Ninja wider Willen

eben so. Was ich mich allerdings fragte, war die Tatsache, dass er „Oma“ gesagt hatte...! „Ihr könnt jetzt gehen.“, sagte Tsunade gelangweilt. „In Ordnung, bis dann.“, verabschiedete ich mich und zog Naruto aus dem Büro der Hokage. „Gut, dann komm. Ich zeige dir wo ich wohne.“ Naruto lächelte und reichte mir die Hand. Ich nahm sie nach kurzem Zögern an. „Ok.“ In der einen Hand hielt Naruto meinen Koffer, an der anderen mich, als er loslief. „Sag mal... warum hast du Tsunade eigentlich Oma genannt?“, fragte ich ihn. Inzwischen hatte er meine Hand (leider) wieder losgelassen. „Och, ich weiß auch nicht genau. Das hat sich im laufe der Jahre einfach so ergeben...!“ Er log ganz offensichtlich, aber ich fragte nicht weiter nach. Ein Schweigen legte sich über uns, bis Naruto stolz sagte: „Guck, da ist es. Das ist mein Haus!“ „Oh... wie hübsch.“ Ein großer Kirschbaum stand vor seinem Haus, drumherum waren ein paar Blumen, woraufhin Schmetterlinge herumschwirrten. Sein Haus war nicht besonders groß, aber es wirkte einladend und gemütlich. Es war aus Holz und hatte große Fenster, die von der Sonne angestrahlt wurden. „Und hier wohnst du ganz allein?“ Meine Augen wanderten immer wieder zu der kleinen Wiese, die sich direkt vor seinem Haus befand. „Jep. Ich würde mal sagen, das ist mein ganzer Stolz.“, grinste Naruto. „Na dann. Willst du mir deinen Stolz nicht mal von innen zeigen?“, fragte ich. „Klar, komm mit.“ Naruto schloss die Haustür auf. Sofort stand man in seinem Wohnzimmer. Dieses hatte Holzboden und eine offene Küche. Ein kleiner Holztisch stand vor dem Fernseher. Hinter dem Holztisch war ein hellgrünes Sofa. Durch die Fenster wurde das Zimmer von der Mittagssonne erhellt. „Schön hast du's hier.“ „Danke. Soll ich dir zeigen, wo du schlafen kannst?“, erkundigte sich Naruto. „Klar.“ Ich lächelte ihn an. Er fasste mein Handgelenk und zog mich eine Treppe herauf. „Ich kann auch selber laufen.“, beschwerte ich mich, nachdem er losgelassen hatte. „Ich weiß, aber du bist immer so langsam.“, grinste Naruto frech. Er spielte wohl auf meine nicht vorhandenen Rennfähigkeiten an. „Hey!“ Ich versetzte ihm einen leichten Stoß in die Rippen. Naruto grinste weiter, machte die Tür auf und trat in den Raum. Dort stand ein großes Bett, ein Schreibtisch, ein Schrank und eine Couch. Die Wände waren weiß, der Boden aus hellem Holz und die Möbel hatten alle dieselbe Farbe wie der Boden. Na ja, außer die Couch, die war, wie das Sofa unten, hellgrün. An einer Seite des Zimmers, war ein Fenster, das bis zum Boden ging und viel Licht herein ließ. „Wow. Das ist echt cool.“, staunte ich. „Danke. Also, ich schlafe auf der Couch, du kannst das Bett nehmen.“, bot Naruto mir an. „Wirklich? Das ist doch -...“ „Ja, wirklich. Die Couch ist genauso gemütlich.“, meinte er nachdrücklich. „Das ist lieb von dir, danke.“ Ich umarmte Naruto flüchtig und stellte meinen Koffer neben den Schrank. „Hast du Hunger? Ich kann was für uns kochen.“, schlug er dann vor. „Suuuper.“, schwärmte ich, als ich ans Essen dachte. Endlich kein Krankenhaus-Fraß mehr. „Aber, ich werde dir helfen.“, fügte ich noch hinzu. „Ach, das brauchst du doch nicht. Du bist gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen worden. Am besten du schonst dich.“, meinte Naruto. „Blödsinn. Ich kann mich nicht schonen! Schließlich muss ich es den Dumpfbacken doch heimzahlen.“ Wie ein kleines Kind stampfte ich mit dem Fuß auf. „Das kannst du auch noch in ein paar Wochen. Und jetzt komm, ich hab Hunger. Außerdem wird diese Diskussion nichts bringen, richtig?“ Naruto ging in Richtung Küche. „Stimmt, ich mache so gut wie nie was meine Mitmenschen mir raten...!“, überlegte ich und folgte Naruto nach unten. Dieser schüttelte den Kopf, drehte sich zu mir um und legte den Kopf schief. „Du bist süß, weißt du das?“ „Na jaaa...“ Ich wurde rot. Naruto trat einen Schritt vor und...
