Oneshots für mein Hasi

Depósito de cadáveres

David seufzte. Wieder einmal bereitete er sich als Rechtsmediziner auf eine Obduktion vor. Die Person: eine junge Frau, mit rötlichen Haaren und heller Haut. Seine Aufgabe war es nun, die Todesursache herauszufinden. Erneut verließ ein Seufzer seine Lippen.
Seit mehreren Tagen konnte er nicht mehr richtig schlafen. Seine Frau Andrea machte sich Sorgen, das wusste er. Dennoch beruhigte er sie nicht, sondern ließ sie im Unklaren.
Langsam hob er das Leichentuch und besah sich die Frau. „Wie es aussieht, wurde sie vergiftet“, murmelte er seinem Assistenten zu. Dieser nickte nur und verließ den Raum.
David ließ sich auf den Stuhl neben der Leiche nieder und rieb sich die Augen. Es war leicht schummrig im Zimmer, was ihn nur noch müder machte. Plötzlich hörte er eine Stimme. „David“ Sofort sah er auf. Nicht zu sehen. „David“ Die Stimme wurde lauter. „David“ Nun sah er sie. „Alexandra?“
Die junge Frau, die nun vor ihm stand, war Alexandra, seine Liebhaberin. Sie war in ein weißes Leichentuch gehüllt, schimmerte leicht durchsichtig und starrte ihn wütend an. „Warum hast du dich nicht bei mir gemeldet?“, stellte sie ihre erste Frage. „Du wolltest deine Frau für mich verlassen! Warum, David, hast du nicht bei mir angerufen?“ David schluckte. Alexandra lief weiter um den Obduktionstisch herum und starrte ihn weiterhin an. Dann kam eine zweite Stimme dazu: „David“ Wieder schnellte David herum und starrte in die Richtung, aus der die Stimme kam. „David!“ Dieser schluckte nur. „Andrea!“ Seine Frau kam langsam auf ihn zu. Wie Alexandra war sie in ein weißes Leichentuch gehüllt und schimmerte. „Warum David? Warum kümmerst du dich nicht mehr um uns? Ich habe dein Kind groß gezogen! Lucy sieht dich kaum noch! Du lebst nur noch für deine Arbeit!“ David presste seine Lippen stark aufeinander. Kein Wort wollte auch nur seinen Mund verlassen. „David, ich weiß von deiner Liebhaberin“ David atmete ruckartig ein.
Doch das war alles kein Vergleich, zu dem, was jetzt kam. „PAPIIII“ Die helle Stimme seiner Tochter ertönte hinter ihm. „PAPIIIII! WANN KOMMST DU WIEDER NACH HAUSE?“ David drehte sich ganz langsam um und sah zu Lucy, welche ihn traurig ansah. Auch sie trug ein Leichentuch und schimmerte leicht. Noch dazu trug sie einen riesigen Teddy auf ihren Armen, der fast größer war, als sie selbst.
„PAPIIII! WANN KOMMST DU UND SPIELST WIEDER MIT MIR?“ David schluckte erneut. Lucy starrte traurig zu ihm hinauf, da sie nun vor ihm stand. Doch dann wandte sie sich ab und verschwand, zusammen mit Alexandra und Andrea. David schüttelte den Kopf.
Doch plötzlich spürte er neben sich eine Bewegung und da setzte sich auch schon die Leiche auf und schaute ihm ins Gesicht. „Hallo David“, sprach die junge Frau mit brüchiger Stimme.

David setzte sich ruckartig auf. Lucy saß neben ihm und rief: „Papi, endlich bist du wach!“ David sah zur Seite und entdeckte dass er in seinem Bett lag, zusammen mit Andrea, die nun ebenfalls wach wurde.
David beschloss, die Sache mit Alexandra auf sich beruhen zu lassen, anrufen würde er sie nicht mehr. So kam es, dass er am Nachmittag mit Andrea und Lucy im Park saß und nicht mitbekam, wie Alexandra in der Nähe stand und telefonierte. Erst als sie dichter war, hörte er ihre Stimme, ließ sich aber nichts anmerken.
„Ja..und David hat sich immer noch nicht gemeldet! Ich frage mich, was er hat... Ich meine, er wollte seine Frau für mich verlassen!“ Alexandra ließ ihren Blick durch den Park schweifen und entdeckte David. „Du warte mal, ich glaubs ja nicht! Da sitzt er mit seine Familie! Ich ruf dich wieder an!“ Damit legte sie auf und lief wütend zu David. „Sag mal, kannst du mir mal erklären, was das hier soll? Du hast verprochen, dich zu melden!“ David schluckte und sah kurz zu seiner Frau, die kühl zu Alexandra sah.
„Du kommst jetzt mit mir mit!“ David stand auf und wurde plötzlich von ihr am Arm gepackt. David wehrte sich nur kurz, da er plötzlich am anderen Arm von Andrea gepackt wurde. „Nein wird er nicht!“ Alexandra sah nur kühl zu Andrea und....

ENDE

fieses Ende, ich weiß, aber ein offenes Ende ist immer gut ^.-
*knuff*