Death Angel 2
Prolog
Mitten in der Nacht rannte ein junger Mann die Straßen eines kleinen Dorfes entlang, als würde er um sein Leben rennen. Niemand sonst war zu sehen, dennoch wurde er von jemandem oder etwas Verfolgt.
Die Straßen waren nur schwach vom flackernden Licht der Laternen erleuchtet. Er rannte immer weiter, bog gehetzt in eine Seitengasse ab, die sich jedoch als Sackgasse herausstellte. Es gab keinen Ausweg mehr. Der junge Mann drehte sich erschrocken um, als dieser bemerkte, dass sein Verfolger ihn eingeholt hatte.
„Bitte.“, flehte er, „Ich hab es nicht. Ich schwörs. Bitte lasst mich gehen.“
Die Person trat in die Dunkle Gasse, er trug eine Pechschwarze Kutte und man konnte sein Gesicht nicht erkennen.
„Du sagst mir sofort wo das Schattenamulett ist.“, sagte dieser Bedrohlich.
„Ich weiß nicht wo es ist, wirklich nicht.“, sagte er mit flehender Stimme.
„Du weißt also nicht wo es ist?“, fragte die Person sarkastisch.
„Ja ich hab keine Ahnung wo es sein könnte.“, sagte er ängstlich.
„Schweig! Du hast einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Deine Seele gehört demnach ihm, auch wenn du noch nicht Tot bist.“
„Moment mal! Ich habe keinen Vertrag mit dem Teufel abgeschlossen. Unsere Sekte verehrt den Höllenfürst und versuchte ihn mehrmals zu Beschwören. Er hat uns nur noch nicht erhört.“, schwärmte er.
„Oh er hat euch erhört, schon bei eurem ersten Treffen. Hattest du nicht bereits vor wenigen Wochen eine Begegnung bei der du einen Vertrag mit deinem Blut Unterschrieben hast?“
Der junge Mann dachte einen Moment nach bis ihm die Erleuchtung kam.
~FLASCHBACK~
Vor einiger Zeit ist wieder mal eine Beschwörung des Teufels fehlgeschlagen. Ich ging niedergeschlagen zu meinem Büro, ich dachte ich wäre alleine bis…
„Es muss frustrierend sein, wenn der den man anbetet nicht Antwortet, nicht wahr?“, fragte jemand.
„Was? Wer ist da?“, fragte ich sauer.
Mein Bürostuhl, der zur Wand gedreht war, drehte sich langsam in meine Richtung, in ihm saß eine junge Frau. Sie war komplett schwarz gekleidet, sie faltete ihre Hände so und lehnte ihre Lippen daran.
„Wer sind Sie und wie sind sie hier herein gekommen?“, rief ich laut.
„Nicht so laut, du Narr! Ich bin gekommen um dir ein großzügiges Angebot zu machen.“, sagte sie mit düsterer Stimme.
„Was für ein Angebot?“, fragte ich neugierig.
Die Frau lächelte leicht und hielt mir einen Zettel hin.
„Was ist das?“, fragte ich.
„Wenn du irgendwelche Wünsche hast, dann sollte dieser Vertrag dich interessieren.“, sagte sie und legte eine schwarze Schreibfeder neben den Zettel.
„Ist das ein Vertrag? Aber wieso sollte dieser Vertrag meine Wünsche erfüllen?“
„Ganz einfach. Wenn du diesen Vertrag Unterschreibst, erfüllen sich all deine Wünsche. Egal was es ist. Ruhm, Geld, Macht. Alles wird dein sein.“, sagte sie in einem verlockenden Ton.
Ich nahm den Vertrag in die Hand und las ihn mir durch.
„Und das wird mir jeden Wunsch erfüllen?“, fragte ich freudig.
„Alles was du dir wünschst.“
Natürlich akzeptierte ich den Vertrag, also nahm ich die Feder in die Hand und Unterschrieb. Aber als ich die Feder ansetzte fing meine Hand Teuflisch an zu Brennen, die Tinte war Blutrot.
~FLASHBACK ENDE~
„Diese Frau war bei mir und hatte mir einen Vertrag angeboten. Das kann nicht sein, soll das etwa heißen, dass die Tinte mein eigenes Blut war?“, fragte dieser erschrocken.
„Du hast es erfasst und durch deine Unterschrift wurdest du gezeichnet, du trägst seit dem ein Mal an deiner Hand.“
„Das Pentagramm? Das kann einfach nicht wahr sein, dieses Weib war eine Botin des Teufels?“
„So könnte man das auch sagen. Deine Seele wird nun ihm gehören.“
„Aber er bekommt meine Seele nur wenn ich sterbe.“
„Ich kenne die Regeln, du brauchst mich nicht aufzuklären.“
Als die Person ihre rechte Hand hob, erschien sofort eine Sense, deren Klinge so schwarz wie die dunkelste Nacht und mit blutroten Zeichen geziert war.
„Wer bist du?“, fragte der junge Mann ängstlich.
„Was meinst du wohl wer ich bin?“
„Keine Ahnung?“, fragte er quietschend.
„Ich bin der Tod und gekommen um dich zu holen.“
Mit diesem Satz hob die Gestalt die Sense und schlug zu, ein ungehörter Schrei schallte durch die Stadt.