Black-Wolves

Die Bösen

Verfolgungsjagd teil 2

Als ich aufwachte ging die Sonne gerade auf. Ich liebte Sonnenaufgänge, heute viel er mir zum ersten Mal seit einem Jahr wieder auf. Ich blickte auf die andere Seite. Oskar blickte stur auf die Straße, doch um seine Lippen zuckte es als er meinen Blick bemerkte. „Morgen.“ Sagte ich und richtete mich im Autositz auf. „Morgen. Wir haben so eben Kanada verlassen.“ Meinte er lachend. Ich runzelte die Stirn, er muss ja wie ein irrer gefahren sein um diese Strecke zu schaffen. „Lass mich wieder.“ Meinte ich fast schon schmollend. Er verzog das Gesicht. „Du hast erstens weniger schlaf als ich abbekommen und zweitens hast du es mir versprochen.“ Ich setzte meinen Hundeblick auf. „Du bist ein richtiges kleines Biest.“ Knurrte er, fuhr abergleichzeitig rechts ran. Wir stiegen aus, doch ehe ich auch nur zwei Schritte gehen konnte fiel mir etwas auf.

„Ach du Heilige Sch**ße!“ zischte ich und joggte ums Auto. „Was ist los?“ fragte Oskar verwirrt. Ich deutete in eine Richtung. Man konnte einen Haufen von Polizei Autos sehen und einen Hubschrauber. „Wir werden immer noch verfolgt.“ Rief ich und setzte mich während Oskar ums Auto joggte und sich ebenfalls setzte. „Heute Nacht war es noch so schön ruhig.“ Brummte er. Ich gab Vollgas und wir jagten über die Straßen. „Die haben gewartet bis wir anhalten. Wahrscheinlich wollten sie so unseren Vorsprung zu nichte machen.“ Knurrte er und blickte nach hinten. Die Polizei Autos jagten uns nach, aber der Vorsprung vergrößerte sich, aber der Hubschrauber war ein größerer Brocken. Er konnte locker mit uns mithalten, und hier gab es nirgends Tunnel. „Shit, was machen wir jetzt?“ fragte ich ihn panisch. Er überlegte kurz. „Am besten du fährst bei der nächsten abfahrt runter und dann…“ er holte eine Karte hervor. „Fahren wir Richtung Norden, da kommt ein riesiger Wald, dort ist auch unser versteck.“ Meinte er. Ich nickte und fuhr in manischer Ruhe weiter. Wie er gesagt hatte fuhr ich bei der nächsten Ausfahrt raus und dann Richtung norden. Die Polizei und der Hubschrauber folgten uns. Ich hoffte, dass der Tank noch halbwegs voll war, doch als ich auf die Anzeige schaute, war all meine Hoffnung verschwunden, wir fuhren bereits auf dem Reserve Tank. „Wir haben nicht mehr viel Benzin.“ Murmelte ich mehr zu mir als zu ihm. Er nickte. „Wir müssen ins Hauptquartier schaffen!“ knurrte er und versank wieder in seinen Überlegungen. Ich fuhr weiter und bald hatten wir den Wald erreicht. Als wir drinnen waren, wurde es Schlagartig Ruhig. Der Hubschrauber musste nun Höher fliegen und da nur eine Landstraße entlang führte wuchsen die Bäume oben fast zusammen.

