Ninja wider Willen

Schulbeginn... -.-

Kapitel 3

Der nächste Tag stand an. „Hey, aufwachen! Du musst in die Schule! Caro!“ „Noch fünf Minuten...!“, stöhnte ich. „Nichts da!“ Kakashi zog mir die Bettdecke weg. „Jetzt komm freiwillig, oder ich hol den Wassereimer.“ Sofort sprang ich vom Bett. „Du hast gewonnen.“ Langsam trottete ich an Kakashi vorbei ins Bad. Ich sah völlig fertig aus. Ist ja auch kein Wunder, bei dem Tag gestern. Schnell fing ich an meine zerzausten blonden Haare zu bändigen. Wie immer machte ich mir einen Dutt. Danach fing ich an mich zu schminken. Einfach Mascara und Kajal, das war's. Fertig, abgesehen davon, dass ich mich noch anziehen musste... Dafür ging ich wieder in mein Zimmer. Heute suchte ich mir meine weiße Jeans mit meinem blauen Top aus. Dazu noch die passenden Ohrringe und ich konnte los. „Ey, Kakashi, wir können los!“, rief ich. Kakashi kam in mein Zimmer und begutachtete mein Outfit. „Steht dir. Du hast dich sehr verändert.“ „Danke. Du dich nicht wirklich.“, sagte ich. „Ich bin ja auch älter, da verändert man sich nicht mehr so stark.“ Kakashi ging zu mir, tätschelte mich wieder und lief zum Auto. Ich folgte ihm und setzte mich neben ihm. „Wo arbeitest du eigentlich?“ Kakashi lachte. „An deiner Schule. Um genau zu sein, ich bin einer deiner Lehrer.“ Ich machte ein entsetztes Gesicht. „Das ist ein Scherz oder?!“ Er lachte noch lauter. „Nein, Schätzchen, ist es nicht.“ „Wenn du mich auch nur einmal in der Schule Schätzchen oder so nennst, beiße ich dir die Hand ab.“, sagte ich missmutig. Er grinste. „Wir sind da.“ Ich guckte aus dem Fenster. Meine neue Schule. „Hier.“ Kakashi warf mir sein Portemonnaie zu. Fragend guckte ich ihn an. „Du musst dir nachher noch was zu Essen kaufen.“, sagte er. Ich nahm mir etwas Geld raus und warf das Portemonnaie zurück. „Na dann, ich muss jetzt los, ins Lehrerzimmer.“, mit diesem Satz verschwand Kakashi wieder. Neugierig guckte ich mich auf dem Schulhof um. Die Schule war groß und ich wusste nicht, wie ich mich hier zurechtfinden sollte. Ich zückte meinen Stundenplan. Darauf stand, ich müsste jetzt in Raum 804. „Na super...“, murmelte ich und steckte den Plan zurück in meinen Rucksack. „Entschuldigung.“ Ich klopfte einem blonden Jungen auf die Schulter, der sich daraufhin zu mir umdrehte: „Ja?“ „Du weißt nicht zufällig, wo Raum 804 ist, oder?“ „Klar, du musst einfach nur in den 4. Gang und dann geradeaus gehen, schon bist du da.“, sagte der blonde freundlich. „Ok?“ Ich sah ihn fragend an. Er lachte. „Komm mit, ich zeig es dir.“ Er nahm meine Hand und führte mich quer über den Schulhof. „Da muss ich jetzt auch hin, ich schätze also, wir sind in der selben Klasse.“, bemerkte der Blondschopf. „Cool, dann kenne ich wenigstens schon ein Person.“, sagte ich lachend. Er lachte auch. Ich guckte ihn an. Er hatte hellblaue große Augen. „Wie heißt du eigentlich ?“, fragte mich der Junge. „Ähh...“ Für einen Moment vergaß ich tatsächlich meinen Namen. „Caro... Caro Hatake. Und du?“ „Naruto Uzumaki. Bist du verwand mit Herrn Hatake?“, fragte er mich. „Ja, ich bin seine kleine Schwester...“ „So hier sind wir.“ Naruto zeigte auf einen Raum und führte mich rein. „Yo, Naruto!“ „Ich muss dann mal eben.“, entschuldigte dieser sich und ging. Mein Blick schweifte über die ganze Klasse. Mir fiel ein, dass ich mich ja noch bei Itachi melden wollte, und der Lehrer war ja noch nicht da. Ich hatte ihn schon gestern Abend eingespeichert, jetzt musste ich nur noch schreiben. Plötzlich ging ein Junge an mir vorbei, der fast genauso aussah wie Itachi. Er hatte das gleiche schwarze Haar und die gleichen dunklen Augen, der einzige Unterschied war die Frisur und das Alter. Fasziniert starrte ich diesem Jungen hinterher. „Ach, das ist Sasuke.“ Erschrocken drehte ich mich um. Ein Mädchen mit grünen Augen und rosafarbenem Haar stand vor mir. „Er ist der Mädchenschwarm der Klasse.“, sagte sie seufzend. „Ah ha...“, sagte ich unsicher. „Er hatte aber noch nie eine Freundin...“, fügte sie hinzu. „Warum nicht?“ Verwundert guckte ich erneut Sasuke an. „Das weiß keiner.“, sagte das Mädchen. „Ich bin übrigens Sakura. Und wie heißt du?“ „Caro. Caro Hatake.“ „Hatake? Bist du etwa mit Kakashi Ha -...