Fanfic: The Path

legte sie den Weg bis zum Hafen zurück. Kurz vor dem besagten Lagerhaus, kam sie schlitternd zum Stehen und kletterte erst einmal auf das Dach um einen Blick hinein werfen zu können. Unter ihr trainierten ohne Zweifel mehrere Mitglieder der Saint Shields. Von Mariam hingegen, fehlte jede Spur. Da ertönte vom Strand her ein tiefes Grollen und dann eine helle, anfeuernde Stimme. Leylan hob den Kopf und sah in einigen Metern Entfernung ein riesiges Bit Beast vor dem kristallklaren Wasser. Das Bit Beast hatte die Form eines Haies...

~ Die Sonne senkte sich gemächlich in die Fluten und verlieh dem Meer eine geradezu magische Wirkung. Vor dieser märchenhaften Kulisse stand Leylan, vorn über gebeugt und begutachtete ihr Werk. Mariam lag zusammengekrümmt und mit schmerzverzerrtem Gesicht zu ihren Füßen, mit beiden Händen versuchte sie die Blutung einer tiefen Schulterwunde zu stoppen. „Ehre dem Ehre gebührt und Schmerz dem der es verdient.“, zischte Leylan und wischte sich mit dem Handrücken über die blutende Lippe. „Wir reden ein andern Mal wenn du dazu in der Lage bist.“, verächtlich grinsend sah sie auf Mariam herab. „Und das wird wohl allzu bald nicht sein.“
Ohne Mariam auch nur eines Blickes mehr zu würdigen, wandte sie sich um und machte sich auf den Rückweg. Tyson und Hilary hatten ein großes Grillfest zur Feier des gewonnenen Justice 5 Turniers organisiert und alle angewiesen, sich auf dem Trainingsplatz am Strand einzufinden. Diesen Weg schlug sie jetzt ein. Ihr Magen knurrte schon allein bei dem Gedanken an Essen. Während sie den Weg entlang schlenderte wurde spürbar, wie all die negative Energie, die sie zuvor noch feste im Griff hatte, wie fortgeweht war. Es hatte ihr gut getan, auch wenn sie ebenfalls ein paar Schläge hatte einkassieren müssen.
Leylan kannte diesen Zustand- er trat immer dann in Kraft, wenn ihr Verstand allein ihren Körper nicht mehr zu führen vermochte. Dann übernahmen ihre Instinkte, Reflexe und Bedürfnisse. In solchen Phasen konnte Leylans Geist sich entspannt zurück lehnen, wenn dies auch nicht immer zu positiven Ereignissen führte. Dass dieser Zustand durch Kai hervorgerufen wurde, war ihr durchaus bewusst und aus diesem Grund tat sie nichts um dem Verstand erneut die Oberhand zu gewähren. Fiel ihr Körper erst einmal in den Zustand der Instinkte zurück, musste es in ihrem Innenleben übel aussehen.
[/i] /Flashback Ende/

Leylan drehte sich unruhig zur Seite und fluchte leise vor sich hin. „Kai, wir haben wohl alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.“