Vergangenheit wird Gegenwart

Wer bist du wirklich?

Ich hab nicht viel zu sagen, also lass ich es....XD
viel Spaß beim Lesen

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Wer bist du wirklich?

Ein weißer Raum, in Schweigen gehüllt. In der Mitte des Raumes -an der Wand- stand ein Bett. In diesem lag Danny und ihre Verbände schimmerten im schwachen Licht.
Danny schreckte hoch und sah in den leeren Raum. „Uhh“, machte sie und hielt sich den Kopf. Danielle spürte den Verband unter ihren Fingern und auch die anderen Verbände blieben ihr nicht verborgen. „Was ist denn nur passiert?“, fragte sie in den Raum und erhielt sogar eine Antwort: „Nach dem Unfall seid ihr sofort ins Krankenhaus gekommen...“ Die Stimme war ihr vertraut und sie klang geheimnisvoll. Aus dem Schatten in der Ecke trat ein Mann, mit pechschwarzem Haar und schwarzen Augen. „Anubis?“, fragte Danny ungläubig und setzte sich etwas auf. „Es ist mir eine Ehre eure Hoheit“, meinte der Totengott der Alten Ägypter und verneigte sich ein wenig. Sie zuckte etwas zusammen und nuschelte: „Anubis lass das!“ „Aber ihr seid doch....“ „Anubis!“, fuhr sie ihn scharf an und ihre Augen blitzten auf. Er schüttelte nur den Kopf und sagte schließlich: „Ihr werdet es nicht ewig vor ihm verheimlichen können! Er hat es schon einmal herausgefunden und wenn ihr nicht vorsichtiger seid, weiß er es bald“ Mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand wieder. Ein leichter Seufzer von Danielle, bevor sie ganz langsam versuchte aufzustehen. Sie stütze sich so gut wie möglich ab und hinkte zur Tür. In dem Moment, als sie die Tür öffnen wollte, ging sie auf und im Türrahmen stand: Yami. 'Scheiße!', schoss es dem kleinen Mädchen gleich durch den Kopf. 'Das wars dann wohl'
Etwas verwirrt schaute sie der größere an und es dauerte einige Minuten, bis er wieder Worte fand: „Du bist wieder wach? Aber was tust du denn da?“ Danny schluckte unmerklich und wandte sich leicht ab: „Ich wollte...nach Hause“ „Das ist doch nicht dein Ernst“ „Doch mein voller Ernst“, meinte sie eine Spur kühler als beabsichtigt und wollte an ihm vorbei. Doch dies ließ er nicht zu. „Du bleibst hier“, war das einzige, was er noch zu sagen hatte, bevor er Danny wieder zum Bett schubste. „Hey!“, murrte sie und warf ihm einen leicht wütenden Blick zu. „Hör auf! Das passt doch nicht zu dir“, murmelte er leise und setzte sich neben sie. „Was willst du?“, fragte sie hart und wendete sich von ihm ab. „Wie wäre es, wenn du mich erst mal ansehen würdest?“, nuschelte er leise, doch Danielle machte keine Anstalten, ihm diesen Gefallen zu tun.
„Danny...ich...irgendwie habe ich das Gefühl, dich zu kennen“, meinte er nachdenklich nach ein paar Minuten und sah auf sein Puzzle. Ein komischer Blick folgte von ihr, den er aber nicht mitbekam. Viel zu sehr war er auf sein Puzzle fixiert. „Das mag sein“, murmelte sie eher zu sich, dennoch hörte er es und sah sie an. „Was meinst du damit?“ „Ach nichts“, winkte sie schnell ab, doch er gab sich nicht damit zufrieden. Stattdessen zog er eine Augenbraue hoch und musterte sie genau. „Du verschweigst uns etwas“, stellte er fest und sein Blick wurde düster. „Vielleicht würdest du schon einen Teil meines Geheimnisses wissen, wenn du dir nur die dritte Tafel im Museum angesehen hättest“, sagte sie nur und legte sich wieder hin. „Vielleicht helfen dir auch Ishizu oder Kari, aber denk dran Pharao...das vollständige Geheimnis ist tief in deinem Herzen“ Sie wusste sofort, dass sie damit zuviel gesagt hatte und wandte deshalb schnell den Blick ab. „Was meinst du mit: 'in meinem Herzen'?“, kam auch gleich seine Frage. „Ich werde es dir erzählen...irgendwann“, zwinkerte sie und gab ihm einen Schlüssel. „Diesen wirst du brauchen, wenn du jetzt sofort ins Museum gehen willst...zur Not ist auch noch Ishizu da“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und versuchte zu schlafen. Yami saß ein wenig verdattert auf der Bettkante und überlegte, ob er wirklich jetzt noch zum Museum gehen wollte.
Dann fasste er einen Entschluss und stand auf: „Ich komme nachher wieder!“ Ein leichtes „Hm“ ertönte von ihrer Seite und er verschwand zur Tür hinaus.
„Glaubst du nicht, dass er bald erfährt, wer du wirklich bist?“, fragte eine Stimme aus dem Schatten. „Nein meine Liebe...“, grinste Danny in sich hinein und ließ ihre Augen geschlossen. „Aber..wenn er jetzt herausfindet, dass...“ „Er wird es nicht herausfinden...Es wissen nur sehr wenige davon und Ishizu gehört dazu. Dabei bleibt es auch, fürs erste. Ich hoffe nur, dass sie nicht zuviel erzählt und ich ihm nachher noch irgendwelche Fragen beantworten muss....“ „Professor Yoshimori wollte auch noch heute kommen“ „Dann können sie ihm ja beide beibringen wer ich wirklich war“, murmelte Danny und knautschte ihr Kissen zurecht. „Ich gehe wieder..wenn du mich brauchst, ruf mich...wie immer“ „Das werde ich“, murmelte Danielle noch, bevor ihr Gegenüber verschwand.
