Ninja wider Willen
alles anders. Er sagt, ich hätte ja aufpassen können.“, meinte Itachi. Er hatte einen traurigen Unterton. „Hast du es ihm denn nicht erklärt?“, fragte ich. „Ich hab es versucht.“ Itachi schüttelte seinen Kopf leicht und ließ in sinken. „Leider ohne Erfolg...“ Keiner von uns sagte ein Wort, bis wir an seinem Haus ankamen. Es war groß, weiß und hatte einen Pool im Garten, den man schon von vorne sah. Es passte irgendwie zu ihm. Staunend stieg ich aus dem Auto, das er in einer Garage geparkt hatte, die so groß war wie Kakashi's Wohnzimmer. „Nicht schlecht...“, sagte ich und beäugte kritisch seine Küche. In die kam man direkt von der Garage aus. „Ich will ja nicht unhöflich sein, aber wie kannst du dir das leisten?“,fragte ich. „Ich raube regelmäßig Banken aus.“, sagte Itachi grinsend. „Ha ha... im ernst.“ Ich guckte ihm in die Augen. In diese wunderschönen schwarzen Augen... Oh oh... nicht sabbern! „Alles ok?“, fragte Itachi besorgt. „Wieso? Sabbere ich?!“ Panisch rieb ich in meinem Gesicht rum. Er lachte. „Nein, du sabberst nicht.“ „Puh...“ Erleichtert seufzend setzte ich mich auf einen der Stühle, die am Esstisch standen. Er setzte sich mir gegenüber. „Alsooo... was machen wir jetzt?“, fragte ich, dabei setzte ich mein liebstes Lächeln auf. „Was auch immer du willst.“, sagte Itachi freundlich. Mein Handy fing an zu piepen, noch bevor ich antworten konnte. Es war eine SMS von Kakashi, er wollte wissen wann ich komme. Ich schrieb nur, dass ich bei einem Schulfreund bin und noch nicht genau wüsste, wann ich komme. Damit sollte er sich zufrieden geben! Er würde wahrscheinlich denken, ich bin bei Naruto... „Dieser dumme...“ Ich stoppte mich, als ich bemerkte, das ich das laut sagte. „Ich hoffe du meinst nicht mich.“, sagte Itachi. „Nein! Ich meinte meinen Bruder, der behauptet nämlich, dass ich in... jemanden verliebt bin.“, sagte ich schnell. Den Namen wollte ich nicht nennen. „Brüder...“, antwortete Itachi lächelnd. Ich lachte kurz. „Ja, sie können ganz schön nerven, aber trotzdem muss man sie mögen.“ Itachi stimmte mir zu, bevor er aufstand. „Sollen wir uns was zu essen machen? Du hast doch bestimmt Hunger.“ „Ja.“ Ich stand auch auf und ging zu Itachi. „Was macht denn dein Bruder immer so?“, fragte er. „Tiefkühlpizza oder Nudeln, was anderes kann er gar nicht.“, antwortete ich. Es war mir fast schon peinlich, da Itachi ein super Koch ist. „Ok... was hältst du davon, wenn wir Lasagne machen?“, fragte Itachi. „Das hört sich super lecker an.“, sagte ich, wobei mir schon das Wasser im Mund zusammenlief. „Endlich mal was anderes...“ Itachi lachte. Es war so ein kühles Lachen, das oft auch sehr bedrohlich wirkte.
Eine Stunde später, saßen wir am Esstisch und aßen. Die Lasagne schmeckte sehr lecker und ich musste kaum mithelfen. Daran könnte ich mich wirklich gewöhnen... Ich aß schnell noch den Rest auf meinem Teller auf und räumte das Geschirr in die Spülmaschine, dann setzte ich mich wieder Itachi gegenüber. Auch er hatte schon aufgegessen. Plötzlich beugte sich Itachi über den Tisch zu mir herüber. Zuerst dachte ich, er will mich küssen. Doch dann spürte ich, wie sein Finger über mein Kinn strich. „Du hattest etwas Soße am Kinn.“ „Oh...“ Ich war zwar geschockt, als ich dachte er will mich küssen, doch ich war seltsamer Weise noch viel enttäuschter, als er es nicht tat. „Ähh... sollen wir jetzt vielleicht in den Park?“, fragte ich ihn. „Ok, wenn du willst. Wie hat dir eigentlich die Lasagne geschmeckt?“ Itachi stand auf und griff nach dem Autoschlüssel. „Gut.“, antwortete ich, während ich ihm in die Garage folgte. Er setzte sich ans Steuer, während ich neben ihm Platz nahm. „Du, ich hab es mir anders überlegt, ich möchte lieber wieder nach Hause, ok?!“, fragte ich Itachi vorsichtig. „Klar, dein Bruder macht sich bestimmt schon Sorgen, wo du bleibst. Schließlich geht man nicht alle Tage mit einem älteren Mann weg.“, sagte Itachi verständnisvoll. „Ja...“ Wenn der nur wüsste, dass ich Kakashi nichts erzählt hab... Die Fahrt über sagte ich nicht ein Wort, da mir nichts gescheites einfiel. Aus diesem Grund war ich froh, als das mir wohlbekannte Haus vor meinen Augen auftauchte. Ich stieg aus dem Wagen, steckte den Kopf aber noch mal kurz durch die Tür: „Bis dann, und danke fürs Nachhause bringen.“ „Kein Problem. Ciao.“ Mit einem leisen Knall schloss sich die Tür wieder und Itachi fuhr davon. Der Kies knirschte, als er von der Auffahrt fuhr. „Na, wie war's?“, fragte Kakashi, nachdem er mich ins Haus gelassen hatte. „Super, wir haben Lasagne gegessen.“, antwortete ich fröhlich. Kakashi grinste bei dem Wort „wir“. Ich guckte ihn giftig an und lief in mein Zimmer. „Blöder Kakashi, blöde Schule, blöder Sasuke.“, murmelte ich. Kakashi war einfach nervig, die Schule hatte mir das eingebrockt und Sasuke war auch nervig. Und so was nannte man Leben... Ein leiser Seufzer entwich meinem Mund. Zurecht! Kurz überlegte ich was ich machen sollte, da fiel mir ein, dass ich morgen Sport hatte und noch meine Sachen dafür packen musste. Ich suchte mir eine kurze Sporthose aus, sie war so kurz wie Hotpants. Dazu nahm ich ein einfaches Top und meine Laufschuhe. Das übliche halt. „Kakashi? Kannst du mal kommen?“, rief ich nach unten. Sekunden später stand er schon vor mir. „Wie kannst du -... ach egal. Ist das zu kalt zum Sport?“, fragte ich ihn und zeigte auf die Sportsachen. Ich war mir da nicht ganz sicher. „Nein, aber vielleicht solltest du noch Knieschoner und Sporthandschuhe anziehen.“, sagte Kakashi nachdenklich. „Ich will Sport machen, keine Olympiade.“, antwortete ich. Es ist ja echt süß, wenn er sich Sorgen um mich macht, aber das war wirklich übertrieben. „Wie du meinst, aber ich halte es schon für besser, wenn du das auch noch mitnimmst.“, sagte Kakashi. „Nein, danke. Also ist es nicht zu kalt?“, fragte ich erneut um mich zu vergewissern. „Nein, ist es nicht.“ Kakashi strich sich ein paar Haare aus dem Gesicht. „Gut, danke für deine Hilfe.“ Es war ein höflicher Rausschmiss-versuch, der sogar klappte, denn Kakashi ging, nach einer kurzen Musterung der Sachen, aus meinem Zimmer.