Vergangenheit wird Gegenwart
nochmal mit dir reden muss“, sagte Danny und sah Ishizu entschuldigend an. Diese seufzte leise und sagte schließlich: „Nun gut...kommt mit, ich habe dem Pharao etwas wichtiges zu sagen“ Dann ging sie wieder in den Raum mit den drei Tafeln. Kari und Danny folgten ihr und sie blieben hinter der älteren stehen. „Pharao...“, Yami musterte sie interessiert, „Ich habe viel über diese Tafel mit Hilfe meiner Milleniumskette herausgefunden“, begann Ishizu und sah Yami von der Seite her an. „Dazu gehört auch, dass ich in Erfahrung brachte, dass ihr ein mächtiger Herrscher ward...“ Yami stockte und sah von der Tafel zu Ishizu. Er hatte sich schon oft gefragt, wo er herkam und wer er war, aber so etwas. Teas Augen wurden immer größer und sie stellte sich Yami als Pharao vor. Sie verfiel so in Schwärmereien, dass sie ihre Umgebung vergaß.
„Danny, was ist?“, flüsterte Kari und sah ihre beste Freundin stirnrunzelnd an. „Weißt du, was sich die da“, sie nickte kurz in Teas Richtung, „vorstellt? Glaub mir, das willst du nicht wissen...sie dir nur mal ihren Blick an...der sagt alles“ Hikaris Blick wanderte zu Tea, die Yami anstarrte, als wolle sie ihm gleich um den Hals fallen und zu Boden knutschen. „Mach jetzt bloß nichts falsches“, ermahnte die braunhaarige Danny und sah sie mit festem Blick an. „Ich weiß, wie weit ich gehen kann, danke“, gab diese nur noch zurück und setzte kurz hinzu: „Yoshimori tut auch immer so, als würde ich nicht aufpassen können“ „Weil es auch manchmal stimmt“, murmelte Kari und verkniff sich ein Lachen, als sie den Gesichtsausdruck ihrer Freundin sah. Die beiden merkten gar nicht, dass Ishizu schon wieder den Raum verlassen hatte.
Tea wirkte immer noch abwesend und Yami warf der Tafel noch mal einen Blick zu. Die dritte Tafel beachtete er nicht und wandte sich zu den anderen.. „Danny...wo wohnst du eigentlich solange?“, fragte er und Kari hörte auf zu kichern. „Ich habe keine Ahnung...wieder bei dir?“ „Ich denke nicht, dass irgendjemand etwas dagegen hat“, meinte Yami und sah zu Kari. „Ach ja...Kari, wo willst du eigentlich hin?“, fragte die schwarzhaarige und musterte ihre Freundin von der Seite. Diese stockte und sah sie nicht an. „Ich muss mir wohl ein Hotel nehmen...“ „Oder du kannst in das zweite Gästezimmer von uns ziehen“, sagte Yami. Kari wirkte glücklich und nickte erfreut.
Somit verließen sie wieder das Museum und standen nur kurz danach an der Straße. Tea zog Yami über den Zebrastreifen, weit weg von den beiden Ägypterinnen. Doch Danny folgte den beiden sofort, genauso wie Kari. Tea blieb wütend stehen und murrte: „Hätte sie sich nicht ein Hotel nehmen können?“ „Tea!“, zischte Yami leise und warf ihr einen kurzen bösen Blick zu. Danny und Kari standen nun neben Yami und sahen beide wütend zu Tea. „Es wäre doch wirklich am besten, wenn ihr beide wieder nach Hause fahren würdet“, meinte Tea kühl und zog Yami weiter. Dieser stoppte jedoch und zog seine Hand weg. „Tea hör auf!“, sagte er mit einem Funken Wut in der Stimme. Danny wollte grade etwas erwidern, als sie Karis Stimme sagen hörte: „Oh mein Gott!“ Verwirrt drehte sich die schwarzhaarige um und sah ein Auto, das direkt auf Yami und Tea zuschoss. Diese standen wie zu Salzsäulen erstarrt da. Danny machte einen Satz nach vorn, schubste die beiden aus dem Weg und sah das Auto auf sich zukommen. 'Das wars dann wohl', dachte sie sich und spürte nur noch den harten Aufprall, der sie aufschreien ließ. Das Auto schoss weiter und schliff sie mehrere Meter mit. Doch wie durch ein Wunder bremste das Auto urplötzlich ab und kam vor dem Baum am Straßenrand zum stehen. Danny wurde ohnmächtig und bekam nicht mehr mit, wie Yami, Kari und Tea angelaufen kamen und sich neben sie knieten.
„Sie müssen den Notarzt rufen“, rief Kari einer jungen Frau zu, die ebenfalls zum Unfallort geeilt kam. Kari wusste, dass sich, wenn man sagte: „Jemand muss den Notarzt rufen“, niemand verantwortlich fühlte. Sofort wählte die Frau die notwendige Nummer und setzte den Notruf ab. „Der Krankenwagen ist unterwegs.“, informierte die Frau Hikari. Diese nickte nur und wandte sich an Yami: „Du musst alle anderen zum weitergehen bringen!“ Yami nickte und begann sich darum zu kümmern.
Nach wenigen Minuten kam der Notarzt, doch die Ärzte weigerten sich, weitere Personen mitzunehmen. So mussten Kari, Yami und Tea zum Krankenhaus laufen, nachdem sie allen Bescheid gegeben haben, was passiert ist. Tea war am Boden zerstört, da sie sich vorher noch mit Danny gestritten hatte. Stillschweigend lief sie neben Yami und Kari, die beide weiß wie eine Wand waren. Nach einer Viertel Stunde kamen sie dann auch endlich am Krankenhaus an und Kari hoffte sehr, dass es ihrer besten Freundin gut ging.