...stolperte...! -.-''
„A-alles ok?“, vergewisserte ich mich. „Ähm... Beine, Arme, Nase, Füße, Hände... ja, alles dran.“, grinste Naruto. „Gut.“ Verlegen kratze ich mich am Kopf und lief in die Küche. Erst Kiba und dann die Treppe., dachte ich missmutig. So würde das nichts mehr werden. „Was...was kochen wir denn?“, fragte ich um die vor Peinlichkeit strotzende Stille zu übertünchen. „Vielleicht Nudelsuppe?“, schlug Naruto vor. „Klar, warum nicht...?“ Ich zuckte die Achseln. „Ist was?“, fragte er. „Nein nein, alles klar.“, log ich. „Na gut... Dann legen wir mal los.“

Nach genau einer halben Stunde, hatten wir tatsächlich eine Nudelsuppe auf dem Tisch. Naruto und ich mussten uns vorher noch auf eine Suppe einigen, daher hat es etwas länger gedauert. Schon komisch, als ich das letzte mal mit einem Mann gekocht hatte, gab es Lasagne und jetzt... Dosensuppe. Aber dafür will dieser mich nicht umbringen. „An was denkst du?“, wollte Naruto wissen. „Das ist nicht so wichtig. Ich bin halt etwas durch den Wind. Ich meine, vor vielleicht drei Wochen bin ich hier angekommen, wurde schon entführt, habe meinen Bruder ins Koma verfrachtet und herausgefunden, dass ich eine Todeswaffe bin. Das ist etwas viel für die kurze Zeit...!“, erklärte ich. „Stimmt, entschuldige. Aber eine Sache musst du dir immer merken: du bist nicht daran Schuld das Kakashi im Koma liegt.“, antwortete Naruto. „Doch und weißt du woran ich noch Schuld bin? An der Zerstörung dieses Dorfes.“ Ich ließ meinen Löffel in die Suppe fallen und verursachte dadurch eine Überschwemmung auf dem Tisch. „T-tut mir leid, ich... ich... ich weiß doch auch nicht was... Ach verdammt!“, stammelte ich. Schon wieder wurde ich von Schuldgefühlen erdrückt. Naruto stand hinter mir und legte seine Arme um mich. „Beruhige dich erst mal. Nichts von alldem ist deine Schuld.“ Er hockte sich vor mich und sah mich an. „Ich kann das nicht mehr...!“, flüsterte ich, während Tränen aus meinen Augen sprudelten. „Ich kann das alles nicht mehr! Ich halt das nicht mehr aus!“ „Es wird alles gut.“, meinte Naruto. „Nein, wird es nicht!“ Ich stand auf und wollte wegrennen, doch Naruto hielt mich fest. Er drückte mich ganz fest an sich und ließ mich nicht mehr los. „Lass mich los! Ich muss hier weg! Ich kann das nicht mehr, ich will nicht mehr!“, schrie ich und schlug um mich. „Nein, ich lass dich nicht gehen! Meinst du du hast mehr davon, wenn du dich umbringst?!“, schrie er zurück. Ich sank mit ihm zu Boden. Er drückte mich noch fester. Ich fing an zu schreien, um mich zu treten und aus Leibeskräften Tränen zu verschütten. Egal was ich machte, Naruto ließ mich nicht los. Nach einer Weile hatte ich mein Zeitgefühl verloren. Vielleicht lag ich schon seit einer Stunde zusammengerollt, wimmernd in Naruto's Armen? „Naruto?“ „Hm?“ „Danke. Ich weiß nicht, ob ich noch leben würde, wenn du nicht da gewesen wärst.