Reaper
wäre ich nicht wie ein Feigling weggelaufen, so wie sie es getan hat...“
Sey wirft ihr einen wütenden Blick zu.
„... Du hast keine Ahnung, wovon du sprichst, Suki! Sie war alles andere als ein Feigling...“
„Ach ja? Was ich gerade gesehen und gespürt habe, war Feigheit aber ziemlich ähnlich!“
„Was du gesehen hast war nur ein kleiner Teil der Geschichte! Jemand wie du, der immer sein ruhiges Leben führen konnte, hat kein Recht einen Menschen wie sie zu verurteilen!“
Ohne so genau zu wissen warum, spürt sie, wie ihre Augen ein wenig brennen und geht schnell Richtung Tür.
„...Schön! Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich nicht sie bin! Tut mir ja leid, aber ich schätze, du hast das falsche Mädchen gerettet! Ich hoffe du bist nicht zu enttäuscht!“
„Suki! Warte!“
Die Tür fällt mit einem lauten Schlag ins Schloss, der in der bedrückenden Stille, die im Raum zurückbleibt, nachhallt. Sey starrt einige Sekunden auf die geschlossene Holztür vor sich, unschlüssig, was er als nächstes tun soll. Fürs erste begnügt er sich damit, Amanders Barhocker mit einem Tritt in die nächste Ecke zu befördern, bevor er sich schließlich frustriert auf die kleine, schäbige Couch in der Mitte des verlassenen Zimmers fallen lässt und in Gedanken seine eigene Dummheit verflucht...