eién no súimin

Wenn alles auf ein mal anders wird

Ein Mädchen namens "Tanz"....

Die Sonne suchte sich gerade ihren weg über die Hochhäuser Osakas. Bemoku Sen quälte sich mit tiefen dunklen Augenringen aus dem Bett. Wieder mal nur ein paar Stunden schlaf. Langsam schleppte er sich in das winzige Bad und duschte. Danach schleppt er sich in Richtung Kleiderschrank zog sich eilig seine Schuluniform an. Wie er dieses Schwarze Teil hasste.
„Moku-kun, Frühstück!“ rief seine Großmutter und Bemoku beeilte sich. Wie immer standen seine Haare in alle Richtungen als er zum Frühstück erschien. „Moku, kannst du nicht einmal deine Haare kämmen?“ fragte sein Großvater liebevoll und wuschelte ihm durch das Haar. „Hm.“ War alles was Bemoku dazu raus brachte. Er stopfte sich schnell etwas in den Mund, packte seine Schultasche und verließ das winzige Häuschen das so etwas wie eine kleine Oase zwischen all den Hochhäusern war.
Er überquerte die Straße und erwischte gerade noch den Bus. „Hey Schlafmütze!“ rief sein bester Freund Takeru, auch wenn er eher ein Schulfreund war den Bemoku hatte nie sonderlich viel Zeit. Er ließ sich neben seinem Freund auf einen der grauen Sitze fallen. „Und hast du gelernt?“ fragte Takeru und fuhr sich durch die mit Gel hochgestellten Haare. „Wofür?... On nein, wir schreiben heute doch nicht etwa Englisch?!“ rief Bemoku entrüstet aus. „Man musst du auch alles verpennen. Du weist das es echt ärger gibt wenn du schon wieder eine Arbeit verpatzt.“ Moku ließ den Kopf hängen und schloss für einen allzu kurzen Moment seine müden Augen.

Bemoku saß gerade über seinen Schriftzeichen. In der Englischarbeit würde er wohl eine sechs kriegen. Sein Kopf wurde schwer und Sekunden später schlief Bemoku, tief und fest. Er bekam nicht mit das sein Lehrer auf ihn zutrat. Erst als das Gelächter so laut in seiner Klasse wurde das auch er aufwachte, blickte er in die Augen seines Lehrers. „Guten Morgen, Sen-kun.“ Brummte sein Lehrer, Saito-sensei. Sein Blick war streng und bedeutete nichts Gutes. Doch anstatt ihn zu bestrafen wandte sich der Lehrer um und setzte den Unterricht fort.

Endlich konnte er das Klassenzimmer zum letzten Mal verlassen, dachte sich Bemoku und war schon auf dem Weg in Richtung Tür als sein Lehrer ihn zu sich rief. „Sen-kun, kommst du mal bitte, der Direktor möchte dich sprechen.“ Bemoku ließ den Kopf hängen und folgte seinem Sensei in das Büro des Direktors.
„Ich habe gehört du hast einige Probleme im Unterricht.“ Sprach der Direktor und setzte sich in seinem Stuhl zurecht, während Moku mit hängendem Kopf auf den Boden starrte. „Wir möchten, dass du Nachhilfe bekommst. Und ehe du etwas sagst, eigentlich geht es mich nichts an, aber ich sehe das du sehr intelligent bist, das aber nicht nutzen kannst, so etwas macht mir Sorgen.“ Bemoku hob seinen Kopf und blickte den Direktor verwirrt an, was sollte den das jetzt heißen.
„Deshalb hab ich ein bisschen nach geforscht. Du arbeitest den ganzen Tag und die Nacht, nicht wahr?“ Bemoku nickte müde, hatte aber Hoffnung heil wieder aus dieser Angelegenheit zu kommen. „Mai-chan, komm doch bitte rein.“ Ein Mädchen ebenfalls sechzehn betrat das Büro und blickte fast schon ängstlich in die Runde aus Bemoku, einem Lehrer und dem Direktor. Ein zufriedenes lächeln huschte über das Gesicht des Direktors.
„Darf ich vorstellen, das ist deine Nachhilfelehrerin, Kitamoto Mai. Und Mai das ist dein Schüler, Sen Bemoku, bring in zu seinem vollen Potenzial.“ Moku blickte Mai misstrauisch an. Dann verabschiedete er sich respektvoll vom Direktor und machte sich auf den Weg in Richtung Ausgang.
Er hörte wie auch Mai sich verabschiedete und ihre eiligen Schritte um zu ihm aufzuschließen. „Hey, warte auf mich!“ rief sie und joggte neben ihm her. Plötzlich wollte er nur noch aus diesem Haus raus, das ihm manchmal vorkam wie ein Käfig. „Hey, wo soll ich dir Nachhilfe geben?“ fragte sie ihn schwer atmend, während Moku die letzten Treppenstufen in Richtung Ausgang in angriff nahm. „Nirgends!“ knurrte er und lief weiter. „Hey, aber der Direktor hat gesagt wir sollen gleich anfangen!“ rief sie und rannte ihm hinterher. Schlagartig blieb Moku stehen und drehte sich um. Mai rannte direkt in ihn hinein und wäre fast hingefallen, hätte Bemoku nicht ihren Arm gepackt. „Hör mir mal zu kleines-“ „Ich heiße Mai.“ „Das wird nichts, ich hab keine Zeit für solche Kindereien.“ Sagte er kalt und ein Schauer bahnte sich seinen Weg über Mais rücken.
Sie verzog das Gesicht und Bemoku fühlte sich Schlagartig schuldig. „Hör mir zu. Es tut mir leid, aber ich muss den ganzen Tag arbeiten und habe keine zeit zum lernen.“ Sagte er in Sanftem Ton. Mai blickte ihn kurz verwirrt an. Warum arbeitete er den ganzen Tag? Fragte sie sich. Sie richtete sich auf und nickte schließlich. „Wir sollten uns aber trotzdem treffen.“ Meinte sie, doch Bemoku hatte sich bereits weggedreht und joggte in Richtung Bushalte stelle um seinen Bus nicht zu verpassen. Mai seufzte und schüttelte den Kopf, was war das denn für ein Junge.

