedete sich dann mit den Worten, sein Vater warte auf ihn um ins Krankenhaus zu fahren.
„Armer Max.“, bemerkte Hilary und warf einen Blick in die Runde.
„Da sagste was, er hat es echt nicht leicht.“, pflichtete Mariah ihr bei und stand dann schwerfällig auf. „Schon halb acht- also ich werde dann mal schlafen gehen.“
„Warte Schatz, ich komm mit.“ Ray sprang auf und stützte seine Verlobte.
Auch die anderen erhoben sich und verabschiedeten sich von Kenny.
An der Tür drehte sich Ray noch einmal um: „Ich denke wir sollten das Ganze erst einmal beobachten- vielleicht kommen sich die beiden doch noch näher, auch ohne unsere Hilfe.“
Ihm war die Vorstellung zwischen Leylan und Kai vermitteln zu müssen, sichtlich unangenehm.
„Ja, seh ich auch so. Ist ja nicht endgültig aus zwischen ihnen.“, sagte Tyson und gähnte dann laut. Da fiel sein Blick auf Hilary, die gewissenhaft die zerknautschten Kissen aufschüttelte um sie dann akkurat zu platzieren. Ray und Mariah waren schon in ihrem Zimmer und Tala trug seine kichernde Eve gerade die Treppe hoch.
„Hey Hil, fühlst du dich nicht ein wenig einsam, so ganz alleine in dem großen Bett?“
Der blauhaarige Blader sah sie unter den ins Gesicht fallenden Strähnen frech an, er war sich seiner Wirkung durchaus bewusst. Hilary wandte den Blick ab und bis sich auf die Lippe- sie konnte sich Tyson einfach nicht entziehen.
„Lass das du Trottel, ich fühle mich sehr wohl in meinem Bett und jetzt verschwinde.“
Tyson kam ihr immer näher und legte sachte eine Hand auf ihre Wange, worauf Hilary schwer schlucken musste. Die Wirkung ihres Kommentars war somit endgültig dahin.
Wütend schlug sie seine Hand beiseite und stampfte die Treppe nach oben. Tyson blieb grinsend zurück, löschte die Lichter und machte sich dann auf den Weg in sein Zimmer im 3. Stock.