Fanfic: History of Love

auch mit mir in die Akademie eintritt.“
Sasuke lächelte seinen Bruder strahlend an. Dieser erwiderte es, wie Yumi es schon jetzt von ihm kannte, nur schwach, aber trotzdem herzlich.
„Mutter hat gesagt das wir essen kommen sollen Auch wenn mir nicht ganz wohl dabei ist.“
Sasuke sah ihn fragend an.
„Wieso? Mag Mama sie nicht?“
„Doch, aber Vater nicht wirklich.“
Itachi ging aus dem Raum. Sasuke sprang gleich nach und lief ihm nach. Beide sahen sich aber nochmals nach Yumi um. Diese stand unsicher hinter den beiden. Sie hatte Angst vor ihrem neuen Vater. Sie hatte laut und deutlich gehört, welche Abneigung er gegen sie hatte. Und diese würde er sich nicht vor ihr verbergen. Aber vielleicht konnte sie ja seine Meinung beeinflussen oder gar ändern.
Im Esszimmer stand eine freundlich blickende Frau und am Tisch saß bereits ihr neuer Vater. Er beachtete sie nicht. Er sah nur auf das Gedeck. Die Frau lief auf Yumi zu und reichte ihr lächelnd die Hand.
„Hallo Yumi. Ich bin Mikoto Uchiha und dort am Tisch sitzt mein Mann Fugaku Uchiha. Es freut mich sehr dich hier begrüßen zu können, du bist wirklich ein reizendes Mädchen.“
„Mikoto es steht noch nicht fest das sie bei uns bleibt!“
Yumi zuckte erschrocken zusammen, als die Stimme von Fugaku ertönte. Sie hatte das Gefühl das er sie nie mögen würde. Es konnte sein das sie schon bald wieder woanders wohnen müsste.
„Setzt dich Yumi. Und du Fugaku, gib der Kleinen eine Chance, sie ist jetzt in einer scheren Zeit, sie braucht jede Unterstützung und vor allem Zuneigung. Du weißt doch was Itachi uns erzählt hat. Sie hat gestern Nacht ihre Eltern verloren. Stell dir doch mal vor unseren Kindern würde so etwas passieren.“
„In Ordnung. Ich gebe dem Mädchen eine Chance, aber wenn sie Unfrieden stiftet muss sie sofort gehen.“
„Das wird sie nicht Papa. Sie ist sehr nett.“
Sasuke hatte sich eingemischt und schaute seinen Vater mit ernster Miene an. Dieser nickte nur zustimmend.
„Jetzt setzt euch alle bitte und lasst uns essen. Itachi hilfst du mir dabei das Essen zu verteilen?“
Itachis Antwort war nur eine Reaktion auf das Gefragte. Ohne Worte half er seiner Mutter und setzte sich dann ebenfalls. Niemand sagte einen Ton während des Essens. Ab und an warf jemand neugierige Blicke zu Yumi, aber selbst Fugaku blickte sie nicht mehr feindselig an. Yumi konnte eigentlich recht zufrieden sein. Es schien jetzt doch noch alles gut zu werden.
Nach der Mahlzeit war Itachi der Erste der sich vom Platz erhob. Seine Augen ruhten auf Yumi. So als wollte er sagen das sie ihm folgen sollte. Sie schaute sich in der Runde fragend um. Sie wollte nicht schon am Anfang einen schlechten Eindruck hinterlassen. Ihre neue Mutter nickte ihr zu. Es war also nicht schlimm das sie jetzt ebenfalls aufstand. Sie begleitete Itachi aus dem Haus heraus. Vielleicht wollte er ihr das Dorf zeigen?
„Yumi, wenn du nichts dagegen hast führe ich dich etwas herum, sodass du die Gegend etwas kennen lernst.“
Sie lag also richtig mit ihrer Vermutung. Den kleinen Spaziergang nutze Yumi um ein paar Fragen bei ihm loszuwerden. Immerhin war alles noch Neuland für sie.
„Wie ist denn die Akademie so?“
„Eigentlich ist sie recht simpel. Gut ich war damals auch Klassenbester. Du lernst dort Grundbegriffe und Grundtechniken. So etwas das entstehen lassen von Schattendoppelgängern, was dir denke ich sehr leicht fallen wird.“
Sie war verwundert. Wieso sollte ihr das leicht fallen? Sie hatte noch nie ein Jutsu angewandt.
