Black-Wolves

Die Bösen

Der erste Auftrag

Auch an diesem morgen weckte mich diese grausame Klingel. Ich hatte am ganzen Körper Muskelkater vom Training. Na das konnte ja heiter werden. Ich hoffte das ich mich bald daran gewöhnen würde. Ich stand auf duschte und zog mir einen der Kampfanzüge an. Ich war gerade fertig mit Frühstücken als es klopfte. Ich machte auf und wer stand da? Natürlich Blaky. „Komm, es ist so weit.“ Meinte er und ein Stück seiner kalten Fassade schien verschoben worden sein, denn er sah aufgeregt aus. „Ich komme ja.“ Motzte ich. Ich war wirklich mies gelaunt, doch ihn schien das nicht zu interessieren. Er lief in solch einem tempo das ich fast rennen musste um mit ihm mit zu halten. Schließlich landeten wir wieder vor dem Zimmer vom Boss. ER klopfte an und wartete bis ein „Herein.“ Ertönte. Dann trat er ein und lief ein Stück und blieb dann etwa in der Mitte des Zimmers stehen, ich war ihm gefolgt. „Also, heute wirst du bei uns offiziell aufgenommen.“ Meinte der Boss. Ich nickte. Meine Miene war eisern, sie zeigte keine Gefühle. Er stand auf und gab mir den Wink näher zu kommen. Ich lief betont langsam auf ihn zu und blieb kurz vor ihm stehen. „Nun gut, hiermit bist du offiziell aufgenommen. Bei uns gibt es 5 Regeln.
1. Ein Auftrag wird angenommen, egal welcher.
2. Alle Aufträge, werden sorgfältig erledigt.
3. Wir räumen hinterher immer auf.
4. Wir hinterlassen immer unser Markenzeichen.
5. Wer diese Regeln nicht einhält, etwas falsch macht oder uns verrät ist Tot.
Stimmst du diesen Regeln zu?“ fragte er. „Ja.“ Es war so ein profanes Wort, so schlicht, so einfach und doch beschloss es meine Zukunft als Killerin. „Nun gut von nun an wirst du egal wo du bist, Blue-Gun heißen.“ Sagte er feierlich. Ich verzog meine Lippen nicht einmal zu einem lächeln. „Und dein Partner wird Black-Shadow.“ Jetzt verzog ich meine Lippen aber nach unten. „Nun hier, dass ist euer erster Auftrag.“ Meinte er und drückte mir einen Umschlag in die Hand. „Ach ja, was ist eigentlich mit diesem Max passiert?“ fragte ich und nahm den Umschlag. „Noch nichts.“ „Wenn ich sie wäre würde ich nicht killen. Er ist ein sehr gute Informationsquelle. Er bekommt viel mit und wenn er für sie arbeitet profitieren sie daraus.“ Meinte ich drehte mich um und lief aus dem Raum. Blacky folgte mir. „Sag mal was fällt dir eigentlich ein mit dem Boss so zu reden!“ brüllte er nachdem wir das Gebäude verlassen hatten. „Das kann dir doch egal sein, du wärst ja froh wenn ich weg vom Fenster wäre, also halt einfach die Klappe.“ Knurrte ich und ging zu meiner Wohnung um meine Waffen zu holen.
Als wir dann endlich in einem ziemlich heißen Sportwagen saßen war es bereits 11 Uhr. „Also wo müssen wir hin?“ fragte er mich in eisigem Ton, man konnte förmlich spüren wie es um ein paar Grad kälter im Auto wurde. „Wir müssen nach West- Fellow- Springs, eine kleine Stadt im Süden von New Jersey.“ Meinte ich. „Ok das sind knapp 500 km. Als Erstauftrag ist das echt viel. Normalerweise, müssen die Neulinge die Drecksarbeit machen, aber anscheinend hält er viel von dir. Wie viele Typen?“ „Drei Stück, die wir Killen sollen, aber ich denke, dass da noch mehr sind, die wir aus dem weg räumen müssen. Mindestens sechs weitere. Die werden ihre Vorderen nicht alleine lassen. Dann natürlich Familieangehörige die in der Nähe sein könnten. Also müssten es etwa acht bis neun Leichen sein. Schade das wir sie nicht einfach in die Luft jagen können.“ Meinte ich. Ich völlig in meiner Rolle als Kaltherzige Killerin auf. „Gar keine Schlechte Idee, wir bringen sie um und jagen nachher das haus in die Luft und täuschen einen Gasschaden vor. Und hinterlegen unser Logo. Damit sie wissen zu was wir Fähig sind. Ja eine gute Idee.“ Hörte ich da eine Spur von Anerkennung in seiner kalten Stimme. Wahrscheinlich hatte ich mich verhört. Wir fuhren den ganzen Tag, machten nur kurz rast um auf die Toilette zu gehen und etwas zu essen.
