Galaxy


Ishizu Ishtar wandte sich vom Fenster ab, sah zu ihm und meinte leise: „Nicht direkt gehört. Ich hatte es eher schon vorhergesehen.“ Bei diesen Worten umfasste sie ihre goldene Halskette. „Meine Milleniumskette zeigte mir dies schon längst.“ Der Wachmann sah verwirrt drein.
Eine Weile herrschte Stille im Raum, bis Ishizu leise sagte: „Beschreiben sie mir doch noch einmal den Vorfall!“
Der Wachmann schloss kurz die Augen und überlegte: „Dieses Mädchen ist mir schon heute Morgen aufgefallen! Sie hatte zuerst nur vor dem Museum gestanden und sich umgesehen! Verdächtig, wie ich zu einem meiner Kollegen sagte. Später hat sie dann versucht, sich ohne zu bezahlen reinzuschleichen!“ Seine Stimme klang nun aufgebracht. „Wir haben sie erwischt, und haben sie wieder vor die Tür des Museums gesetzt. Wir wollten es bei einer Verwarnung belassen, doch anscheinend hatte sie es geschafft, doch noch in unser Museum zu kommen! Und eben hat sie eine Papyrusrolle gestohlen!“
Ishizu hatte interessiert zugehört, dann fragte sie leise: „Wissen Sie, welche Rolle das war?“
„Natürlich! Das war die Papyrusrolle Nr. 34, die mit der Frau des Pharaos Atemu und ihrer Schwester.“ Ishizu nickte, zeigte so, dass sie verstanden hatte. Dann forderte sie ihn auf: „Beschreiben sie mir das Mädchen!“
Wieder überlegte der Wachmann und sagte dann: „Sie war recht klein, blond, und hatte eisblaue Augen. Ich schätze, sie war nicht älter als 14.“
Ishizu lächelte leicht: „Dann weiß ich, wer es war!“
„Wirklich? Sie werden diese Diebin doch hoffentlich zur Verantwortung ziehen?“, fragte der Wachmann aufgebracht, doch Ishizu antwortete mit einem einfachen „Nein“.
Dies verwirrte den Wachmann noch mehr. „Aber...“, begann er, doch Ishizu unterbrach ihn: „Die Schriftrolle wird wieder dorthin zurückkehren, wo sie hingehört. Machen Sie sich darüber keine Sorgen!“
Der Wachmann murmelte leise aufgebracht vor sich hin, als er den Raum verließ.