„Wieso?“
„Nun ja. Dein Clan ist auf Schattenjutsu spezialisiert. Es liegt in deinen Genen, es ist ein Kekkei Genkai.“
„Aber das muss doch nichts heißen, oder?“
„Nein, muss es nicht. Aber kann.“
Sie liefen weiter, wieder schweigend. Sie sah sich in der Gegend um, versuchte sich die Wege zu merken. Ab und an zeigte Itachi auf wichtige Gebäude und erklärte ihr einiges dazu. Dazu gehörte beispielsweise das Haus der Polizei von Konoha, dessen Leiter kein anderer war als Fugaku Uchiha, die Akademie oder der Arbeitsplatz des Hokage.
Als sie zurückkamen stand das Abendessen bereits auf dem Tisch. Yumi wurde von allen größtenteils freundlich begrüßt. Bis auf ihren neuen Vater. Trotzdem schien er nicht abweisend zu sein. Das Abendessen schien anfangs gleichermaßen schweigsam zu werden wie mittags. Doch Mikoto ergriff schließlich doch das Wort.
„Fugaku und ich haben uns über dich Gedanken gemacht Yumi.“
Sie sah auf.
„Wir wollen dich als Familienmitglied betrachten. Das bedeutet das dein Nachname ab heute ebenfalls, jedenfalls für die Öffentlichkeit, Uchiha lautet.
Zudem möchten wir dich darum bitten uns Mutter und Vater zu nennen. Solange es dir nichts ausmacht.“
„Nein, Mama.“
Yumi lächelte und bekam ein ebenso gefühlvolles Lächeln zurück. Sie war eine sehr liebevolle Frau mit sanften Gesichtzügen. Wie alle aus der Familie hatte sie dunkles Haar, in ihrem Fall schwarzes. Es war lang und reichte bis zur Mitte des Rückens. Eigentlich passte Yumi ganz gut in diese Familie, dachte sie sich. Immerhin hatte sie auch schwarzes Haar und ihre roten Augen konnte man mit dem Rot des Sharingans vergleichen. Ihr Vater Fugaku hatte braune und relativ kurze Haare, die aber dennoch sein Gesicht umrahmten. Seine Gesichtzüge waren hart und streng, was Yumi von zeit zu zeit erschaudern ließ. Aus dem Augenwinkel sah sie das Itachi ihr bedeutete mitzukommen. Langsam erhob sie sich und folgte ihm in sein Zimmer. Dort wurde als Zwischenlösung eine Matratze für sie auf den Boden gelegt. Sie war schon dabei darauf zu zugehen, doch die Worte ihres Bruders hielten sie an.
„Du schläfst in meinem Bett und ich auf der Matratze.“
Er deutete nach rechts.
„Dort ist das Bad. Dir wurde alles hingelegt. Morgen geht Mutter auch mit dir einkaufen, damit du nicht immer dieselben Sachen tragen musst.“
„Danke.“
Yumi verbeugte sich leicht und ging ins Bad. Es war ein etwas größerer Raum. Sie fand über der Badewanne ein Kleidungsstück hängen. Es war ein T-Shirt, was ihr offenbar zu groß war, aber für die Nacht war es gut. Sie wusch sich eilig und lief dann wieder zurück in Itachis Zimmer. Dieser war ebenfalls schon umgezogen und ging an ihr vorbei als sie herein kam. Offensichtlich wollte er das Bad jetzt für sich nutzen. In der Zeit kuschelte sie sich in die Decke ein und legte sich auf den Rücken. Morgen würde sie die anderen kennen lernen. Sie war gespannt wie sie auf sie reagieren würden. Aber immerhin war auch Sasuke dabei. Es wurde bestimmt nicht so schlimm wie sie dachte. Sie bemerkte wieder nicht wie Itachi hinein kam. Sie sah ihn erst, als er sich neben ihr auf der Matratze niedergelassen hatte und schaute zu wie er sich ebenfalls hinlegte. Sein Blick ruhte auf ihr. Sie drehte sich auf die Seite und streckte die Hand nach ihm aus. Vorsichtig strich sie ihm über die Wange.
„Gute Nacht, Bruder.“
Er lächelte, mehr als sie es von ihm gewohnt war. Er richtete sich nochmals auf und beugte sich zu ihrem Gesicht um ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn zu geben.
„Gute Nacht, Schwester.“