Yami stand nun vor dem Museum, in dem nur noch wenige Lichter brannten. Überlegend drehte er den Schlüssel ein paar mal in seiner Hand, bevor er auf die Tür zuging und diese aufschloss. Das Licht in der Eingangshalle war gedämpft und es schien, als wären die einzigen Lichtquellen ein paar Vitrinen in seiner Nähe. Die Tür fiel leise ins Schloss und eine drückende Stille herrschte im Gebäude. Leise ging er durch den riesigen Raum und kam in den richtigen Austellungsraum, an welchem gleich der Keller grenzt. Doch bevor er auch nur an der Tür ankam, hörte er eine weibliche Stimme: „Mein Pharao“ Yami drehte sich um und sagte: „Ishizu“ „Schön, euch noch einmal zu treffen“, meinte die Ägypterin und blieb vor ihm stehen.
Er nickte nur und sah einen Mann auf sich zukommen: „Hallo...mein Name ist Professor Yoshimori“ Yami nickte erneut und sah von Ishizu zu dem Professor. „Wussten sie, dass ich komme?“, fragte er leise nach. Die beiden zögerten sehr lange, bevor Ishizu antwortete: „Wir wurden vorher informiert, ja“ Dies machte den ehemaligen Pharao etwas stutzig, aber er sagte dazu nichts mehr. Stattdessen kam er gleich zum Thema: „Ich muss mir noch einmal die Steintafeln ansehen“ Die beiden nickten und Ishizu ging voran. Sie öffnete die Kellertür und ließ Yami eintreten. Das Licht flammte auf und der Blick des bunthaarigen wanderte sofort zur dritten Tafel. Bei dem Anblick blieb ihm für kurze Zeit das Herz stehen und er wurde blass. 'Das ist ja...sie sieht fast so aus wie Danny!' „Wer ist das?“, versuchte er sich seine Erschrockenheit nicht anmerken zu lassen.
„Das ist die Frau des namenlosen Pharaos...Kija“, erklärte Yoshimori und sein Blick heftete sich auf die Steintafel. „Ich hatte...eine Frau?“, fassungslos stand Yami da und sofort kamen ihm Dannys Worte wieder in den Sinn: 'das vollständige Geheimnis ist tief in deinem Herzen'. 'Das kann doch nicht sein' Verwirrt hielt er seinen Kopf. 'Was hat Danny damit zu tun?' „Danielle ist...eure Nachfahrin...und die Wiedergeburt von Kija“, sagte Yoshimori und schluckte leicht. Yamis Reaktion war nicht anders als erwartet. Er stürmte aus dem Museum und lief mit einem Funken Wut zum Krankenhaus.
Danny schlummerte noch, als die Tür aufgerissen wurde. Sie schreckte hoch und sah verwirrt zur Tür. „Yami“, meinte sie freundlich, stockte aber, als sie seinen Gesichtsausdruck sah. „Du hast es die ganze Zeit gewusst, oder?“, fragte er wütend und sah sie scharf an. „Tut mir leid, ich weiß nicht, was du meinst“, kam es von ihr, doch wich sie seinem Blick aus, welcher sie scharf musterte. „Natürlich weißt du das“, knurrte er und Danny wich ein Stück zurück. „Schön, du hast es herausgefunden, aber warum bist du jetzt sauer?“ „Du hättest es mir sagen können!“, meinte er beleidigt und setzte sich wieder auf die Bettkante. „Ich kann dir doch nicht alles erzählen“, murmelte sie, sodass er es noch hören konnte. Er murrte leise und sah kurz zu ihr: „Aber...ich weiß nichts mehr aus meiner Vergangenheit...ich kann mich nicht an meine Frau erinnern“ Seine Stimme klang etwas melancholisch. Sie nahm ihn -so gut es ging- in den Arm und flüsterte ihm zu: „Sieh es mal so: Du lebst in dieser Zeit und du kannst deine Vergangenheit erforschen...das ist besser, als wenn du noch weitere 3000 Jahre im Puzzle sitzen und du niemals erfahren würdest, wer du wirklich bist...“ Ein zustimmendes Nicken seinerseits, bevor er sich umdrehte und ihr plötzlich einen Kuss gab. Dannys Augen weiteten sich und als er wieder von ihr abließ, fragte sie: „WAS SOLLTE DAS?“ „Ich...ich habe schon seit langem versucht, zu erfahren, was du mir bedeutest“, murmelte er und wurde zu ihrer Verwunderung rot. „Komm schon, so lange kennen wir uns noch nicht“, meinte sie und sah ihn scharf an. „Aber ich...habe schon immer das Gefühl gehabt, dich zu kennen und dass ich dir vertrauen kann...“ Nun war es an ihr rot zu werden, „Hör auf sowas zu sagen“, murmelte sie und lehnte sich gegen ihn. „Nur haben wir ein Problem...was ist mit Yugi?“ Yami überlegte und kam zu einem Entschluss: „Alle anderen wissen ja, dass ich eine völlig andere Person als Yugi bin, also dürfte es bei unseren Freunden kein Problem sein...sollten wir jedoch auf andere treffen, müssen wir uns was einfallen lassen“ Danny nickte nur und gähnte. „Müde?“, fragte er und als keine Antwort kam, schaute er sie an. Danielle war schon eingeschlafen und ein Lächeln zierte ihr Gesicht.
Der ehemalige Pharao nahm sie in den Arm und ließ sich zusammen mit Danny nach hinten fallen und bis zum nächsten Morgen schliefen die beiden nebeneinander.