Wir kamen nicht sonderlich weit. Das Auto blieb mit einem lauten krachen stehen. „Shit!“ zischte ich und stieg aus. Oskar folgte mir mit einer Karte in der Hand. Wir joggten direkt in den Wald hinein. „Wo lang?“ fragte ich ihn. Er deutet in eine Richtung. „Wir haben jetzt noch gute zwei Kilometer vor uns.“ Meinte er eiskalt. „Danke so genau wollte ich das nicht wissen.“ Knurrte ich. So joggten wir eine Weile. „Was meinst du, ob sie uns schon folgen?“ fragte ich vorsichtig und schon leicht außer Atem. „Mmmh, sicherlich. Aber wir schlagen immer leichte Haken, so zusagen. Die Schaffens mit ihren Hunden nicht so schnell wie wir.“ Meinte er und griff in seine Tasche. Er holte ein paar Fleischstückchen heraus. „Wie so, woher?“ fragte ich ihn leicht verwirrt. Er lachte und warf die Fleischstückchen in alle Richtungen. „Das wird sie verwirren. Frag nicht, so was ist eigentlich Grundausbildung, aber die hattest du ja nicht.“ Sagte er und bog ab. Ich folgte ihm. Ich würde nicht mehr lange können. „Meinst du, die nehmen uns auf?“ fragte ich ihn fast schon ängstlich, ich musste dringend meine alte Seite wieder in Griff kriegen. „Vielleicht, aber sie werden uns die mittel bieten hier weg zu kommen.“ Sagte er, jetzt wieder in seinem alten, kalten Ton. Fast schlagartig wurde mein Ton auch wieder kalt als ich antwortete. „Na gut, wenn du meinst.“ Er schaute mich kurz an, dann erhöhte er sein tempo und lief einmal um einen Baum, ehe er einen weiten Sprung machte und dann weiter rannte. Ich war ihm gefolgt. Wir mussten jetzt schon mindestens einen Kilometer hinter uns gebracht haben, als der Wald plötzlich finsterer wurde. Welch eine Ironie das man hier ein Maffia Hauptquartier findet. Ich wurde immer langsamer und mein Atem hatte sich mittlerweile in ein keuchen verwandelt. „Du hast keine gute Ausdauer.“ Sagte er um mich zu reizen, doch ich war ihm einen Schritt voraus. „Das im Auto sitzen hat mir nicht gut getan, ich bin total eingerostet.“ Knurrte ich Schweratmend. Er hätte fast gegrinst, das sah ich am leuchten seiner Augen. „Auf geht’s Endspurt.“ Plötzlich sah ich ein paar lichter die aus dem Dunkeln heraus ragten. „Sie werden erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben.“ Sagte er und hob seine Hose hoch, während ich meine Haare auf eine Seite trappierte, damit man unsere „Ausweise“ sehen konnte.

Wir kamen näher und plötzlich schoss jemand aus dem dunkeln nach vorne. Er hatte seine Pistole schon an meinen Kopf gedrückt als Oskar in aller Ruhe sein Zeichen zeigte. „Hey lass mich meins auch zeigen.“ Knurrte ich den Typen Eiskalt an. Die Temperatur sank fast schlagartig um ein paar grad. Ich konnte sehen wie es dem Typen Eiskalt den Rücken herunter lief. Er schaute mir ein paar Sekunden in die Augen, dann lies er uns durch. Wir liefen um das Gebäude beziehungsweise um die Umzäunung um ans Tor zu gelangen. Wir zeigten nochmals unsere Zeichen und traten dann ein. Wir liefen auf das Hauptgebäude zu. Dort angekommen wurden wir angehalten. „Namen!“ knurrte ein ziemlich großer und breiter Typ. „Black-Shadow und Blue-Gun.“ sagte Oskar im selben Ton zurück. Der Typ verschwand während wir warteten. Ein paar Minuten später tauchte er wieder auf. „Mitkommen.“ Knurrte er. Ich enthielt mich eines Kommentars. Naja wer hätte dem Typ auch widersprochen? Wir folgten ihm durch einen Haufen Gänge und Zimmer bis er Schließlich stehen blieb. „warten.“ Brummte er und verschwand. Oskar blickte mich ein paar Sekunden an, dann atmete er tief durch und klopfte. Ein „herein.“ Ertönte und wir traten ein. „Ah wie ich sehe seit ihr endlich angekommen.“ Wir nickten synchron. „Leider gibt es da ein Problem. Wir werden verfolgt. Könntet ihr uns helfen?“ fragte er ergeben. „Aber natürlich. Ruht euch erstmal ein bisschen aus, während wir euch einen Hubschrauber bereitstellen.“ Meinte er und lächelte nett, zu nett. Ein Mann trat auf uns zu und bedeutet uns ihm zu folgen. Er brachte uns in ein kleines Zimmer und reichte uns ein paar Waffen. Dann verschwand er, was wir nicht mitbekamen, war, dass er zuschloss.

So saßen wir in diesem Raum fest. „Ich traue dem ganzen nicht.“ Sagte ich schließlich kalt. Er zuckte mit den Schultern. „Wir können nichts anderes Tun, für die ganzen Morde würde man uns Töten.“ Sagte er ebenfalls kalt. Dann wurde es Still, es lag eine unheimliche Ruhe in diesem Raum. Dann hörten wir wie der Schlüssel um gedreht wurde und sich die Tür öffnete.