Bemoku verließ den Bus und joggte über die Straße, er war spät dran und wenn er seine Kundschaft nicht enttäuschen wollte musste er sich gewaltig beeilen. Er schnellte in sein Zimmer tauschte seine Uniform gegen Jeans und T-Shirt und jagte in die Küche. Dort schnappte er siech die Takoyaki-Bällchen und füllte sie in die Behälter seines fahrbaren Geschäfts, dann joggte er mit samt seinem Fahrbahrengeschäft zum nächsten Park und stellte sich dort an seine Stelle.

Es war zweiundzwanzig Uhr und Bemoku packte zusammen. Das Geschäft war relativ gut gelaufen und sie hatten Plus gemacht, wenigstens rechnen konnte er. Doch diesen Gedanken stoppte er schnell, er das ja schließlich für seine Großeltern. Allerdings waren seine Gedanken bei einer Begegnung. Mai war da gewesen und hatte ihn buchstäblich gezwungen zu lernen.

Flashback
Bemoku verkaufte gerade ein Takoyaki-Bällchen als ein junges Mädchen im Park erschien und zielstrebig auf ihn zu marschierte. Erst beachtete er sie gar nicht, sein Geschäft lief gerade ziemlich gut und er hatte nicht die Zeit sich darum zu kümmern. Das Mädchen stellte sich abseits und wartete bis keine Schlange mehr am Takoyakistand herrschte. „Moku-kun, ich hab dich also gefunden.“ Sagte sie und stellte sich direkt vor ihn, jetzt erst erkannte er sie richtig.
Mai. „Was kann ich für sie tun?“ fragte er höflich distanziert. Er kam sie komisch vor, hatte sie ihn nicht gerade Moku-kun genannt. So nannten ihn nur seine Großeltern. Mai runzelte die Stirn. „Jetzt hör mir mal zu! Ich bin wegen dir durch die ganze Stadt gereist bis ich endlich dein zu Hause gefunden habe, und was erwartete mich, deine Großeltern die keinen blassen Schimmer haben wo du bist. Ich hab mich durch die komplette Nachbarschaft durchgefragt bis ich dich endlich gefunden habe!“ kreischte sie und ihre Augen funkelten wie schwarze Smaragde im Sonnenlicht.
Bemoku konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. Irgendwie war sie ganz süß. „Und jetzt, fragst du mich doch tatsächlich was ich von dir will!“ das kam noch eine Oktave höher heraus. „Warum ich das frage, ich habe keine Ahnung. Warum willst du mir unbedingt etwas beibringen, ich bin ein Hoffnungsloser Fall.“ Die Schwarzhaarige blickte ihn ein paar Sekunden entrüstet an. Dann wurde ihr Blick kalt, fast schon arrogant. „Pass auf, wir sind beide von einander abhängig.“ –sie hob die Hände als Bemoku widersprechen wollte- „Hör mir zu. Der Direktor ist mein Onkel und er hat mir versprochen, dass ich nach Tokio reisen darf. Dafür musst du wesentlich besser werden Ok. Und du fliegst von der Schule, wenn du nicht besser wirst.“ Bemoku blickte sie geschockt an.
Deshalb war der Direktor so nett zu ihr. Sie war also ein eigennütziges Biest. Er schlug die Zähne aufeinander, innerlich kochte er. Von wegen Süß, ein Biest! Moku musste sich wirklich zusammen reisen. „OK Kitamoto-san, dann lass uns doch einen Diel machen.“ Sagte er und sein Ton wurde jetzt höhnisch. Mai runzelte die Stirn. „Ok, wir machen es so, du bist soweit ich weis jeden Tag hier, also komme ich immer so um fünf wenn das Geschäft schlecht läuft und wir machen eine Stunde Nachhilfe.“ Ohne auf seine Antwort zu warten verschwand Mai einfach.

Flashback ende

Hatte er jetzt tatsächlich ein Diel mit einem Mädchen um zu, er schüttelte sich, lernen. Er konnte es immer noch nicht glauben. Er war fast schon fassungslos.
Er lief nach Hause und warf sich Müde ins Bett. Morgen hatte er also Nachhilfe.