So kamen wir schon abends an. „Da links. Das Haus müsste es sein. Stürmen wir da jetzt einfach rein oder schleichen wir uns an?“ fragte ich und überlegte. „Reinschleichen, wenn es alle die sind, die wir brauchen bringen wir sie um ansonsten müssen wir noch ein bisschen warten.“ Ich nickte nur und brachte all meine Waffen unter. Dann schlichen wir uns Näher. Ich stellte fest das Blacky sein Fach beherrschte. Wahrscheinlich gehörte er zu den besten. Doch ich wollte es mir nicht eingestehen, ich wollte ihn als den kaltherzigen Typen im Kopf behalten. Wir öffneten eines der Fenster im Erdgeschoss mit einem Glasschneider. Dann kletterten wir hindurch und verschlossen es wieder, damit niemand wusste dass wir hier waren. Wir schlichen in Richtung der Stimmen, die im Haus nur aus einem Zimmer kamen. Und wir hatten Glück alle drei Männer saßen dort. Wir schlichen durch die Tür in das Zimmer. Die Männer mussten wirklich blind und taub sein um uns weder zu hören oder zu sehen. Mein Herz klopfte so laut, das es für mich den ganzen Raum auszufüllen schien. „Los.“ Flüsterte Blacky so leise das ich den Sinn des Wortes nur erahnen konnte. Ich richtet mich auf zog meine Waffe und schaltete mein Gehirn aus. Drei Schüsse, nur drei Schüsse und ich wurde zu einer echten Killerin. Ich hatte keine Angst oder Skrupel, es war so einfach, so plausibel, dass es mir nicht in den Sinn kam darüber nach zu denken. Danach jagten wir raus. Blacky hatte schon die Bombe angebracht und wir verschwanden ins Auto. Während er los fuhr drückte ich den roten Knopf. Ein Ohrenbetäubender knall ertönte. Man sah ein riesiges Feuer. Ich schnappte mir unser Markenzeichen und warf es aus dem Fenster. Es landete am Rande des geschehen und doch würde man es finden. Währendessen fraß sich das Feuer über die Überbleibsel des Hauses. Man hörte bereits Feuerwehrsirenen. Blacky gab Vollgas und wir rasten davon. „Nicht schlecht. Drei Kopfschüsse. Für den Anfang bist du gar nicht mal so schlecht.“ Sagte er und sein Gesicht bewegte sich ein Stückchen. Es hätte die Andeutung eines lächeln sein können aber auch ein Blick der Verachtung. Ich zuckte deshalb mit den Schultern und lehnte mich in dem Sitz zurück.
Wir fuhren in ein Motel. „Zwei Zimmer bitte.“ Meinte Blacky. „Es tut mir leid, aber wir haben nur noch ein Doppelzimmer frei.“ Antwortete die Frau an der Rezeption. „Dann geben sie uns das.“ Meinte er trocken. „Wer schläft wo?“ fragte ich ihn als wir ins Zimmer kamen und feststellten das es nur ein Doppelbett gab und sonst nichts. „keine Ahnung. Wir könnten ja beide im Bett schlafen.“ Meinte er sarkastisch und er lächelte anzüglich. „Aber gerne doch.“ Meinte ich und setzte das gleiche lächeln auf. Er starrte mich fast fassungslos an, als ich meinen Anzug auszog und nur noch in Unterwäsche vor ihm stand. Sein Gesicht zeigte zum erstem mal eine Reaktion. Er wurde rot wie eine Tomate und wendete schnell seinen Blick ab. „Ich glaube ich habe das bett für mich.“ Meinte ich und lächelte fast schon fies, ehe ich mich in das Doppelbett legte und ihm Kissen und Bettdecke zuwarf. „Im Schrank hat es bestimmt noch eine Decke die kannst du auf den Boden legen. Meinte ich und deutete auf einen kleinen Schrank in einer Ecke des Zimmers. Immer noch etwas durcheinander wandte er sich zum Schrank und zog eine Decke heraus. Dann legte er sie auf den Boden und pflanzte sich darauf. „Das wirst du nicht noch einmal schaffen.“ Giftete er. Ich kicherte nur vor mich hin. Dann drehte ich mich zur Seite und versuchte zu schlafen, doch es gelang mir einfach nicht. Ich lauschte den Atemzügen von Blacky die langsam immer ruhiger wurden und anzeigten, dass er schlief. Ich drehte mich von einer Seite zur anderen und fand keinen schlaf, immer wieder sah ich die drei Toten Männer, dann die Explosion und dann wie das Feuer die Überreste des Hauses langsam auffraß. Ich war verwirrt. Ich hatte nicht daran gedacht, dass es mich so mitnehmen würde. Ich blieb lange wach und schlief erst in den frühen Morgenstunden ein. Ich schlief so tief das ich nicht einmal träumte. Ich war wie Tod. Ich schlief mit dem Gedanken ein, dass ich nun für immer eine Killerin sein