“ „Ja, ich bin seine kleine Schwester.“, antwortete ich genervt. Sakura sah mich entschuldigend an. Mir fiel ziemlich schnell auf, dass ihre Augen bei dem Wort Kakashi anfingen zu leuchten. „Wie ist es so seine kleine Schwester zu sein?“, fragte sie mich. Jetzt stand es fest, wenn jemand ein noch größerer Mädchenschwarm war als Sasuke, dann war seine Name definitiv Kakashi. „Das willst du gar nicht wissen.“, sagte ich. „Er ist ein echtes Nervenbündel.“ Sie kicherte. Ich wollte gerade wieder mein Handy herausholen und Itachi schreiben, da kam der Lehrer ins Zimmer: „Guten Morgen!“ Der gelangweilte Chor der Klasse trat ein und alle setzten sich auf ihre Plätze. Abgesehen von mir. Ich stand wie ein verlorenes Lamm vor der Klasse. „Wir dürfen heute eine neue Schülerin begrüßen. Stellst du dich mal allen vor?“ Der Lehrer, ein braunhaariger großer Mann, mit einem Grashalm im Mund, schob mich in die Mitte des Klassenraumes. „Ähm... Hi, ich bin Caro Hatake.“, sagte ich. „Ok, Caro, setze dich mal neben Neji.“ Fragend blickte ich zurück zum Lehrer. „Da.“ Er zeigte auf einen Jungen mit langem braunen Haar, das zu einem Zopf zusammengebunden war. Um den Kopf trug er ein schwarzes Stirnband. „Hi.“ Neji nickte mir freundlich zu und bedeutete mir mich einfach hinzusetzen. Ich ließ mich neben ihn auf den Stuhl fallen. Mir entging nicht, wie er mich mehrmals im Unterricht ansah. Manchmal erwiderte ich seine Blicke. Der Unterricht verlief, genau wie bei mir zu Hause, langsam und langweilig. Ich war sehr erleichtert, als es endlich zur Pause klingelte. Durch die Klasse wanderte ein erleichtertes Aufatmen. „Hey, Caro! Komm mal, ich möchte dir alle Vorstellen!“ Es kam von dem Blondschopf, den ich als erstes kennengelernt hatte, Naruto. Erst guckte ich mich nach ihm um, nachdem ich ihn gefunden hatte, ging ich zu ihm. Er stellte mir seine Clique vor: „Also, das ist Kiba.“ Er schubste einen Jungen mit braunen verwuschelten Haaren zu mir. Auf seinen Wangen befanden sich rote Dreiecke, was mich etwas zum nachdenken brachte. „Yo!“ Kiba boxte mir freundschaftlich auf den Arm. Ich lächelte ihn schüchtern an. „Das ist Shikamaru.“ Naruto zeigte auf einen Jungen mit dunkelbraunen Haaren, die er als hohen Zopf zusammengebunden trug. In seinem rechten Ohr, steckte ein silberner Ohrring. Er zuckte die Achseln und schaute weg. „Er ist nicht an sehr viel interessiert...“, sagte Naruto leicht verlegen. „Dann gibt es noch Neji, aber den kennst du ja schon. Jetzt fehlt nur noch -...“ Naruto unterbrach seinen Satz, da Kiba anfing zu schreien: „Choji! Alter, hast du einen Knall?! Du kannst doch nicht einfach mein Sandwich essen!“ „Ja genau der fehlt...“ Naruto kratzte sich schmunzelnd am Kopf. Verwundert guckte ich den dicklichen Jungen an, der sich schmatzend das letzte Stück des Sandwichs in den Mund steckte. Auf seinen Wangen waren rote Kringel und er hatte braune Haare, die so aussehen als hätte er sie noch nie gekämmt. Während Kiba noch immer mit Choji stritt führte mich Naruto raus aus der Klasse auf den Schulhof. Diese Gelegenheit nutzte ich um ihn was zu fragen: „Dieser Sasuke... hat der einen Bruder?“ „Wieso, bist du bei ihm abgeblitzt?“ Naruto grinste mich frech an. „Ha ha..., nein, ich hab da nur jemanden kennengelernt, der ihm sehr ähnlich sieht.“ Naruto zuckte die Achseln. „Ich hab keine Ahnung, Sasuke redet nicht viel. Vor allem nicht über seine Familie.“ „Warum nicht?“, wollte ich von ihm wissen. „Das weiß niemand.“ „Hm...“ Nachdenklich schaute ich in den Himmel. „Also, was möchtest du jetzt machen?“, fragte mich Naruto. Ich dachte kurz nach, dann fiel mein Blick auf die Nestschaukel. „Komm mit!“ Naruto wunderte sich, folgte mir dann aber. „Du willst schaukeln?“ „Wenn du mich an schubst.“, grinste ich. Er stöhnte kurz, fing dann aber damit an. „Schneller!“, lachte ich. Naruto sprang zu mir in die Schaukel. „Wenn du willst, kannst du ja jetzt an schubsen.“ Naruto grinste wieder. „Nein danke. Ich lass die Schaukel jetzt lieber aus schaukeln.“ Ich grinste zurück. Die restliche Pause, lagen wir in der Schaukel und guckten in den Himmel. Doch ich konnte es mir nicht verkneifen, manchmal an meine Zugbekanntschaft zu denken...