“, flüsterte ich. „Wofür hat man denn Freunde?“ Er lächelte und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Wollen wir nicht langsam mal wieder aufstehen?“, fragte er dann. „Nein.“, antwortete ich und kuschelte mich an ihn. „Na dann, mach es dir gemütlich auf meinem Fußboden.“, lachte Naruto. „Klar.“ Ich schloss die Augen, bis ich etwas auf meinen Lippen spürte. Es war Naruto, der mich küsste. Ich schlang meine Arme um seinen Nacken, während seine Arme um meine Taille wanderten. Er drückte mich so fest, dass ich fast keine Luft mehr bekam, aber in diesem Fall war es mir egal. „N-Naruto...“ „Ich ähm...“, stotterte er verlegen. Langsam richtete ich mich wieder auf. Naruto machte es mir gleich. „Wir sollten mal Essen, die Suppe wird sonst kalt.“, meinte Naruto. „Mir ist der Appetit vergangen, außerdem ist mein Essen auf dem Tisch verteilt...!“, gab ich zu bedenken. „Stimmt. Dann Essen wir eben später was.“ Naruto räumte die Sachen vom Tisch und kam kurze Zeit später mit einem Lappen wieder. Nachdem er meine Sauerei weggewischt hatte, nahm er mich liebevoll in den Arm und küsste meine Stirn. „Du erzählst doch niemandem von meinem kleinen Zusammenbruch, oder? Vor allem nicht Tsunade!“ Ich guckte zu ihm hoch. „Meine Lippen sind versiegelt.“, versprach Naruto und grinste. „Dann brauch ich mir ja keine Sorgen zu machen.“ Mein Handy klingelte. Wer war das denn? Schnell ging ich ran: „Ja?“ „Hey... ähm, wo bist du? Ich war grade im Krankenhaus, aber du warst nicht mehr da.“, fragte mich die Stimme. Anscheinend war es Sasuke. „Ich wohne bis Kakashi wieder fit ist bei Naruto. Wenn du willst kannst du herüberkommen.“, schlug ich vor. „Bei Naruto?“ „Ja. Na ja, du warst nicht da und Naruto hat mir das Angebot gemacht...“, erklärte ich. „Nein, ist ja nicht schlimm. Ich dachte nur wegen dem Training, du verstehst?“, meinte Sasuke unschuldig. „Schon klar. Ich kann ja auch mal früher aufstehen, dann klappt das schon.“, lachte ich. „Ja, so wie ich dich kenne, schaffst du das auch.“, sagte Sasuke frech, mit sarkastischem Unterton. „Hey, pass' auf was du sagst.“, antwortete ich beleidigt. „Schon gut. Ich komm dann gleich rüber, wir müssen noch Waffen kaufen, damit wir bald mit dem richtigen Training anfangen können.“, verabschiedete er sich und legte auf. „Sasuke kommt gleich, wir wollen Waffen kaufen gehen.“, erzählte ich Naruto beiläufig. „Sollte ich eifersüchtig werden?“ Naruto sah mich grinsend an. „Quatsch. Sasuke und ich sind gute Freunde, mehr nicht.“, winkte ich ab. „Na dann will ich dir mal Glauben schenken.“ Er zog mich von hinten an sich ran. „Lässt du mich mal kurz los, Sasuke kommt gleich.“ Ich löste sanft seine Arme von meiner Hüfte. „Und?“ Naruto zuckte beleidigt die Achseln. „Na, ich sehe aus wie 'ne Vogelscheuche.“, meinte ich. Es stimmte,